Max Nestler
October 6, 2026
Lesezeit
11
Minuten
Wärmepumpe
Grundlagen

Beste Wärmepumpe 2026: Welche passt zu welchem Haus?

Die beste Wärmepumpe gibt es nicht pauschal, sondern nur passend zu Haus, Heizflächen und Grundstück. Selbst die Stiftung Warentest bescheinigt allen 5 Geräten ihres aktuellen Tests, auch einen Altbau beheizen zu können. Über die Effizienz im Alltag entscheiden vor allem Vorlauftemperatur, Auslegung und Einbau.

Inhaltsverzeichnis
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Das Wichtigste in Kürze

  • Die beste Wärmepumpe gibt es nicht pauschal, sie muss zu Vorlauf, Heizlast und Grundstück passen.
  • Rund 95 % der 2025 verkauften Heizungswärmepumpen waren Luft-Wasser-Geräte (BDH).
  • Stiftung Warentest 10/2025: Testsieger Viessmann Vitocal 250-A mit gut (2,0), laut Fachportalen Spanne bis befriedigend (2,8).
  • Warentest-Ergebnisse von 2023 und 2024 sind nicht mit 2025 vergleichbar.
  • Fraunhofer-ISE-Feldtest (77 Anlagen): JAZ Ø 3,4 Luft-Wasser, Ø 4,3 Erdreich, kein Zusammenhang mit dem Baujahr.
  • BEG-Mindestwerte: ηs ≥ 125 % bei 55 °C (Luft), Schall 10 dB unter Ökodesign, z. B. max. 60 dB(A) bei 6–12 kW.
  • Ab 01.01.2028 fördert die BEG nur Wärmepumpen mit natürlichen Kältemitteln wie R290.
  • KfW 458 seit 21.07.2026: 30 % Grundförderung, bis 70 % (80 %) von max. 28.000 € förderfähigen Kosten.

Welche Wärmepumpe passt zu welchem Haus?

Für die meisten Bestandshäuser passt eine Luft-Wasser-Wärmepumpe, eine Sole-Wasser-Wärmepumpe lohnt sich vor allem bei geeignetem Grundstück und genehmigter Bohrung. Der Markt bildet das ab: 2025 waren laut Heizungsindustrieverband BDH 283.000 von 299.000 verkauften Heizungswärmepumpen Luft-Wasser-Geräte. Das sind knapp 95 %. Für die Wahl entscheiden 3 Faktoren: die nötige Vorlauftemperatur, Platz und Abstand im Außenbereich sowie die Erlaubnis und die Kosten einer Bohrung.

AusgangslageHeizflächen und VorlaufPassende WärmepumpeWorauf es ankommt
Neubau oder sanierter BestandFußbodenheizung, ca. 35 °CLuft-Wasserηs bei 35 °C, Schall
Bestand mit Heizkörpernhöchstens 55 °C am kältesten TagLuft-Wasser mit R290ηs bei 55 °C, Heizkörpercheck
Bestand mit hohem Vorlaufüber 55 °C nötigerst Heizkörper oder Hülle prüfenVorlauf senken vor Gerätewahl
Großes Grundstück, Bohrung erlaubtbeliebig, ideal niedrigSole-WasserBohrkosten, Genehmigung
Reihenhaus, enge Bebauungbeliebigleise Luft-Wasser oder Sole-WasserSchallleistung, Aufstellort
Sehr geringe HeizlastLuftheizung möglichLuft-LuftWarmwasser separat lösen

Kurz eingeordnet: Die Tabelle beginnt beim Haus, nicht bei der Marke. Bei Luft-Wasser-Geräten mit dem Kältemittel R290 (Propan) erreichen einzelne Modelle laut Herstellerangaben bis 75 °C Vorlauf. Die Effizienz sinkt bei so hohen Temperaturen aber deutlich. Wer über 55 °C braucht, prüft zuerst größere Heizkörper oder eine Dämmmaßnahme. Bei der Sole-Wasser-Wärmepumpe nutzt eine Erdsonde die Wärme im Boden. Die Bohrung kostet laut ADAC rund 8.000 bis 16.000 Euro. Sie muss der Wasserbehörde 1 Monat vor Beginn angezeigt werden (§ 49 Wasserhaushaltsgesetz), oft braucht sie zusätzlich eine Erlaubnis. Die Technik beider Systeme erklären die Beiträge Luft-Wasser-Wärmepumpe und Sole-Wasser-Wärmepumpe.

