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2025
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Lesezeit:
6
Minuten
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Hannah Wirtz

Funktionsweise der Wärmepumpe: Die Technologie der Zukunft einfach erklärt

Das Wichtigste in Kürze:

  • Wärmepumpen nutzen das Prinzip der Wärmeübertragung, um Umweltwärme effizient für Heizzwecke zu gewinnen.
  • Der Kreislauf umfasst vier Phasen: Verdampfen, Verdichten, Verflüssigen und Entspannen.
  • Als Wärmequellen dienen Luft, Erdreich und Grundwasser.
  • Je nach Typ und Bedingungen können 1 kWh Strom in 3 bis 5 kWh Wärmeenergie umgewandelt werden.
  • Wärmepumpen senken CO₂-Emissionen und Betriebskosten, erfordern jedoch höhere Anfangsinvestitionen.
Funktionsweise der Wärmepumpe: Die Technologie der Zukunft einfach erklärt

Grundprinzip der Wärmepumpe:

Wie funktioniert die Energieumwandlung?

Wärmepumpen basieren auf einem einfachen, wie genialen physikalischen Prinzip: Sie entziehen der Umgebung -Luft, Erde oder Wasser- vorhandene Wärmeenergie und "pumpen" diese auf ein höheres Temperaturniveau, das zum Heizen von Gebäuden genutzt werden kann. Dieser Vorgang folgt den Gesetzen der Thermodynamik und nutzt die Tatsache, dass selbst bei niedrigen Außentemperaturen noch Wärmeenergie in der Umwelt vorhanden ist.

Das Funktionsprinzip lässt sich mit einem Kühlschrank vergleichen, nur in umgekehrter Richtung: Während der Kühlschrank seinem Innenraum Wärme entzieht und nach außen abgibt, entzieht die Wärmepumpe der Umgebung Wärme und gibt sie im Gebäudeinneren ab.

Der Wärmepumpenkreislauf: Technik im Detail

Der Kreislauf einer Wärmepumpe besteht aus vier zentralen Schritten, die kontinuierlich wiederholt werden:

  1. Verdampfen: Das Kältemittel nimmt in einem Wärmetauscher (Verdampfer) Energie aus der Umwelt auf und verdampft dabei
  2. Verdichten: Ein elektrisch betriebener Kompressor verdichtet das gasförmige Kältemittel, wodurch Druck und Temperatur stark ansteigen
  3. Verflüssigen: Im Verflüssiger (Kondensator) gibt das Kältemittel die Wärmeenergie an das Heizsystem ab und wird dabei wieder flüssig
  4. Entspannen: Im Expansionsventil wird das Kältemittel entspannt, Druck und Temperatur sinken, und der Kreislauf beginnt von vorne

Diese vier Phasen laufen ständig in einem geschlossenen Kreislauf ab und benötigen als Antriebsenergie lediglich den Strom für den Kompressor. Der Rest der Energie – typischerweise 75-80% – wird kostenlos aus der Umwelt gewonnen.

Arten von Wärmepumpen:

Welche Wärmequellen gibt es?

Je nach genutzter Wärmequelle - Luft, Erdreich oder Grundwasser- unterscheidet man verschiedene Typen von Wärmepumpen. Sie liegen alle dem gleichen Funktionsprinzip zugrunde, haben aber spezifische Eigenheiten, was jeweils gewisse Vor- und Nachteile mit sich bringt. Letztendlich sind also individuelle Gegebenheiten ausschlaggebend für die Wahl der passenden Wärmepumpen-Art.

Luft-Wasser-Wärmepumpe

Die Luft-Wasser-Wärmepumpe nutzt die Außenluft als Wärmequelle und überträgt die gewonnene Energie auf das Heizungswasser. Sie ist der am häufigsten installierte Typ in Deutschland.

