Brauchwasserwärmepumpe 2026: Test, Kosten, Förderung (Warmwasser-WP)
Eine Brauchwasserwärmepumpe, auch Warmwasser-Wärmepumpe genannt, erwärmt nur das Trinkwasser im Haus und nutzt dafür Wärme aus der Luft. Im Test der Stiftung Warentest (Heft 7/2026) erzeugten 5 Geräte im Mittel 3,25 Kilowattstunden Wärme aus 1 Kilowattstunde Strom. Dieser Ratgeber zeigt Testergebnisse, Kosten, Förderung und die Voraussetzungen im Bestandshaus.
Das Wichtigste in Kürze
- Definition: Brauchwasserwärmepumpe = Warmwasser-Wärmepumpe, erwärmt nur Trinkwasser, heizt keine Räume
- Testsieger: Stiebel Eltron WWK-I 300 Plus, „sehr gut“ (1,5), 4 weitere Geräte „gut“ (Stiftung Warentest 7/2026)
- Effizienz im Test: Ø 3,25 kWh Wärme aus 1 kWh Strom bei 5 Geräten mit 260 bis 300 Litern
- Kosten: Ø 2.775 € Gerät plus rund 500 € Einbau (Stiftung Warentest, 2026)
- Stromkosten Testzyklus: rund 485 € pro Jahr statt 1.575 € mit Elektroboiler bei 37,0 ct/kWh
- Amortisation: rund 3 Jahre beim Ersatz eines Elektroboilers, als Ergänzung zur Gasheizung oft über 13 Jahre
- Förderung: allein kein KfW-458-Zuschuss, beim Heizungstausch ggf. als Umfeldmaßnahme mitförderfähig (vorab prüfen lassen)
- Aufstellung und Hygiene: mindestens 20 m³ Raum, Speicher auf 60 °C gegen Legionellen (DVGW W 551)
Welche Brauchwasserwärmepumpe ist Testsieger 2026?
Testsieger ist die Stiebel Eltron WWK-I 300 Plus mit dem Qualitätsurteil „sehr gut“ (1,5) im Test der Stiftung Warentest, Heft 7/2026. Die Stiftung Warentest prüfte 5 Brauchwasserwärmepumpen mit 260 bis 300 Litern Speicher. Vier Modelle erhielten das Urteil „gut“. Kein Gerät fiel durch. Alle 5 Geräte nutzen das natürliche Kältemittel R290 (Propan). Die Preise lagen bei rund 2.400 bis 3.400 Euro ohne Einbau (Preisstand April 2026).
| Modell | Speicher | Urteil Warentest 7/2026 | Hersteller-COP (Prüfpunkt) |
|---|---|---|---|
| Stiebel Eltron WWK-I 300 Plus | 300 l | sehr gut (1,5) | 3,93 (A15) / 4,21 (A20) |
| Austria Email Explorer EVO 3 | 270 l | gut | 3,46 (A7) / 3,99 (A20) |
| Dimplex DHW 301P | 270 l | gut | 3,1 (A7) |
| Vaillant aroSTOR plus VWL B 260/6 | 260 l | gut | 3,43 (A7) / 3,86 (A15) |
| Viessmann Vitocal 262-A T2E | 298 l | gut | 3,45 (A7) / 4,08 (A20) |
Die Tabelle zeigt: Nur ein Gerät erreichte „sehr gut“, die übrigen 4 erhielten „gut“. Die Hersteller-COP-Werte stammen aus den Datenblättern und gelten für unterschiedliche Lufttemperaturen. Deshalb lassen sie sich nicht direkt gegeneinander stellen.
Die Stiftung Warentest gewichtete Energieeffizienz und Umwelteigenschaften mit 70 Prozent und die Handhabung mit 20 Prozent. Geprüft wurde im Umluftbetrieb bei 15 °C Raumtemperatur und 55 °C Speichertemperatur. Der simulierte Tagesbedarf betrug 11,66 Kilowattstunden. Das entspricht rund 250 Litern Warmwasser für 3 bis 5 Personen. Laut Stiebel Eltron erreichte der Testsieger im Test einen COP von 4,06 und Stromkosten von 419 Euro pro Jahr. Die Stromkosten der 5 Geräte lagen bei 40 Cent pro Kilowattstunde zwischen 419 und 615 Euro pro Jahr.