Welche Wärmepumpe ist die beste für den Altbau?

Für den Altbau ist die Wärmepumpe am besten, die zur nötigen Vorlauftemperatur passt, nicht ein spezielles Altbau-Modell. Das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme (ISE) hat im Projekt „Wärmepumpen-Qualitätssicherung im Bestand“ 77 Anlagen 4 Jahre lang gemessen. Die Häuser stammen aus den Baujahren 1826 bis 2001. Ein Zusammenhang zwischen Baujahr und Effizienz ließ sich nicht feststellen. Ausreichend große Heizkörper liefen im Mittel mit ähnlich niedrigen Temperaturen wie Fußbodenheizungen.

Prüfen Sie deshalb 3 Punkte vor der Gerätewahl:

1. Heizlast: raumweise berechnen lassen, nicht vom alten Kessel ableiten.

2. Heizkörper: auf ihre Leistung bei 55 °C oder weniger prüfen.

3. Engpassräume: einzelne zu kleine Heizkörper gezielt tauschen.

Woran erkennen Sie eine gute Wärmepumpe?

Eine gute Wärmepumpe erkennen Sie an 6 messbaren Kriterien: Effizienz bei 35 und 55 °C, Schall, Kältemittel, Vorlauftemperatur, Modulation und Netzsteuerung. Für 4 davon stellt die Förderung feste Mindestanforderungen. Die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) verlangt diese technischen Mindestanforderungen für den KfW-Zuschuss 458. Die Effizienz zeigt der Wert ηs (ETAs), die jahreszeitbedingte Raumheizungs-Energieeffizienz in Prozent. In Prozent entspricht er grob dem SCOP, der genormten Jahreseffizienz, geteilt durch 2,5, abzüglich weniger Prozentpunkte.

KriteriumMessgrößeSchwelleGrundlage
Effizienz Heizkörperηs bei 55 °CLuft ≥ 125 %, Sole ≥ 140 %BEG-Mindestanforderung
Effizienz Fußbodenheizungηs bei 35 °CLuft ≥ 145 %, Sole ≥ 180 %BEG-Mindestanforderung
Schall außenSchallleistung LWA6–12 kW: max. 60 dB(A)Ökodesign minus 10 dB
KältemittelTreibhauspotenzialnatürlich, z. B. R290BEG ab 01.01.2028
NetzsteuerungSchnittstellesteuerbar nach § 14a EnWGBEG, Bundesnetzagentur

Kurz eingeordnet: Die Schwellen sind Mindestwerte, keine Gütesiegel. Die Energieklasse A+++ beginnt bei 175 % (35 °C) und 150 % (55 °C) nach EU-Verordnung 811/2013. Die Schallgrenze ergibt sich aus der Ökodesign-Verordnung 813/2013. Sie erlaubt außen 65 dB(A) bis 6 kW, 70 dB(A) bis 12 kW und 78 dB(A) bis 30 kW. Seit dem 01.01.2026 müssen geförderte Geräte mindestens 10 dB darunter liegen, also bei höchstens 55, 60 oder 68 dB(A). Bis Ende 2025 reichten 5 dB. Das Landesamt für Umwelt Bayern empfiehlt für moderne Einfamilienhäuser mit niedrigem Wärmebedarf Geräte mit höchstens 50 dB(A) Schallleistung. Kosten und Kaufpunkte fasst der Beitrag Luftwärmepumpe zusammen.

Welche Rolle spielen Kältemittel und Netzsteuerung?

Kältemittel und Netzsteuerung entscheiden, ob ein Gerät förderfähig bleibt und künftig flexibel betrieben werden kann. Nach der EU-F-Gase-Verordnung 2024/573 dürfen Monoblock-Geräte bis 12 kW mit einem Treibhauspotenzial (GWP) ab 150 ab dem 01.01.2027 nicht mehr neu in Verkehr kommen. Das betrifft etwa R32 mit einem GWP von 675. R290 liegt nahe null. Ab dem 01.01.2028 fördert die BEG nur noch Wärmepumpen mit natürlichen Kältemitteln. Neue Wärmepumpen über 4,2 kW müssen seit dem 01.01.2024 nach § 14a Energiewirtschaftsgesetz vom Netzbetreiber steuerbar sein. Ab dem 01.07.2027 verlangt die BEG dafür ein standardisiertes Format, zum Beispiel EEBUS.