Vorteile:

  • Vergleichsweise günstige Anschaffungskosten
  • Einfache Installation ohne aufwendige Erdarbeiten
  • Nahezu überall einsetzbar

Nachteile:

  • Geringere Effizienz bei sehr niedrigen Außentemperaturen
  • Höhere Betriebsgeräusche durch den Ventilator
  • Typischerweise niedrigere Jahresarbeitszahl (JAZ) als Erd- oder Wasserwärmepumpen

Sole-Wasser-Wärmepumpe (Erdwärmepumpe)

Bei diesem Typ wird die im Erdreich gespeicherte Wärme über Erdkollektoren (horizontal in etwa 1,2-1,5 m Tiefe verlegt) oder Erdsonden (vertikal bis zu 100 m Tiefe) genutzt.

Vorteile:

  • Hohe und gleichbleibende Effizienz über das ganze Jahr
  • Sehr gute Jahresarbeitszahl (JAZ)
  • Kühlfunktion im Sommer möglich

Nachteile:

  • Hohe Investitionskosten durch Erdarbeiten
  • Große Grundstücksfläche bei Erdkollektoren nötig
  • Genehmigungspflicht bei Erdsonden

Wasser-Wasser-Wärmepumpe

Diese Wärmepumpe nutzt das Grundwasser als Wärmequelle, das mit konstanten Temperaturen von etwa 8-12°C über das ganze Jahr verfügbar ist.

Vorteile:

  • Höchste Effizienz unter allen Wärmepumpentypen
  • Konstante Wärmequellentemperatur unabhängig von der Jahreszeit
  • Sehr gute Jahresarbeitszahl (JAZ)

Nachteile:

  • Abhängigkeit von geeigneten Grundwasserverhältnissen
  • Genehmigungspflichtig und wasserechtliche Auflagen
  • Höchste Investitionskosten durch Brunnenbohrungen

Effizienz von Wärmepumpen:

Die Effizienz einer Wärmepumpe wird durch zwei zentrale Kennzahlen beschrieben, den Coefficient of Performance und die Jahresarbeitszahl:

COP-Wert (Coefficient of Performance)

Der COP-Wert gibt das Verhältnis von erzeugter Heizleistung zur eingesetzten elektrischen Antriebsenergie an. Ein COP-Wert von 4 bedeutet beispielsweise, dass mit 1 kWh Strom 4 kWh Wärmeenergie erzeugt werden.

Jahresarbeitszahl (JAZ)

Die Jahresarbeitszahl ist der wichtigere Praxiswert, da sie die Effizienz über ein ganzes Jahr unter realen Betriebsbedingungen angibt. Sie berücksichtigt saisonale Schwankungen und den Stromverbrauch für Umwälzpumpen und Regelungstechnik.

Wärmepumpen-Typ Typische JAZ Empfohlene Vorlauftemperatur Investitionskosten
Luft-Wasser 3,0 - 4,0 max. 55°C 12.000 - 25.000 €
Sole-Wasser 3,8 - 4,5 max. 60°C 18.000 - 30.000 €
Wasser-Wasser 4,0 - 5,0 max. 65°C 20.000 - 35.000 €

Eine höhere JAZ bedeutet geringere Betriebskosten und weniger CO2-Emissionen. Moderne Wärmepumpen können unter optimalen Bedingungen je nach Art JAZ-Werte von bis zu 5 erreichen. Das macht sie rund 5 mal so effizient wie herkömmliche Gas, - oder Ölheizungen.

Einsatz Wärmepumpe: Neu, - oder Altbau?

Die Einsatzmöglichkeiten der Wärmepumpe sind vielseitig - egal ob Neubau oder Bestandsgebäude. Relevant für die Integration der Pumpe sind vor allem die baulichen Gegebenheiten und der energetische Zustand der Immobilie.

Neubau

Moderne Neubauten sind prädestiniert für den Einsatz von Wärmepumpen. Dank einer optimal gedämmten Gebäudehülle und der Möglichkeit, Flächenheizungen zu integrieren, können Wärmepumpen hier mit sehr niedrigen Vorlauftemperaturen (≤35 °C) arbeiten. Dies führt zu einer hohen Effizienz und senkt den Energieverbrauch erheblich. Zudem erfüllen Neubauten oft die gesetzlichen Anforderungen an erneuerbare Energien, was in vielen Fällen zu attraktiven Fördermöglichkeiten führt.