Welche Brauchwasserwärmepumpe mit 200 Litern ist Testsieger?
Für 200-Liter-Geräte gibt es 2026 keinen Testsieger, weil die Stiftung Warentest nur Modelle mit 260 bis 300 Litern geprüft hat. Mehrere Hersteller bieten ihre Testgeräte aber auch mit rund 200 Litern an. Die folgende Übersicht nennt 3 Modelle mit Werten aus den Herstellerdatenblättern.
| Modell | Speicher | Höhe | Hersteller-COP (Prüfpunkt) |
|---|---|---|---|
| Stiebel Eltron WWK-I 200 Plus | 200 l | 1.478 mm | 3,91 (A15) / 4,27 (A20) |
| Vaillant aroSTOR plus VWL B 200/6 | 202 l | 1.622 mm | 3,15 (A7) / 3,66 (A15) |
| Austria Email Explorer EVO 3 200 | 200 l | 1.716 mm | 3,18 (A7) / 3,63 (A20) |
Die Stiebel Eltron WWK-I 200 Plus ist die 200-Liter-Variante des Testsiegers. Sie nennt bei 15 °C Luft einen COP von 3,91, das Vaillant-Modell 3,66. Mit 1.478 Millimetern ist sie zudem 144 Millimeter niedriger als das Vaillant-Gerät.
Warum lassen sich COP-Werte aus Datenblättern nicht direkt vergleichen?
COP-Werte von Brauchwasserwärmepumpen hängen von Lufttemperatur und Zapfprofil der Prüfung nach DIN EN 16147 ab. Der COP (Coefficient of Performance) gibt an, wie viele Kilowattstunden Wärme eine Wärmepumpe aus 1 Kilowattstunde Strom erzeugt. Die Norm DIN EN 16147 legt fest, wie Hersteller diesen Wert für Warmwasser messen. Das Kürzel A7, A15 oder A20 nennt die Lufttemperatur in °C. Wärmere Luft ergibt einen höheren COP. Der Viessmann Vitocal 262-A T2E erreicht etwa 4,08 bei 20 °C Raumluft, aber 3,45 bei 7 °C Außenluft.
Das Zapfprofil beschreibt die tägliche Warmwasserentnahme im Prüfstand:
| Zapfprofil | Wärmebedarf pro Tag | Beispiel aus Datenblatt |
|---|---|---|
| M | 5,845 kWh | kleinere Geräte |
| L | 11,66 kWh | Stiebel Eltron WWK-I 200 Plus |
| XL | 19,07 kWh | Stiebel WWK-I 300 Plus, Dimplex DHW 301P |
Ein Gerät mit Profil XL wird mit deutlich mehr Wasserentnahme geprüft als eines mit Profil L. Vergleichen Sie COP-Werte deshalb nur bei gleicher Lufttemperatur und gleichem Zapfprofil. Die Stiftung Warentest weist ebenfalls darauf hin, dass ihre Messwerte nicht mit dem Hersteller-COP vergleichbar sind.
Was ist eine Brauchwasserwärmepumpe?
Eine Brauchwasserwärmepumpe ist eine kompakte Wärmepumpe mit Speicher, die ausschließlich Trinkwarmwasser bereitet und keine Räume heizt. Brauchwasser meint in diesem Zusammenhang erwärmtes Trinkwasser zum Duschen, Baden und Spülen. Fachlich korrekt heißt es heute Trinkwasser warm. Der Begriff Brauchwasser kommt in der Trinkwasserverordnung und in der DIN 4046 nicht mehr vor. Im Handel sind beide Namen gebräuchlich: Brauchwasserwärmepumpe und Warmwasser-Wärmepumpe bezeichnen dasselbe Gerät. In der Schweiz heißt es oft Wärmepumpenboiler.