Wie wichtig ist die Modulation? Das 42watt-Rechenbeispiel

Die Modulation ist wichtig, weil eine Wärmepumpe an milden Tagen nur einen Bruchteil ihrer Nennleistung liefern muss. Modulation bedeutet, dass der Verdichter seine Leistung stufenlos anpasst. Kann das Gerät nicht weit genug herunterregeln, schaltet es häufig ein und aus. Dieses Takten kostet Effizienz. Das Fraunhofer ISE fand im Feldtest viele überdimensionierte Anlagen und teils sehr hohe Schalthäufigkeiten.

Annahmen: Heizlast 8 kW bei −12 °C Außentemperatur, 20 °C Raumtemperatur, linearer Verlauf ohne Sonnen- und Personenwärme. Bei +7 °C braucht das Haus dann 8 × 13 ÷ 32 = 3,25 kW. Bei +10 °C sind es 2,5 kW. Die kleinste Heizleistung der Wärmepumpe sollte deshalb deutlich unter 3 kW liegen. Fragen Sie den Fachbetrieb nach diesem Wert bei 7 °C Außentemperatur im Datenblatt.

Was zeigen die Wärmepumpen-Tests 2025 und 2026?

Den aktuellen Test von Luft-Wasser-Wärmepumpen hat die Stiftung Warentest in Heft 10/2025 veröffentlicht, ein neuerer Test lag bis Anfang Oktober 2026 nicht vor. Getestet wurden 5 Geräte für Einfamilienhäuser. Die Prüfung lief bei Außentemperaturen von +12 bis −15 °C. Für Heizkörper galt ein Vorlauf von 55 °C bei −10 °C. Im Juni 2026 erschien in Heft 7/2026 nur ein Test von Brauchwasser-Wärmepumpen für Warmwasser.

Gerät (Test 10/2025)Qualitätsurteil laut Hersteller und FachportalenListenpreis ohne Montage laut Testauswertungen
Viessmann Vitocal 250-Agut (2,0)20.354 €
Alpha-Innotec Hybrox 11gut (2,2)18.558 €
Stiebel Eltron WPL-A 10.2 Plusgut (2,2)19.038 €
Vaillant aroTHERM plusgut (2,3)19.729 €
Mitsubishi Electric Set 13.10befriedigend (2,8)14.500 €

Kurz eingeordnet: Die Note 2,0 des Testsiegers bestätigt der Hersteller mit dem Testsiegel. Die übrigen Noten und Preise stammen aus Testauswertungen von Fachportalen, der vollständige Test liegt hinter einer Bezahlschranke. Die Unterschiede zeigten sich laut Stiftung Warentest vor allem bei der Effizienz und in kälteren Klimazonen. Zwischen Testsieger und Schlusslicht liegen mehrere Hundert Euro Stromkosten pro Jahr. Ältere Tests von 2023 und 2024 sind laut Stiftung Warentest nicht mit 2025 vergleichbar, weil sich das Prüfprogramm geändert hat. Ranglisten, die alle Jahrgänge mischen, sind deshalb nicht aussagekräftig. Herstellerwerte im Vergleich zeigt der Beitrag effizienteste Wärmepumpen.

Was zeigt der Feldtest des Fraunhofer ISE?

Der Feldtest des Fraunhofer ISE zeigt im Bestand eine mittlere Jahresarbeitszahl von 3,4 bei Luft-Wasser- und 4,3 bei Erdreich-Wärmepumpen. Die Jahresarbeitszahl (JAZ) gibt an, wie viele kWh Wärme eine Wärmepumpe im realen Jahr pro kWh Strom liefert. Gemessen wurden 61 Luft-Wasser- und 16 Erdreich-Anlagen. Die Spanne reichte bei Luft-Wasser von 2,6 bis 4,9, bei Erdreich von 3,6 bis 5,4. Der elektrische Heizstab hatte bei Luft-Wasser-Anlagen nur 1,3 % Anteil am Stromverbrauch. Danny Günther, Teamleiter am Fraunhofer ISE, fasst zusammen: „Die Ergebnisse zeigen eindeutig, dass Wärmepumpen auch in älteren Gebäuden effizient betrieben werden können und dass sie klimaschonend heizen, ohne dass die Gebäude auf Neubaustandard saniert werden müssen.“

Welche Irrtümer über die beste Wärmepumpe halten sich?