Vorteile im Neubau:

  • Optimale Dämmung
  • Flächenheizungen ermöglichen niedrige Vorlauftemperaturen
  • Leichte Erfüllung gesetzlicher Vorgaben

Bestandsgebäude

Auch in bestehenden Gebäuden kann der Einbau einer Wärmepumpe eine sinnvolle Modernisierung darstellen. Voraussetzung hierfür ist, dass das Gebäude einem gewissen energetischen Standard entspricht. Oft sind an dieser Stelle Modernisierungen sinnvoll um die Effizienz zu steigern und das volle Potenzial der Wärmepumpe ausnutzen zu können. Schon einzelne Maßnahmen wie eine verbesserte Dämmung, der Tausch alter Heizkörper oder die Integration moderner Fenster können viel bewirken.

Zu beachten bei Bestandsgebäuden:

  • Anpassung des Heizsystems auf niedrige Vorlauftemperaturen
  • Gegebenenfalls Umrüstung der Heizkörper oder Einbau einer Flächenheizung
  • Bei Altbauten mit hohen Vorlauftemperaturen (>55 °C) ist oft eine energetische Sanierung empfehlenswert

Hybridlösungen

Für Gebäude mit einem hohen Wärmebedarf, insbesondere wenn eine alleinige Wärmepumpe nicht ausreicht, bieten Hybridlösungen Alternative. Hierbei wird die Wärmepumpe mit einem zusätzlichen Wärmeerzeuger kombiniert, um auch in extremen Witterungsbedingungen eine zuverlässige Wärmeversorgung zu gewährleisten.

  • Bivalent-alternative Betriebsweise: Die Wärmepumpe deckt den Grundlastbedarf bis zu einer bestimmten Außentemperatur ab, während bei tieferen Temperaturen ein Zweitsystem (z. B. ein Gas-Brennwertkessel) einspringt.
  • Bivalent-parallele Betriebsweise: Beide Systeme arbeiten gleichzeitig, um eine konstante Wärmeversorgung sicherzustellen, falls die Wärmepumpe allein nicht genügt.

Insgesamt ermöglichen diese flexiblen Einsatzmöglichkeiten eine bedarfsgerechte Wärmeversorgung, wobei die Auswahl des Systems maßgeblich von den individuellen Gegebenheiten und dem energetischen Zustand des Gebäudes abhängt. Egal ob Neubau oder Bestandsgebäude lassen Sie sich von unseren Energieeffizienz-Experten bei 42watt beraten und finden Sie innerhalb kürzester Zeit die passende Anlage für Ihre individuelle Situation.

Kosten und Wirtschaftlichkeit: Lohnt sich die Investition?

Wärmepumpen glänzen mit ihrer Effizienz, sind allerdings auch mit hohen Investitionen verbunden, diese lassen sich allerdings durch staatliche Förderungen massiv reduzieren. Die Wirtschaftlichkeit der Wärmepumpe hängt letzten Endes von verschiedenen Faktoren wie der anfänglichen Investition inklusive Förderung und den Stromkosten ab. Je geringer diese ausfallen, desto günstiger ist auch der Betrieb der Anlage.

Investitionskosten

Die Anschaffungskosten einer Wärmepumpe sind vergleichsweise hoch. Je nach Typ und Leistung kann der preisliche Rahmen erheblich variieren. Die folgende Tabelle, gibt einen Überblick über die Investitionskosten, wobei es sich dabei natürlich lediglich um Richtwerte handelt:

Wärmepumpentyp Anschaffungskosten inkl. Installation
Luft-Wasser-Wärmepumpe 12.000 - 25.000 €
Sole-Wasser-Wärmepumpe 18.000 - 30.000 €
Wasser-Wasser-Wärmepumpe 20.000 - 35.000 €

Betriebskosten

Die jährlichen Betriebskosten einer Wärmepumpe stehen in engen Zusammenhang mit dem Stromkosten und lassen sich überschlägig mit folgender Formel berechnen:

Jährliche Stromkosten = Jährlicher Wärmebedarf ÷ Jahresarbeitszahl × Strompreis

Wärmepumpen-Betriebskostenkalkulator

5.000 kWh 15.000 kWh 30.000 kWh
2,5 4,0 5,5
20 ct/kWh 30 ct/kWh 50 ct/kWh
8 ct/kWh 12 ct/kWh 20 ct/kWh
80 ct/L 100 ct/L 150 ct/L

Jährliche Heizkosten im Vergleich

Wärmepumpe: 1.125 €/Jahr
Gasheizung: 2.000 €/Jahr
Ölheizung: 1.765 €/Jahr

Ersparnis ggü. Gas: 875 €/Jahr
Ersparnis ggü. Öl: 640 €/Jahr

Hinweis: Die Berechnung basiert auf vereinfachten Annahmen (Wirkungsgrad Gas: 90%, Öl: 85%, 1L Heizöl ≈ 10 kWh) und dient nur zur groben Orientierung.

Beispiel: Ein Einfamilienhaus mit 15.000 kWh Wärmebedarf, einer JAZ von 4 und einem Strompreis von 30 Cent/kWh hätte folgende jährliche Betriebskosten:

15.000 kWh ÷ 4 × 0,30 €/kWh = 1.125 €

Förderung

Wärmepumpen leisten einen wichtigen Beitrag zur Energiewende. Sie nutzen Umweltwärme aus der Luft, dem Erdreich oder dem Grundwasser und ermöglichen so eine klimafreundliche und effiziente Art zu heizen. Um den Einbau von Wärmepumpen attraktiver zu machen, unterstützt der Staat diese Technologie mit umfassenden Fördermaßnahmen. Ziel ist es, den Austausch fossiler Heizsysteme zu beschleunigen und den Anteil erneuerbarer Energien im Gebäudesektor zu erhöhen.

Die Förderprogramme der Bundesregierung – insbesondere im Rahmen der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) – bieten finanzielle Unterstützung von bis zu 70 % der Investitionskosten. Die Förderung setzt sich aus mehreren Komponenten zusammen, die je nach Situation kombiniert werden können.

Die einzelnen Förderbestandteile:

  • Grundförderung (30 %)
    Jede förderfähige Wärmepumpe wird mit einem pauschalen Zuschuss von 30 % der Investitionskosten gefördert. Diese Basisförderung gilt unabhängig davon, ob eine bestehende Heizung ersetzt wird.
  • Heizungstausch-Bonus (20 %)
    Wer eine alte fossile Heizung – zum Beispiel eine Öl-, Kohle- oder mindestens 20 Jahre alte Gasheizung – durch eine Wärmepumpe ersetzt, erhält zusätzlich 20 % Bonus. Dieser Bonus ist an konkrete Austauschbedingungen geknüpft.
  • Emissionsminderungs-Bonus (5 %)
    Wird eine Wärmepumpe mit einem natürlichen Kältemittel eingebaut (z. B. Propan), gibt es einen weiteren Bonus von 5 %, da solche Geräte besonders umweltfreundlich sind.
  • Einkommensabhängiger Bonus (30 %)
    Haushalte mit einem zu versteuernden Jahreseinkommen unter 40.000 Euro können alternativ zum Heizungstausch-Bonus einen Einkommensbonus von 30 % in Anspruch nehmen. Eine Kombination beider Boni ist nicht möglich.

Wichtig: Die maximale Gesamtförderung beträgt 70 % der förderfähigen Kosten – auch wenn theoretisch höhere Einzelboni zusammenkommen könnten.

Weitere ergänzende Fördermöglichkeiten:

  • BAFA-Zuschüsse
    Die Bundesförderung wird vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) abgewickelt. Dort erfolgt auch die Antragsstellung.
  • KfW-Förderkredite
    Für umfassendere Sanierungsvorhaben stehen zusätzlich zinsgünstige Kredite der KfW zur Verfügung – insbesondere im Rahmen der Effizienzhausförderung.
  • Steuerliche Förderung
    Alternativ zur Bezuschussung können bestimmte energetische Sanierungsmaßnahmen auch steuerlich abgesetzt werden.
  • Regionale Förderprogramme
    Einige Bundesländer und Kommunen bieten eigene Programme an, die ergänzend zur BEG-Förderung genutzt werden können.