Die Verbraucherzentrale beschreibt das Gerät so: „Warmwasserwärmepumpen dienen nur der Warmwasserbereitung und sind nicht dazu geeignet, gleichzeitig als Heizung zum Einsatz zu kommen.“ Eine Brauchwasserwärmepumpe ersetzt typischerweise einen Elektroboiler oder Durchlauferhitzer. Sie kann auch eine Öl- oder Gasheizung im Sommer entlasten.
Wie funktioniert eine Brauchwasserwärmepumpe?
Eine Brauchwasserwärmepumpe entzieht der Luft Wärme, hebt sie mit einem Kältekreis auf ein höheres Temperaturniveau und gibt sie an das Wasser im Speicher ab. Ein Kältekreis ist ein geschlossener Rohrkreislauf mit einem Kältemittel. Er läuft in 4 Schritten ab:
- Verdampfen: Ein Ventilator saugt Luft über den Verdampfer, und das Kältemittel nimmt die Wärme auf.
- Verdichten: Ein elektrischer Verdichter presst das gasförmige Kältemittel zusammen, und seine Temperatur steigt.
- Verflüssigen: Der Verflüssiger im Speicher überträgt die Wärme auf das Trinkwasser.
- Entspannen: Ein Expansionsventil senkt den Druck, und der Kreislauf beginnt neu.
Bei einem COP von 3,25 stammen rund 69 Prozent der Wärme aus der Luft und rund 31 Prozent aus Strom. Die Testgeräte von Dimplex, Stiebel Eltron und Viessmann erreichen laut Datenblatt im reinen Wärmepumpenbetrieb 60 bis 65 °C Wassertemperatur.
Umluft, Außenluft oder Abluft: Welche Betriebsart passt?
Die Standard-Betriebsart ist Umluft, bei der das Gerät die Luft des Aufstellraums nutzt. Die Luft kühlt dabei ab und wird entfeuchtet. Viele Geräte lassen sich zusätzlich an Luftkanäle anschließen.
| Betriebsart | Wärmequelle | Effekt im Raum | Beispiel-COP |
|---|---|---|---|
| Umluft | Raumluft, z. B. Keller | Raum kühlt ab und wird trockener | 4,08 bei 20 °C |
| Außenluft | Außenluft über Kanäle | keine Raumabkühlung | 3,45 bei 7 °C |
| Abluft | Abluft einer Lüftungsanlage | Wärme der Wohnräume wird genutzt | kein Datenblattwert |
Die Werte stammen aus Viessmann-Datenblättern zur Vitocal 262-A. Außenluft liefert im Winter weniger Wärme und senkt den COP. Die Abluft-Variante setzt eine Lüftungsanlage voraus. Wie diese Technik als Heizung arbeitet, erklärt der Beitrag zur Abluftwärmepumpe.
Bauform: Kompaktgeräte (Monoblock) vereinen Wärmepumpe und Speicher in einem Gehäuse. Alle 5 Testgeräte der Stiftung Warentest sind Monoblock-Geräte. Split-Geräte trennen Außeneinheit und Speicher. Sie kühlen den Aufstellraum nicht ab, brauchen aber Kältemittelleitungen und mehr Montage.
Welche Speichergröße passt zu Ihrem Haushalt?
Ein Speicher mit 260 bis 300 Litern deckt laut Stiftung Warentest den Bedarf von 3 bis 5 Personen. Entscheidend ist die Mischwassermenge bei 40 °C, die das Datenblatt nennt. Der Warentest-Zyklus mit rund 250 Litern pro Tag entspricht rund 50 bis 85 Litern pro Person.
| Speicher | Mischwasser 40 °C (Beispiel) | Haushalt |
|---|---|---|
| 150 l | rund 200 l (abgeleitet) | 1 bis 2 Personen |
| 200 l | 263 bis 267 l (Stiebel 200 Plus) | 2 bis 4 Personen |
| 260 bis 300 l | 410 bis 415 l (Stiebel 300 Plus) | 3 bis 5 Personen |
Die Tabelle zeigt: Ein 200-Liter-Gerät reicht für Paare und kleine Familien mit normalem Duschverhalten. Ab 4 Personen oder bei häufigem Baden passt ein Gerät mit 260 bis 300 Litern. Wie Speicher bei Heizungswärmepumpen ausgelegt werden, zeigt der Beitrag zum Warmwasserspeicher für die Wärmepumpe.
