Max Nestler
March 16, 2026
Lesezeit
7
Minuten
Sanierungsfahrplan
Arten & Systemleistung

Individueller Sanierungsfahrplan (iSFP): energetische Sanierung mit Köpfchen

Steigende Energiekosten, neue gesetzliche Anforderungen und der Wunsch nach mehr Wohnkomfort – die energetische Sanierung von Bestandsgebäuden steht heute mehr denn je im Fokus. Doch wie navigiert man durch den Dschungel an Sanierungsoptionen und Fördermöglichkeiten? Die Antwort: Mit einem individuellen Sanierungsfahrplan (iSFP).

Der iSFP ist Ihr persönlicher Kompass für die energetische Modernisierung Ihrer Immobilie. Er zeigt den optimalen Weg zu einem energieeffizienten Gebäude, berücksichtigt dabei Ihre finanziellen Möglichkeiten und sichert Ihnen zusätzliche Fördergelder.

In diesem Artikel erfahren Sie alles, was Sie über den individuellen Sanierungsfahrplan wissen müssen – von der Definition über die Erstellung bis hin zu konkreten Kosten und Fördermöglichkeiten.

Wichtig: Aufgrund politischer Unsicherheiten und einem möglichen Regierungswechsel könnte die iSFP-Förderung 2025 verändert oder eingestellt werden. Experten raten dazu, Förderanträge zeitnah einzureichen, auch wenn die Sanierungsarbeiten erst später beginnen sollen.

Inhaltsverzeichnis
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Was ist ein individueller Sanierungsfahrplan (iSFP)?

Der individuelle Sanierungsfahrplan (iSFP) ist ein speziell für Ihr Gebäude erstelltes Konzept, das einen optimalen Weg zur energetischen Sanierung aufzeigt. Er wurde 2017 vom damaligen Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (heute Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz) entwickelt, um Immobilienbesitzern eine klare Orientierung für die energetische Modernisierung zu bieten.

Im Rahmen einer umfassenden Energieberatung analysiert ein qualifizierter Energieberater den aktuellen Zustand Ihres Gebäudes und erstellt darauf basierend einen Stufenplan. Dieser zeigt auf, welche Sanierungsmaßnahmen in welcher Reihenfolge sinnvoll sind – sowohl aus energetischer als auch aus wirtschaftlicher Sicht.

Die Kernelemente eines iSFP

Ein individueller Sanierungsfahrplan besteht aus zwei zentralen Dokumenten:

  • "Mein Sanierungsfahrplan": Enthält eine detaillierte Darstellung des energetischen Ist-Zustands des Gebäudes und der geplanten Sanierungsschritte.
  • "Umsetzungshilfe für meine Maßnahmen": Bietet konkrete Handlungsanleitungen zur praktischen Umsetzung der empfohlenen Maßnahmen.

Diese Dokumente werden vom Energieberater mithilfe einer speziellen Bilanzierungssoftware erstellt und als PDF-Dateien bereitgestellt. Wichtig: Ab dem 13. Juni 2025 müssen iSFP in der Druckapplikations-Version 2.5.x erstellt werden. Sie sind bewusst verständlich aufbereitet, damit auch Nicht-Fachleute einen guten Überblick gewinnen.

Das Farbsystem im iSFP: Energiebedarf auf einen Blick verstehen

Ein besonders anschauliches Element des individuellen Sanierungsfahrplans ist die farbliche Darstellung des Energiebedarfs. Durch ein intuitives Ampelsystem können Gebäudeeigentümer den energetischen Zustand ihrer Immobilie sofort erfassen und die Wirksamkeit der empfohlenen Maßnahmen einschätzen.

Wie funktioniert die Farbskala?

Im iSFP werden sowohl einzelne Gebäudebauteile als auch der Gesamtzustand des Gebäudes mittels einer Farbskala bewertet. Diese reicht von Dunkelrot (sehr schlecht) bis Dunkelgrün (sehr gut) und orientiert sich an den bekannten Energieeffizienzklassen. Das Farbsystem visualisiert verständlich, wo die größten energetischen Schwachstellen liegen und welches Verbesserungspotenzial besteht.

