Max Nestler
October 9, 2026
Lesezeit
12
Minuten
Wärmepumpe
Hilfestellung

Wärmepumpe im Sommerbetrieb 2026: Einstellung, Verbrauch, Kühlen

Im Sommer heizt eine Wärmepumpe nicht mehr, sie bereitet aber weiter Warmwasser. Mit passender Technik kann sie zusätzlich Räume kühlen. Wie viel Strom das kostet, hängt vor allem von Warmwassertemperatur, Legionellenschutz und Kühlstunden ab.

Inhaltsverzeichnis
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unabhängig mit 42watt

Das Wichtigste in Kürze

  • Im Sommerbetrieb ist der Heizkreis aus, die Wärmepumpe bereitet nur Warmwasser und kühlt auf Wunsch.
  • Heizgrenze je Gebäude: 17 °C unsanierter Altbau, 15 °C Normwert, 12 °C Niedrigenergiehaus.
  • Werkseinstellungen liegen oft höher, bei einem verbreiteten Regler bei 21 °C.
  • Umweltbundesamt empfiehlt mindestens 60 °C am Speicheraustritt, DVGW W 551 rät, 50 °C nicht zu unterschreiten.
  • Beim Warmwasser arbeitet die Wärmepumpe im Sommer meist weniger effizient als beim Heizen.
  • 42watt-Rechenbeispiel: 74 bis 84 kWh Strom pro Monat für 4 Personen, bei voller PV-Deckung rund 5,70 €.
  • Fußbodenkühlung: Vorlauf ca. 18 °C, rund 45 W/m², Taupunktwächter nötig; Heizkörper ungeeignet.
  • Passive Kühlung nur mit Erdwärme oder Grundwasser, Luft-Wasser-Wärmepumpen kühlen aktiv.

Was macht eine Wärmepumpe im Sommerbetrieb?

Im Sommerbetrieb schaltet die Wärmepumpe den Heizkreis ab und erzeugt nur noch Warmwasser, auf Wunsch kühlt sie zusätzlich. Der Wechsel erfolgt meist automatisch, sobald die Außentemperatur über der eingestellten Heizgrenze liegt. Die Heizgrenze ist die Außentemperatur, ab der ein Gebäude nicht mehr beheizt werden muss.

AufgabeWas im Sommer passiertRichtwert
HeizenHeizkreis aus, Pumpen stehenHeizgrenze 10–17 °C je Gebäude
WarmwasserSpeicher wird 2- bis 3-mal täglich nachgeladen60 °C empfohlen, 50 °C Minimum
LegionellenschutzSpeicher wird regelmäßig über 60 °C erhitzt1-mal pro Woche üblich
Kühlen (optional)Fußboden führt Raumwärme abVorlauf ca. 18 °C, Taupunkt beachten
PV-ÜberschussWarmwasser läuft bevorzugt mittagsFreigabe in der Mittagszeit

Arbeitet die Wärmepumpe im Sommer effizienter?

Beim Warmwasser arbeitet die Wärmepumpe im Sommer meist weniger effizient als beim Heizen, obwohl die Außenluft wärmer ist. Entscheidend ist der Temperaturhub. Für Warmwasser muss die Wärmepumpe 50 bis 60 °C erzeugen, für eine Fußbodenheizung oft nur 30 bis 35 °C. Die Fraunhofer-Feldmessung zeigte deshalb im Sommer sinkende Arbeitszahlen, weil „vorwiegend Warmwasser mit höheren Vorlauftemperaturen erzeugt wird“. Die Verbraucherzentrale bestätigt: „Die Effizienz bei der Warmwasserbereitung ist oft niedriger als beim Heizen, weil höhere Temperaturen nötig sind.“ Pauschale Angaben wie „COP 4 bis 5,5 im Sommer“ treffen für Warmwasser deshalb nicht zu. Der Stromverbrauch sinkt trotzdem stark, weil die Heizlast entfällt.

Wann schaltet die Wärmepumpe in den Sommerbetrieb?

Die Wärmepumpe wechselt in den Sommerbetrieb, wenn die Außentemperatur über der Heizgrenze liegt, bei gut gedämmten Häusern schon ab etwa 12 °C. Der Normwert für Berechnungen liegt bei 15 °C Außentemperatur und 20 °C Raumtemperatur (DIN 4108-6, VDI 2067). Die passende Heizgrenze hängt vom Dämmstandard ab.

GebäudestandardTypische Heizgrenze
Ungedämmter Altbau17 °C
Bestand, Normwert15 °C
Niedrigenergiehaus12 °C
Passivhaus10 °C

Kurz eingeordnet: Die Tabelle zeigt Richtwerte aus Normen und Fachliteratur. Werkseinstellungen liegen oft höher. Beim verbreiteten Systemregler Vaillant sensoCOMFORT steht die Abschaltgrenze ab Werk auf 21 °C. Prüfen Sie den Wert im Frühjahr. Liegt er zu hoch, springt die Heizung an milden Tagen unnötig an. Liegt er zu niedrig, wird es in kühlen Mainächten zu kalt.

Sollten Sie die Wärmepumpe im Sommer ganz ausschalten?

Nein, schalten Sie im Sommer nur den Heizbetrieb ab, nicht die ganze Wärmepumpe. Ohne Wärmepumpe bleibt der Speicher kalt, außer eine Solarthermieanlage oder ein Heizstab übernimmt. Nutzen Sie stattdessen die Betriebsart „Sommer“ oder „nur Warmwasser“ am Regler.