Eine Förderung muss vor Beginn der Maßnahme beantragt werden. Empfehlenswert ist zudem die Einbindung eines Energieeffizienz-Experten, um die Förderfähigkeit zu prüfen und die maximal mögliche Unterstützung zu erhalten. Achten Sie auch darauf, dass die Gewährung von Fördermitteln teils an gewisse Voraussetzungen wie die Mindestleistung der Wärmepumpe gebunden ist.

Amortisationszeit

Die Amortisationszeit einer Wärmepumpe liegt typischerweise zwischen 10 und 15 Jahren. Dieser Zeitraum variiert in Abhängigkeit von mehreren Faktoren, die den wirtschaftlichen Erfolg der Investition maßgeblich beeinflussen:

  • Art der ersetzten Heizung: Die Umrüstung von veralteten, ineffizienten Heizsystemen wie Öl-, Gas- oder Kohleheizungen auf eine moderne Wärmepumpe kann zu erheblichen Einsparungen führen. Je nachdem, wie hoch der alte Energieverbrauch war, amortisiert sich die Investition schneller.
  • Energiepreise: Steigende Preise für fossile Brennstoffe und konventionelle Energieträger wirken sich positiv auf die Wirtschaftlichkeit von Wärmepumpen aus. Da diese Systeme erneuerbare Energiequellen nutzen, sinken die Betriebskosten im Vergleich zu traditionellen Heizmethoden.
  • Nutzungsverhalten: Das individuelle Heizverhalten, einschließlich der Raumtemperaturen und der Laufzeiten der Anlage, beeinflusst den Energieverbrauch. Eine bedarfsgerechte Steuerung und regelmäßige Wartung helfen, den Verbrauch zu optimieren und somit die Amortisationszeit zu verkürzen.
  • Erhaltene Förderungen: Staatliche Zuschüsse und Förderprogramme reduzieren die anfänglichen Investitionskosten erheblich. Werden zusätzliche Boni für den Austausch alter Heizsysteme oder den Einsatz erneuerbarer Energien genutzt, wirkt sich dies direkt auf die Wirtschaftlichkeit aus.

Zusätzlich trägt der technologische Fortschritt zu einer stetigen Effizienzsteigerung der Wärmepumpen bei. Moderne Systeme bieten oft variable Leistungsregelungen und intelligente Steuerungen, die den Energieverbrauch weiter optimieren. Mit diesen Entwicklungen und den zunehmenden fossilen Brennstoffpreisen verkürzt sich die Amortisationszeit tendenziell, sodass sich die Investition in eine Wärmepumpe langfristig immer schneller auszahlt.

Wärmepumpe vs. konventionelle Heizsysteme: Ein Vergleich

Wärmepumpen sind eine nachhaltige, zukunftssichere Heiztechnologie und ihre Beliebtheit kommt nicht von ungefähr. Aber wie schneidet die Wärmepumpe im Vergleich zu herkömmlichen Heizsystemen ab?

Kriterium Wärmepumpe Gas-Brennwertkessel Ölheizung
Primärenergieverbrauch Sehr niedrig Mittel Hoch
CO2-Emissionen Niedrig (mit Ökostrom nahe Null) Mittel Hoch
Anschaffungskosten Hoch Mittel Mittel
Betriebskosten Niedrig Mittel Hoch
Wartungsaufwand Sehr gering Mittel Hoch
Platzbedarf Gering (außer bei Erdkollektoren) Mittel Hoch (Öltank)
Unabhängigkeit von fossilen Brennstoffen Hoch Niedrig Keine

Der entscheidende Vorteil von Wärmepumpen liegt in der zukunftssicheren Technologie, die unabhängig von fossilen Energieträgern arbeitet und mit zunehmendem Anteil erneuerbarer Energien im Strommix immer umweltfreundlicher wird.