Diese farbliche Visualisierung macht komplexe energetische Zusammenhänge leicht verständlich. Sie zeigt auf einen Blick, wo die größten Einsparpotenziale liegen und hilft dabei, sinnvolle Prioritäten bei der Sanierung zu setzen. Besonders wertvoll ist die Darstellung der Veränderungen: Durch den Vergleich des Ist-Zustands mit dem Ziel-Zustand nach Umsetzung der Maßnahmen wird der positive Effekt der Sanierung anschaulich sichtbar.

Der Farbenvergleich im iSFP macht deutlich, wie sich der energetische Zustand des Gebäudes durch die empfohlenen Maßnahmen verbessern wird – vom roten in den grünen Bereich. Diese intuitive Visualisierung motiviert viele Eigentümer, die Sanierungsmaßnahmen tatsächlich umzusetzen, da der potenzielle Nutzen sofort erkennbar wird.

Vorteile eines individuellen Sanierungsfahrplans

Der iSFP bietet zahlreiche Vorteile, die weit über eine reguläre Energieberatung hinausgehen:

  • Systematische Planung: Vermeidung von Doppelarbeiten durch optimal aufeinander abgestimmte Maßnahmen
  • Kostenoptimierung: Synergien zwischen verschiedenen Sanierungsschritten werden genutzt
  • Fördermitteloptimierung: Maximale Ausschöpfung staatlicher Unterstützung
  • Langfristige Perspektive: 15-Jahres-Planung für nachhaltige Gebäudemodernisierung

Besonders hervorzuheben ist der sogenannte iSFP-Bonus: Wenn Sie innerhalb von 15 Jahren nach Erstellung des Sanierungsfahrplans eine darin empfohlene Maßnahme durchführen, erhalten Sie einen zusätzlichen Förderbonus von 5 Prozent im Rahmen der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG).

Einsparpotenzial: Typische Maßnahmen aus einem iSFP können den Endenergiebedarf um bis zu 70% und den CO₂-Ausstoß um bis zu 85% senken.

Wer kann einen individuellen Sanierungsfahrplan erstellen lassen?

Ein iSFP ist für folgende Gebäudetypen möglich:

  • Ein- und Zweifamilienhäuser
  • Mehrfamilienhäuser
  • Wohnungseigentümergemeinschaften (WEGs)

Voraussetzungen für die Förderung des iSFP

Die Berechtigung für eine BAFA-Förderung ist an bestimmte Kriterien geknüpft. Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die wichtigsten Voraussetzungen:

Voraussetzung Details Hinweise
Gebäude­alter Mindestens 10 Jahre alt Bauantrag oder Bauanzeige muss mindestens 10 Jahre zurückliegen
Gebäude­nutzung Überwiegend Wohnzwecke Mindestens 50% der Fläche muss zu Wohnzwecken genutzt werden
Standort Deutschland Gebäude muss sich auf dem Gebiet der Bundesrepublik Deutschland befinden
Antrags­berechtigung Eigentümer oder Bevollmächtigte Eigentümer, WEG, Mieter/Pächter mit Erlaubnis, Nießbrauchsberechtigte
Energie­berater BAFA-zugelassen Muss in der Energieeffizienz-Expertenliste für "Energieberatung Wohngebäude" gelistet sein

Ablauf: In 6 Schritten zum individuellen Sanierungsfahrplan

Die Erstellung eines individuellen Sanierungsfahrplans folgt einem strukturierten Prozess:

1. Energieberater finden und beauftragen

Für die Erstellung eines förderfähigen iSFP müssen Sie einen vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) zugelassenen Energieberater beauftragen. Qualifizierte Experten finden Sie in der offiziellen Energieeffizienz-Expertenliste.

Wichtig: Der Energieberater muss zwingend in der Energieeffizienz-Expertenliste in der Kategorie "Energieberatung für Wohngebäude" gelistet sein und für das BAFA-Förderprogramm "Energieberatung für Wohngebäude (EBW)" zugelassen sein.

2. Förderantrag stellen

Wichtige Änderung ab April 2025: Das Antragsverfahren hat sich grundlegend geändert!

  • Sie als Hausbesitzer müssen den Antrag selbst online beim BAFA stellen (nicht mehr der Energieberater)
  • Sie können dem Energieberater eine Vollmacht erteilen, damit er Sie im Förderverfahren vertritt
  • Die Zahlungsermächtigung wurde abgeschafft - die Förderung wird ausschließlich auf Ihr Konto ausgezahlt

3. Vor-Ort-Begehung und Analyse

Bei einem Termin vor Ort untersucht der Energieberater den energetischen Zustand Ihres Gebäudes. Dabei werden alle relevanten Bauteile wie Wände, Dach, Fenster, Keller sowie die Heizungs- und Lüftungstechnik erfasst und bewertet. Eine Vor-Ort-Begehung ist obligatorisch.