Was kostet eine Brauchwasserwärmepumpe mit Einbau und im Betrieb?
Eine Brauchwasserwärmepumpe kostet laut Stiftung Warentest im Mittel 2.775 Euro plus rund 500 Euro für den Einbau. Die Gerätepreise im Test reichten von rund 2.400 bis 3.400 Euro. Eine Umluft-Aufstellung im Keller braucht nur Strom-, Kalt- und Warmwasseranschluss sowie einen Kondensatablauf. Ein Anschluss an Außenluftkanäle erhöht den Montageaufwand.
Die Betriebskosten hängen vor allem vom Warmwasserbedarf ab. Die Rechnung nutzt den Warentest-Mittelwert von 3,25 und den BDEW-Strompreis von 37,0 Cent pro Kilowattstunde (Durchschnitt 2026, Strompreisanalyse August 2026). Ein Elektroboiler erzeugt aus 1 Kilowattstunde Strom rund 1 Kilowattstunde Wärme.
| Zapfprofil | Wärme pro Jahr | Strom Wärmepumpe | Kosten Wärmepumpe | Kosten Elektroboiler |
|---|---|---|---|---|
| M | 2.133 kWh | 656 kWh | 243 € | 789 € |
| L (Testzyklus) | 4.256 kWh | 1.310 kWh | 485 € | 1.575 € |
| XL | 6.961 kWh | 2.142 kWh | 792 € | 2.575 € |
Im Testzyklus L spart die Brauchwasserwärmepumpe rund 1.090 Euro pro Jahr gegenüber dem Elektroboiler. Das sind 69 Prozent weniger Stromkosten. Bei 3.275 Euro Investition amortisiert sie sich nach rund 3 Jahren. Die Stiftung Warentest kommt bei 40 Cent pro Kilowattstunde zum selben Ergebnis: Wer einen Durchlauferhitzer oder Elektroboiler ersetzt, „holt die Investition in weniger als drei Jahren zurück“.
Lohnt sich eine Brauchwasserwärmepumpe neben einer Gas- oder Ölheizung?
Als reine Ergänzung zu einer funktionierenden Gas- oder Ölheizung amortisiert sich eine Brauchwasserwärmepumpe meist erst nach mehr als 13 Jahren. Die Stiftung Warentest rechnet mit 12 Cent pro Kilowattstunde Gas. Ihr Fazit für diesen Fall: Dann „amortisiert sich die Investition auch in 15 bis 20 Jahren nicht“.
Eine eigene Rechnung bestätigt die Größenordnung. Arbeitet die Gastherme im Sommer mit 85 Prozent Nutzungsgrad, kostet das Warmwasser im Testzyklus 601 Euro pro Jahr. Die Wärmepumpe kostet 485 Euro, die Ersparnis beträgt 116 Euro. Bei 70 Prozent Nutzungsgrad steigt die Ersparnis auf 245 Euro pro Jahr. Die Amortisation liegt damit zwischen rund 13 und 28 Jahren. Wirtschaftlich günstiger ist der Schritt, wenn die alte Heizung ohnehin bald erneuert wird.
Lohnt sich eine Brauchwasserwärmepumpe mit PV-Überschuss?
Eine Brauchwasserwärmepumpe nutzt Solarstrom gut, weil sie mit rund 500 Watt Leistung schon kleine PV-Überschüsse in Warmwasser speichert. Diesen Wert nennt Stiebel Eltron für die WWK-I 300 Plus im Wärmepumpenbetrieb. Jede selbst genutzte statt eingespeiste Kilowattstunde ist rund 29,3 Cent wert. Das ergibt sich aus 37,0 Cent Strompreis minus 7,70 Cent Einspeisevergütung (Neuanlagen bis 10 kWp ab 01.08.2026).