5 Irrtümer halten sich hartnäckig: Testsieger, Laborwert, Preis, Baujahr und Größe gelten oft als Beleg für die beste Wärmepumpe. Die Messdaten von Stiftung Warentest und Fraunhofer ISE zeigen ein anderes Bild.

IrrtumWas die Daten zeigenQuelle
Der Testsieger passt überallAlle 5 Testgeräte können einen Altbau beheizenStiftung Warentest 10/2025
Hoher COP heißt sparsamFeld-JAZ reicht von 2,6 bis 4,9Fraunhofer ISE 2025
Teuer ist besserNote folgt dem Gerätepreis nur teilweise, Gesamtangebote streuen stärkerStiftung Warentest 10/2025, VZ RLP
Altbau braucht SpezialgerätKein Zusammenhang zwischen Baujahr und EffizienzFraunhofer ISE 2025
Größer ist sichererViele Anlagen überdimensioniert, häufiges TaktenFraunhofer ISE 2025

Kurz eingeordnet: Der COP (Leistungszahl) ist ein Laborwert an einem einzelnen Messpunkt, etwa 7 °C Außenluft und 35 °C Vorlauf. Die JAZ misst dagegen das ganze Jahr im echten Haus. Eine frühere Auswertung des Fraunhofer ISE fand eine Korrelation „ausschließlich“ zwischen JAZ und Heizkreistemperatur. Auch der Preis erklärt die Note nur teilweise. Laut den Testauswertungen wurde das Gerät mit dem höchsten Listenpreis Testsieger und das günstigste Schlusslicht, dazwischen folgte die Note nicht durchgehend dem Preis. Komplette Angebote für Einfamilienhäuser lagen laut Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz zwischen 20.000 und über 60.000 Euro, im Schnitt bei rund 36.000 Euro. Der Gesamtpreis hängt damit stark von Haus, Planung und Einbau ab, nicht nur vom Gerät. Preiswerte Wege zeigt der Beitrag günstige Wärmepumpe.

Wie viel kostet eine schlechte Jahresarbeitszahl? Das 42watt-Rechenbeispiel

Bei 18.000 kWh Wärmebedarf liegen zwischen der niedrigsten und der höchsten Jahresarbeitszahl der Luft-Wasser-Anlagen im Feldtest rund 780 Euro Stromkosten pro Jahr. Annahmen: 18.000 kWh Wärmebedarf für Heizung und Warmwasser, Wärmepumpentarif 24 Cent pro kWh laut Marktcheck der Verbraucherzentrale NRW (02/2026), ohne Grundpreis. Strombedarf ist Wärmebedarf geteilt durch JAZ.

JAZ (Fraunhofer ISE)StrombedarfStromkosten pro Jahr
2,6 (Luft-Wasser, Minimum)6.923 kWh1.662 €
3,4 (Luft-Wasser, Mittel)5.294 kWh1.271 €
4,3 (Erdreich, Mittel)4.186 kWh1.005 €
4,9 (Luft-Wasser, Maximum)3.673 kWh882 €

Kurz eingeordnet: Die Spanne im Feld entsteht in unterschiedlichen Häusern mit unterschiedlicher Planung. Sie zeigt, wie stark Vorlauftemperatur, Auslegung und Einbau die Stromkosten beeinflussen, neben der Wahl des Geräts. Über 20 Jahre summieren sich 391 Euro Unterschied zwischen JAZ 2,6 und 3,4 auf rund 7.800 Euro, ohne Preissteigerung gerechnet. Wie lange Geräte und Verdichter halten, zeigt der Beitrag Lebensdauer Wärmepumpe.

Welche Förderung gibt es 2026 für eine Wärmepumpe?