4. Entwicklung von Sanierungsvorschlägen

Auf Basis der Analyse entwickelt der Energieberater verschiedene Sanierungsszenarien und bespricht diese mit Ihnen. Dabei werden Ihre individuellen Wünsche, finanziellen Möglichkeiten und zeitlichen Vorstellungen berücksichtigt.

5. Erstellung des iSFP

Der Energieberater erstellt die beiden zentralen Dokumente des iSFP mittels der speziellen iSFP-Druckapplikation und bespricht diese mit Ihnen in einem abschließenden Beratungstermin. In diesem Gespräch werden alle offenen Fragen geklärt und das weitere Vorgehen besprochen.

6. Umsetzung und Förderung

Mit dem fertigen iSFP können Sie nun die empfohlenen Maßnahmen Schritt für Schritt umsetzen. Für jede Maßnahme können Sie separate Förderanträge stellen und dabei vom iSFP-Bonus profitieren.

  • Baujahr des Hauses
  • Informationen zum genutzten Heizsystem
  • Fotos des Gebäudeplans und der Baubeschreibung
  • Fotos Ihrer Heizungsanlage
  • Verbrauchsübersicht der Heizung der letzten drei Jahre
  • Ihre Vorteile mit dem iSFP von 42watt
    Vorteile
    • Individuell auf Ihre Immobilie zugeschnittenes Sanierungskonzept
    • Unabhängige Beratung ohne Bevorzugung bestimmter Marken oder Hersteller
    • Schnelles Angebot innerhalb weniger Stunden nach Ihrer Anfrage
    • Fertiger iSFP bereits nach etwa 14 Tagen
    • Zusätzliche 5% Förderung bei Umsetzung der empfohlenen Maßnahmen
    • Professionelle Unterstützung durch zertifizierte Energieeffizienz-Experten

    Kosten und Förderung eines iSFP

    Kosten der Erstellung

    Die Kosten für einen individuellen Sanierungsfahrplan variieren je nach Größe und Komplexität des Gebäudes. Die folgende Übersicht zeigt die aktuellen Kosten und Förderbedingungen:

    Gebäudetyp Kosten brutto BAFA-Förderung Max. Förderung Eigenanteil
    Einfamilienhaus 1.000 - 2.100 € 50% 650 € 500 - 1.450 €
    Zweifamilienhaus 1.200 - 2.300 € 50% 650 € 550 - 1.650 €
    Mehrfamilienhaus (ab 3 WE) ab 1.300 € 50% 850 € ab 650 €
    WEG-Erläuterung - Zusatzförderung 250 € -

    Änderung der Fördersätze: Die Reduzierung von 80% auf 50% erfolgte bereits mit der neuen Richtlinie vom 1. Juli 2023, nicht erst im August 2024.

    Förderung der empfohlenen Maßnahmen

    Bei der Umsetzung der im iSFP empfohlenen Maßnahmen profitieren Sie von diversen Fördervorteilen. Die nachstehende Tabelle verdeutlicht die finanziellen Unterschiede:

    Förderaspekt Ohne iSFP Mit iSFP Vorteil
    Grundförderung 15% 15% -
    iSFP-Bonus - +5% +5%
    Gesamtförderung 15% 20% +33%
    Förderfähige Kosten 30.000 € 60.000 € +100%
    Max. Förderung 4.500 € 12.000 € +7.500 €

    Förderfähige Maßnahmen mit iSFP-Bonus

    Der iSFP-Bonus von 5 Prozentpunkten gilt für verschiedene energetische Sanierungsmaßnahmen. Hier eine Übersicht der wichtigsten Bereiche:

    Maßnahmenkategorie Beispiele Förderung iSFP-Bonus
    Gebäudehülle Dämmung Außenwände, Dach, Geschossdecken, Bodenflächen 15% +5%
    Fenster & Türen Erneuerung Fenster, Außentüren, -tore 15% +5%
    Sommerlicher Wärmeschutz Optimale Tageslichtversorgung, Sonnenschutz 15% +5%
    Lüftungsanlagen Einbau/Erneuerung raumlufttechnischer Anlagen mit Wärmerückgewinnung 15% +5%
    Smart Home Digitale Systeme zur Betriebs- und Verbrauchsoptimierung 15% +5%
    Heizungsoptimierung Hydraulischer Abgleich, Austausch Heizungspumpen 15% +5%
    Heizungstausch Wärmepumpen, Solarthermieanlagen, Biomassekessel 30-70% Kein Bonus

    Wirtschaftlichkeitsbetrachtung

    Beispielrechnung für Einfamilienhaus:

    • iSFP-Kosten: 1.800 Euro (nach Förderung: ca. 1.150 Euro)
    • Erhöhte Förderfähigkeit: 60.000 Euro statt 30.000 Euro
    • Zusätzlicher iSFP-Bonus: 5 Prozentpunkte = bis zu 3.000 Euro extra
    • Netto-Vorteil: mindestens 1.850 Euro zusätzliche Förderung

    Zusätzliche Förderungen und Zeitrahmen

    Wohnungseigentümergemeinschaften (WEG)

    WEGs erhalten zusätzlich 250 Euro, wenn die Beratungsergebnisse in einer Eigentüversammlung oder Beiratssitzung vorgestellt werden.

    Fristen und Gültigkeitsdauer

    Für die erfolgreiche Nutzung des iSFP sind verschiedene Fristen zu beachten:

    Phase Zeitraum Wichtige Hinweise
    Antragstellung bis Bewilligung ca. 1-2 Wochen Online-Antrag beim BAFA vor Beratungsbeginn
    Bewilligungszeitraum 9 Monate Zeit für Durchführung der Energieberatung
    Verwendungsnachweis 3 Monate Nach Ablauf des Bewilligungszeitraums
    WEG-Erläuterung 2 Jahre Bewilligungszeitraum für WEG-Zusatzförderung
    iSFP-Bonus-Gültigkeit 15 Jahre Zeitraum für Umsetzung der Maßnahmen mit Bonus
    Druckapplikation-Update Ab 13. Juni 2025 Verpflichtende Nutzung der Version 2.5.x

    Kombinationsmöglichkeiten

    Bei gleichzeitiger Umsetzung von Heizungstausch und Effizienzmaßnahmen können in Summe bis zu 90.000 Euro förderfähige Ausgaben pro Wohneinheit erreicht werden.

    Fazit: Lohnt sich ein individueller Sanierungsfahrplan?

    Ein individueller Sanierungsfahrplan ist eine lohnende Investition für Immobilienbesitzer, die ihr Gebäude energetisch sanieren möchten. Die anfänglichen Kosten für die Erstellung amortisieren sich in der Regel schnell durch:

    • Erhöhte Fördergelder bei der Umsetzung der Maßnahmen
    • Einsparpotenziale durch die optimale Reihenfolge der Sanierungsschritte
    • Vermeidung von Fehlplanungen und späteren Zusatzkosten
    • Langfristige Reduzierung der Energiekosten um bis zu 70%

    Besonders für Eigentümer, die eine schrittweise Sanierung über mehrere Jahre planen, bietet der iSFP eine wertvolle Orientierung und finanzielle Vorteile. Die intelligente Kombination von Sanierungsmaßnahmen und Fördermitteln durch einen iSFP ist der Schlüssel zu einer nachhaltigen und wirtschaftlichen energetischen Modernisierung.

    Angesichts der politischen Unsicherheiten sollten Sie zeitnah einen iSFP erstellen lassen, um sich die aktuellen Förderbedingungen für die nächsten 15 Jahre zu sichern.

    Starten Sie jetzt Ihren Weg zur energieeffizienten Immobilie mit einem individuellen Sanierungsfahrplan – für mehr Wohnkomfort, niedrigere Energiekosten und einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz.

    Häufig gestellte Fragen zum individuellen Sanierungsfahrplan

    Wie lange ist ein iSFP gültig? +

    Der iSFP-Bonus kann bis zu 15 Jahre nach Erstellung des Sanierungsfahrplans in Anspruch genommen werden. Dies bedeutet, dass Sie innerhalb dieses Zeitraums jede im iSFP empfohlene Maßnahme mit dem zusätzlichen 5%-Bonus fördern lassen können. Nach Ablauf der 15 Jahre verfällt diese Zusatzförderung, die Grundförderung bleibt jedoch bestehen.