Die Steuerung läuft über SG Ready. SG Ready (Smart Grid Ready) ist eine Schnittstelle mit 2 Schaltkontakten. Der Wechselrichter oder ein Energiemanager meldet damit PV-Überschuss, und die Wärmepumpe heizt den Speicher höher auf. Ob ein Gerät einen SG-Ready- oder PV-Eingang hat, steht im Datenblatt. Weitere Varianten wie Heizstab-Steuerungen vergleicht der Beitrag zu Warmwasser mit Photovoltaik.
Der eingebaute Heizstab erwärmt Wasser direkt mit Strom und erzeugt aus 1 Kilowattstunde Strom nur 1 Kilowattstunde Wärme. Bei der WWK-I 300 Plus schaltet die Heizart „schnell“ zusätzlich 1.500 Watt Heizstab zu. Das lohnt sich nur bei großem Solarüberschuss. Wann ein Heizstab in der Wärmepumpe sinnvoll ist, erklärt ein eigener Beitrag.
Wird eine Brauchwasserwärmepumpe 2026 gefördert?
Eine Brauchwasserwärmepumpe allein erhält keinen Zuschuss aus der KfW-Heizungsförderung 458, weil diese nur Heizungsanlagen fördert. Zwei Ausnahmen gibt es. Bauen Sie gleichzeitig eine förderfähige Heizung ein, etwa eine Heizungswärmepumpe, können die Kosten der Brauchwasserwärmepumpe als Umfeldmaßnahme mitgefördert werden. Davon geht das Portal Energie-Fachberater nach Rücksprache mit der KfW aus (Stand 2024). Zweitens fördert das BAFA in der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) Brauchwasserwärmepumpen mit Ab- oder Fortluft als Wärmequelle, aber nur ergänzend zu einer neuen förderfähigen Lüftungsanlage. Das steht im KfW-Infoblatt zu den förderfähigen Maßnahmen (Version 11.0, gültig seit 16.09.2026).
Für die Gesamtmaßnahme Heizungstausch gelten seit dem 21.07.2026 diese Sätze:
- Grundförderung: 30 Prozent der förderfähigen Kosten.
- Klimageschwindigkeitsbonus: 16 Prozent für Selbstnutzende beim Austausch etwa einer Öl-, Kohle- oder Nachtspeicherheizung oder einer mindestens 20 Jahre alten Gasheizung.
- Einkommensbonus: 40, 30 oder 10 Prozent für Selbstnutzende mit bis zu 30.000, 40.000 oder 50.000 Euro zu versteuerndem Haushaltsjahreseinkommen. Mit kindergeldberechtigtem minderjährigem Kind steigen die Grenzen um 10.000 Euro.
- Obergrenze: 70 Prozent der förderfähigen Kosten, 80 Prozent nur bis 30.000 Euro Einkommen (40.000 Euro mit Kind).
Förderfähig sind bis zu 28.000 Euro für die erste Wohneinheit. Ab dem 01.02.2027 sinkt dieser Betrag auf 27.250 Euro und der Klimageschwindigkeitsbonus auf 12 Prozent. Lassen Sie die Einordnung der Brauchwasserwärmepumpe vor dem Antrag von Ihrer Energieeffizienz-Expertin bestätigen. Alle Details erklärt der Beitrag zur KfW-Förderung für Wärmepumpen.
Ohne BEG-Förderung bleibt die Steuerermäßigung für Handwerkerleistungen nach § 35a EStG. Sie beträgt 20 Prozent der Arbeitskosten, höchstens 1.200 Euro pro Jahr.
Wie lässt sich eine Brauchwasserwärmepumpe mit Heizungswärmepumpe oder Solarthermie kombinieren?