Moderne Entwicklungen und Trends bei Wärmepumpen

Die Wärmepumpentechnologie entwickelt sich kontinuierlich weiter, wobei folgende Trends zu beobachten sind:

Höhere Effizienz

  • Moderne Inverter-Technologie passt die Leistung stufenlos an den aktuellen Wärmebedarf an
  • Verbesserte Kältemittel mit geringerem Treibhauspotenzial
  • Optimierte Regelungsstrategien für maximale Effizienz

Smart-Home-Integration

  • Anbindung an Smart-Home-Systeme für intelligente Steuerung
  • Prognosebasierte Regelung unter Berücksichtigung von Wettervorhersagen
  • Nutzung variabler Stromtarife für kostengünstigen Betrieb

Kombination mit Photovoltaik

  • Eigenstromerzeugung senkt Betriebskosten deutlich
  • Power-to-Heat: Überschüssiger Solarstrom wird in Wärme umgewandelt und gespeichert
  • Erhöhung des Eigenverbrauchsanteils durch intelligente Steuerung

Hochtemperatur-Wärmepumpen

  • Neue Modelle erreichen Vorlauftemperaturen von bis zu 75°C
  • Bessere Eignung für Bestandsgebäude ohne umfassende Sanierung
  • Kombination mit bestehenden Heizkörpern möglich

Tipps für den effizienten Betrieb einer Wärmepumpe

Um eine Wärmepumpe möglichst effizient zu betreiben, ist es wichtig, nicht nur auf eine moderne Technik zu setzen, sondern auch das gesamte Heizsystem optimal abzustimmen. Dabei sollten folgende Punkte berücksichtigt werden:

  • Niedrige Vorlauftemperatur wählen: Je niedriger die Vorlauftemperatur, desto effizienter arbeitet die Wärmepumpe – jedes Grad weniger steigert die Effizienz um etwa 2–3 %. Dies ist besonders vorteilhaft, wenn Flächenheizungen wie Fußboden- oder Wandheizungen genutzt werden.
  • Hydraulischen Abgleich durchführen: Ein korrekt eingestelltes Heizsystem gewährleistet eine gleichmäßige Wärmeverteilung im gesamten Gebäude und minimiert Energieverluste.
  • Heizkurve optimieren: Die Heizkurve sollte exakt auf die thermischen Bedürfnisse des Gebäudes abgestimmt sein, um unnötig hohe Vorlauftemperaturen zu vermeiden und den Energieverbrauch zu senken.
  • Sperrzeiten beachten: Bei Nutzung eines Wärmepumpentarifs ist es entscheidend, dass die Anlage so eingestellt wird, dass sie Sperrzeit-Phasen optimal überbrücken kann, um von günstigeren Stromtarifen zu profitieren.
  • Regelmäßige Wartung: Eine jährliche Überprüfung und Wartung der Anlage sichert nicht nur dauerhaft hohe Effizienz, sondern verlängert auch die Lebensdauer der Wärmepumpe.

Zusätzlich kann die Integration eines intelligenten Steuerungssystems den Betrieb weiter optimieren, indem es automatisch auf wechselnde Witterungsbedingungen reagiert. Auch die Isolierung der Verteilungsleitungen sollte nicht vernachlässigt werden, da sie dazu beiträgt, Wärmeverluste zu minimieren und den gesamten Energieverbrauch zu reduzieren.

Fazit: Ist die Wärmepumpe die richtige Wahl?

Wärmepumpen bieten eine zukunftssichere, umweltfreundliche und wirtschaftliche Alternative zu herkömmlichen Heizsystemen, da sie mit minimalem Energieeinsatz maximale Heizleistung erzielen. Besonders in Neubauten oder gut gedämmten Bestandsgebäuden entfalten sie ihr Potenzial. Prüfen Sie, ob Ihr Gebäude – in Bezug auf Dämmstandard und bestehendes Heizsystem – geeignet ist, und lassen Sie sich von einem Fachbetrieb beraten.

Die höheren Anschaffungskosten gleichen sich durch niedrige Betriebskosten, staatliche Förderungen und die Unabhängigkeit von fossilen Brennstoffen aus. Eine Kombination mit einer Photovoltaikanlage steigert zudem die Effizienz. Dank technologischer Weiterentwicklungen und des steigenden Anteils erneuerbarer Energien wird die Wärmepumpe auch zukünftig ökologisch und ökonomisch überzeugen.

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