    Kann ich den iSFP auch ohne Förderung erstellen lassen? +

    Ja, grundsätzlich kann jeder qualifizierte Gebäude-Energieberater einen individuellen Sanierungsfahrplan erstellen. Für die BAFA-Förderung und den iSFP-Bonus ist jedoch eine BAFA-Zulassung des Energieberaters erforderlich. Der Energieberater muss in der Energieeffizienz-Expertenliste in der Kategorie "Energieberatung für Wohngebäude" gelistet sein.

    Was passiert, wenn ich nicht alle Maßnahmen umsetze? +

    Es besteht keine Verpflichtung, alle empfohlenen Maßnahmen umzusetzen. Der iSFP dient nur der Orientierung und zeigt optimale Sanierungsschritte auf. Sie können frei entscheiden, welche Maßnahmen Sie wann umsetzen möchten. Für jede umgesetzte Maßnahme aus dem iSFP erhalten Sie den entsprechenden Bonus - unabhängig davon, ob Sie andere Maßnahmen durchführen oder nicht.

    Gibt es regionale Zusatzförderungen? +

    Ja, einige Bundesländer und Kommunen bieten zusätzliche Förderprogramme an. Beispiele:

    • Berlin: Programm "Effiziente GebäudePLUS"
    • Bayern: Zusätzliche Sanierungsförderung über BayernLabo
    • Baden-Württemberg: iSFP als Erfüllungsoption für das EWärmeG

    Prüfen Sie bei Ihrer Kommune oder Ihrem Bundesland, welche zusätzlichen Förderungen verfügbar sind.

    Wer stellt den Förderantrag - ich oder der Energieberater? +

    Wichtige Änderung ab April 2025: Sie als Hausbesitzer müssen den Antrag selbst online beim BAFA stellen. Der Energieberater kann Sie nicht mehr direkt vertreten. Sie können dem Energieberater jedoch eine Vollmacht erteilen, damit er Sie im Förderverfahren unterstützt. Die Zahlungsermächtigung wurde abgeschafft - die Förderung wird ausschließlich auf Ihr Konto ausgezahlt.

    Lohnt sich ein iSFP auch bei kleinen Sanierungsvorhaben? +

    Ja, besonders bei geplanten Investitionen ab 15.000 Euro ist ein iSFP wirtschaftlich sinnvoll. Beispielrechnung:

    • iSFP-Kosten: ca. 1.200 € (nach Förderung: ~750 €)
    • Zusätzliche Förderung durch iSFP-Bonus: 5% von 15.000 € = 750 €
    • Verdopplung der förderfähigen Kosten auf 60.000 €

    Schon bei der ersten Maßnahme haben Sie die iSFP-Kosten wieder hereingeholt.

    Kann ich den iSFP für Gewerbeimmobilien nutzen? +

    Der iSFP ist primär für Wohngebäude konzipiert. Voraussetzung: Mindestens 50% der Gebäudefläche muss zu Wohnzwecken genutzt werden. Für reine Gewerbeimmobilien gibt es andere Förderprogramme wie die "Energieberatung für Nichtwohngebäude" (EBN) beim BAFA.

    Was ist der Unterschied zwischen iSFP und normaler Energieberatung? +

    Hauptunterschiede:

    • Standardisierung: iSFP folgt bundesweit einheitlichen Standards
    • Förderbonus: Nur mit iSFP erhalten Sie 5% Zusatzförderung
    • Langfristplanung: iSFP zeigt 15-Jahres-Sanierungsstrategie
    • Förderfähige Kosten: Verdopplung von 30.000€ auf 60.000€
    • Software: iSFP wird mit spezieller BAFA-Software erstellt

    Eine normale Energieberatung bietet diese Fördervorteile nicht.

    Warum sollte ich jetzt schnell handeln? +

    Aufgrund politischer Unsicherheiten könnte die iSFP-Förderung 2025 verändert oder eingestellt werden:

    • Möglicher Regierungswechsel nach Bundestagswahl
    • Haushaltskürzungen im Energiebereich
    • Änderungen der Förderbedingungen

    Handlungsempfehlung: Stellen Sie Ihren Förderantrag zeitnah, auch wenn die Sanierung erst später startet. So sichern Sie sich die aktuellen Bedingungen für 15 Jahre.