Eine Brauchwasserwärmepumpe ergänzt eine Heizungswärmepumpe sinnvoll, wenn die Heizung nur auf niedrige Vorlauftemperaturen ausgelegt werden soll. Eine Heizungswärmepumpe bereitet Warmwasser meist selbst über einen Speicher. Für 60 °C Warmwasser muss sie dann höhere Temperaturen erzeugen, und ihr COP sinkt. Eine separate Brauchwasserwärmepumpe trennt beide Aufgaben. Dafür fallen die Kosten für ein zweites Gerät an. Wie die Heizungsseite arbeitet, beschreibt der Beitrag zur Luft-Wasser-Wärmepumpe.
Mit Solarthermie lässt sich eine Brauchwasserwärmepumpe über einen Speicher mit Wärmetauscher koppeln. Die Austria Email Explorer EVO 3 270 gibt es etwa als Variante mit Wärmetauscher und 260 Litern Inhalt. Im Sommer liefern die Kollektoren einen Teil der Wärme, im Winter übernimmt die Wärmepumpe. Welche Kombinationen sich im Bestand bewähren, zeigt der Beitrag zu Wärmepumpe und Solarthermie.
Wo lässt sich eine Brauchwasserwärmepumpe aufstellen?
Eine Brauchwasserwärmepumpe braucht einen frostfreien Aufstellraum mit mindestens 20 Kubikmetern Volumen. Diesen Wert empfiehlt die Stiftung Warentest, und Viessmann fordert ihn im Datenblatt für den Umluftbetrieb. Geeignet sind Keller, Hauswirtschafts- oder Heizungsräume. Die Stiebel Eltron WWK-I Plus arbeitet bei Raumluft von +6 bis +43 °C.
Die Höhe entscheidet in niedrigen Kellern. Die Geräte im Test sind 1.812 bis 1.911 Millimeter hoch. Ein Testgerät verlangt laut Stiftung Warentest 2,20 Meter Mindestdeckenhöhe. Die Stiebel Eltron WWK-I 200 Plus misst dagegen nur 1.478 Millimeter. Achten Sie auch auf das Kippmaß beim Aufstellen.
Im Umluftbetrieb kühlt der Raum ab. Die Verbraucherzentrale nennt das als Nebeneffekt: Die Temperatur sinkt leicht, gleichzeitig wird der Raum entfeuchtet. Grenzt der Keller an Wohnräume, ist Außenluftbetrieb über Kanäle die Alternative.
Welche Temperatur schützt vor Legionellen?
Das Arbeitsblatt DVGW W 551 empfiehlt für Speicher in Ein- und Zweifamilienhäusern eine Reglertemperatur von 60 °C. Temperaturen unter 50 °C sollen in jedem Fall vermieden werden. Legionellen sind Bakterien, die sich in lauwarmem Wasser vermehren. Laut Stiftung Warentest sterben sie „zuverlässig erst bei 60 Grad Celsius“ ab.
Die Stiebel Eltron WWK-I Plus und die Viessmann Vitocal 262-A T2E erreichen laut Datenblatt 65 °C ohne Heizstab. Die Dimplex DHW 301P schafft 60 °C mit der Wärmepumpe und 65 °C mit Heizstab zur thermischen Desinfektion. Viele Geräte bieten einen Hygienemodus, der den Speicher 1-mal pro Woche aufheizt. Höhere Temperaturen senken den COP etwas, gehören aber zum sicheren Betrieb.
Welche Vor- und Nachteile hat eine Brauchwasserwärmepumpe?
Der zentrale Vorteil sind 69 Prozent weniger Stromkosten gegenüber einem Elektroboiler, der zentrale Nachteil die geringe Ersparnis neben einer laufenden Gasheizung. Die Tabelle fasst die geprüften Punkte zusammen.
| Vorteil | Nachteil |
|---|---|
| Ø 3,25 kWh Wärme je kWh Strom im Test | als reine Ergänzung zu Gas oft > 13 Jahre Amortisation |
| Amortisation rund 3 Jahre ggü. Elektroboiler (3 bis 5 Personen) | braucht ≥ 20 m³ Aufstellraum |
| einfacher Anschluss, z. B. Schukostecker (Stiebel) | Umluftbetrieb kühlt den Keller ab |
| nutzt PV-Überschuss ab rund 500 W | allein keine KfW-Heizungsförderung |
| Energielabel A+ (höchste Klasse der Skala A+ bis F) bei allen Testgeräten | Schallleistung laut Datenblättern bis 56,5 dB(A), im Raum hörbar |
Die Bilanz fällt dort positiv aus, wo heute Strom direkt Wasser erhitzt. Neben einer gut laufenden Gasheizung entscheidet vor allem der geplante Zeitpunkt des Heizungstauschs.