Für eine neue Wärmepumpe zahlt die KfW seit dem 21.07.2026 im Programm 458 eine Grundförderung von 30 %, mit Boni bis zu 70 % der förderfähigen Kosten. Förderfähig sind bei der 1. Wohneinheit höchstens 28.000 Euro. 3 Bausteine kommen zusammen:

  • Grundförderung: 30 % für alle Antragstellenden.
  • Klimageschwindigkeitsbonus: 16 % für Selbstnutzende, zum Beispiel beim Tausch einer funktionstüchtigen Öl-, Kohle- oder Nachtspeicherheizung oder einer mindestens 20 Jahre alten Gasheizung.
  • Einkommensbonus: 40, 30 oder 10 % bis 30.000, 40.000 oder 50.000 Euro zu versteuerndem Haushaltseinkommen, mit Kindern einmalig 10.000 Euro mehr.

Die Obergrenze liegt bei 70 %. Bei einem zu versteuernden Einkommen bis 30.000 Euro, mit Familienzuschlag bis 40.000 Euro, sind 80 % möglich. Ab dem 01.02.2027 sinkt der Klimageschwindigkeitsbonus halbjährlich um 4 Prozentpunkte. Die förderfähigen Kosten sinken ab dann halbjährlich um 750 Euro. Den früheren Effizienzbonus für natürliche Kältemittel gibt es seit dem 21.07.2026 nicht mehr. Das Gerät muss die genannten technischen Mindestanforderungen erfüllen.

Häufige Fragen zur besten Wärmepumpe

Welche Wärmepumpe ist Testsieger 2026?

Aktueller Testsieger der Stiftung Warentest ist die Viessmann Vitocal 250-A mit „gut (2,0)“ aus Heft 10/2025. Einen neueren Test von Luft-Wasser-Wärmepumpen gab es bis Anfang Oktober 2026 nicht. Der Testsieger ist ein gutes Gerät, aber nicht automatisch das passende für jedes Haus.

Sind Wärmepumpen mit 70 oder 75 °C Vorlauf besser für den Altbau?

Nein, ein hoher möglicher Vorlauf ist eine Reserve, kein Qualitätsmerkmal. Jedes Grad mehr Vorlauf senkt die Effizienz. Besser ist, die nötige Vorlauftemperatur durch passende Heizkörper auf höchstens 55 °C zu senken.

Ist eine Sole-Wasser-Wärmepumpe besser als eine Luft-Wasser-Wärmepumpe?

Eine Sole-Wasser-Wärmepumpe arbeitet im Mittel effizienter, kostet durch die Bohrung aber deutlich mehr. Im Fraunhofer-Feldtest lag sie bei einer JAZ von 4,3 statt 3,4. Ob sich die 8.000 bis 16.000 Euro für die Bohrung rechnen, hängt von Wärmebedarf und Genehmigung ab.

Wie laut darf eine Wärmepumpe sein?

Eine geförderte Luft-Wärmepumpe mit 6 bis 12 kW darf außen höchstens 60 dB(A) Schallleistung haben. Das ist der Ökodesign-Grenzwert von 70 dB(A) minus 10 dB. Für moderne Einfamilienhäuser mit niedrigem Wärmebedarf empfiehlt das Landesamt für Umwelt Bayern höchstens 50 dB(A).

Quellen & Belege

Stiftung Warentest (Wärmepumpen im Test, Heft 10/2025, 23.09.2025; Test 8/2024; Brauchwasserwärmepumpen im Test, Heft 7/2026, 19.06.2026); Fachportale autarc.energy und enter.de (Noten und Listenpreise Test 10/2025); Viessmann (Testsiegel Vitocal 250-A, 2025); Fraunhofer ISE (Pressemitteilung WP-QS im Bestand, 03.11.2025; Effizienzanalyse von Wärmepumpen im Bestand, Chillventa 2020); dena Gebäudeforum klimaneutral (Förderung von Wärmepumpen, Stand 09/2026); KfW Merkblatt 458 (gültig ab 24.09.2026); Verordnung (EU) Nr. 813/2013 Anhang II; Verordnung (EU) Nr. 811/2013; Verordnung (EU) 2024/573; Bundesnetzagentur (Steuerbare Verbrauchseinrichtungen, § 14a EnWG); Landesamt für Umwelt Bayern (Lärmschutz bei Luft-Wärmepumpen); BDH (Absatzzahlen 2025, 31.01.2026); ADAC (Wärmepumpe Kosten, 21.07.2026); Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz und Stiftung Warentest (Angebotsauswertung, 25.06.2025); Verbraucherzentrale NRW (Marktcheck Wärmepumpentarife, 02/2026); § 49 WHG.