Häufige Fragen zur Brauchwasserwärmepumpe
Welche Warmwasser-Wärmepumpe ist die beste?
Als einziges Gerät im Test der Stiftung Warentest (Heft 7/2026) erhielt die Stiebel Eltron WWK-I 300 Plus das Urteil „sehr gut“ (1,5). Die übrigen 4 Testgeräte von Austria Email, Dimplex, Vaillant und Viessmann schnitten mit „gut“ ab. Welches Gerät passt, hängt zusätzlich von Speichergröße, Raumhöhe und Betriebsart ab.
Gibt es eine Brauchwasserwärmepumpe mit Heizungsunterstützung?
Nein, eine Brauchwasserwärmepumpe erwärmt nur Trinkwasser und gibt keine Wärme an die Heizung ab. Modelle mit Wärmetauscher im Speicher nehmen jedoch zusätzliche Wärme auf, etwa von Solarthermie oder einem Heizkessel. Für Raumwärme brauchen Sie eine Heizungswärmepumpe.
Gibt es eine Brauchwasserwärmepumpe ohne Speicher?
Nein, jede Brauchwasserwärmepumpe arbeitet mit einem Warmwasserspeicher, weil ihre Leistung für direktes Erhitzen nicht ausreicht. Mit rund 500 Watt würde sie fließendes Wasser kaum erwärmen. Der Speicher der hier genannten Modelle hält 200 bis 300 Liter vorrätig.
Kann ich eine Brauchwasserwärmepumpe im Altbau nachrüsten?
Ja, eine Brauchwasserwärmepumpe lässt sich im Bestandshaus nachrüsten, wenn ein geeigneter Raum mit mindestens 20 Kubikmetern vorhanden ist. Die Verbraucherzentrale sieht sie bei unsanierten Altbauten als möglichen ersten Schritt weg von fossiler Energie. Der Einbau kostet laut Stiftung Warentest rund 500 Euro.
Wie laut ist eine Brauchwasserwärmepumpe?
Die Stiebel Eltron WWK-I 300 Plus hat laut Datenblatt einen Schallleistungspegel von 56,5 dB(A). In 1 Meter Abstand im Freifeld entspricht das 51,5 dB(A). Herstellerwerte und die Messungen der Stiftung Warentest sind nicht direkt vergleichbar. Ein Keller oder Hauswirtschaftsraum ist deshalb der passende Aufstellort.
Erfüllt eine Brauchwasserwärmepumpe das Heizungsgesetz?
Ja, eine Brauchwasserwärmepumpe ist mit dem Heizungsgesetz vereinbar, weil sie als elektrische Wärmepumpe überwiegend Umweltwärme nutzt. Nach dem GEG 2024 galt die 65-Prozent-Regel auch für Anlagen, die nur Warmwasser bereiten, elektrische Wärmepumpen erfüllten sie. Seit dem 29.07.2026 ist diese Pflicht mit dem Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) ohnehin entfallen.
Stiftung Warentest (Heft 7/2026 und Meldung vom 19.10.2026); KfW (Heizungsförderung 458, Infoblatt förderfähige Maßnahmen Version 11.0); BAFA (Technische FAQ BEG); BDEW-Strompreisanalyse August 2026; Bundesnetzagentur (Einspeisevergütung); DVGW-Arbeitsblatt W 551; DIN EN 16147; Verbraucherzentrale Energieberatung; Herstellerdatenblätter Stiebel Eltron, Vaillant, Viessmann, Dimplex, Austria Email; Energie-Fachberater.