Welche Warmwassertemperatur ist im Sommer richtig?

Das Umweltbundesamt empfiehlt, am Speicheraustritt stets mindestens 60 °C einzuhalten und im Leitungsnetz mindestens 55 °C. Rechtlich verpflichtend ist das im Ein- und Zweifamilienhaus nicht. Diese Häuser gelten nach der Trinkwasserverordnung nicht als Großanlage, auch nicht mit über 400 Litern Speicher. Die technische Regel DVGW W 551 hat für solche Kleinanlagen nur empfehlenden Charakter. Sie rät dazu, 50 °C nicht zu unterschreiten.

Legionellen sind Bakterien, die beim Einatmen von Wassernebel, etwa beim Duschen, Lungenentzündungen auslösen können. Laut Stiftung Warentest vermehren sie sich zwischen 25 und 45 °C am stärksten. Ab 55 °C wird das Wachstum gehemmt, über 60 °C sterben sie ab. Die Verbraucherzentralen empfehlen deshalb, den Speicher dauerhaft auf 60 °C zu halten. Das kostet laut Verbraucherzentrale zwar Effizienz, „ist aber die sicherste Lösung“.

Wie funktioniert die Legionellenschaltung?

Die Legionellenschaltung erhitzt den Speicher in festen Abständen über 60 °C, meist 1-mal pro Woche. Am Regler wählen Sie Tag und Uhrzeit. Ein gängiger Regler beendet den Vorgang spätestens nach 120 Minuten. Viele aktuelle Geräte mit dem Kältemittel Propan (R290) schaffen das laut Herstellerangaben ohne Heizstab, ältere Geräte nutzen ihn.

Wichtig: Die Verbraucherzentrale weist darauf hin, dass ein kurzzeitiges Aufheizen laut Umweltbundesamt nicht ausreicht. Es hemmt das Wachstum nur zeitweise. Wer den Speicher auf 50 °C senkt, spart im Rechenbeispiel unten höchstens etwa 9 kWh im Monat, das sind rund 2 bis 3 Euro. Übernimmt der Heizstab die Legionellenschaltung, entfällt die Ersparnis ganz. Welche Speichergröße passt und wie er geschützt wird, zeigt der Beitrag Warmwasserspeicher für die Wärmepumpe.

Wie viel Strom verbraucht eine Wärmepumpe im Sommer? Das 42watt-Rechenbeispiel

Im 42watt-Rechenbeispiel braucht eine Wärmepumpe für das Warmwasser eines 4-Personen-Haushalts im Sommer rund 74 bis 84 kWh Strom im Monat. Das entspricht 18 bis 31 Euro. Frühere Angaben von 200 bis 350 kWh pro Monat liegen damit um ein Mehrfaches zu hoch.

Annahmen: 33 Liter Warmwasser pro Person und Tag (co2online, Daten des BDEW für 2023), Erwärmung von 12 auf 45 °C. Der 300-Liter-Speicher verliert laut Datenblatt eines Klasse-B-Speichers 1,70 kWh pro Tag bei 65 °C. Dieser Wert ist linear auf die Speichertemperatur umgerechnet. Arbeitszahl im Sommer: 3,0 bei 50 °C und 2,6 bei 60 °C. Die Verbraucherzentrale nennt für Warmwasser-Wärmepumpen 2,5 bis 4. Für Regelung und Standby sind 10 Watt angesetzt. Strompreise: 24 Cent pro kWh im Wärmepumpentarif (Verbraucherzentrale NRW, 02/2026) und 37,0 Cent Haushaltsstrom (BDEW 2026), jeweils ohne Grundpreis.

SzenarioWärme pro MonatStrom pro MonatKosten bei 24 ctKosten bei 37 ct
50 °C, Legionellenschaltung per Wärmepumpe201 kWh74 kWh17,80 €27,40 €
50 °C, Legionellenschaltung per Heizstab201 kWh84 kWh20,20 €31,10 €
Speicher dauerhaft 60 °C197 kWh83 kWh19,90 €30,70 €
Aktive Kühlung, ganze Saison540 kWh Kälte123–146 kWh30–35 €46–54 €
Passive Kühlung, ganze Saison540 kWh Kälte18 kWh4,30 €6,70 €

Kurz eingeordnet: Von Mai bis September kommen im 1. Szenario rund 370 kWh zusammen, also 89 bis 137 Euro. Die Kühlung ist mit 30 heißen Tagen, 6 Stunden täglich und 3 kW gerechnet. Die Kühl-Leistungszahl von 3,7 bis 4,4 ist vorsichtig aus Herstellerdatenblättern für 18 °C Vorlauf abgeleitet, die bis 5,2 reichen, für passive Kühlung sind 100 Watt Pumpenleistung angenommen. Ein Fraunhofer-Bericht von 2014 nennt im Mittel 3.069 kWh Warmwasserwärme pro Jahr. Bei Arbeitszahl 3,0 sind das rund 85 kWh Strom im Monat, eine ähnliche Größenordnung. Den Jahresverbrauch inklusive Heizen ordnet der Beitrag Stromkosten der Wärmepumpe ein.

Kann die Wärmepumpe im Sommer kühlen?

Ja, eine Wärmepumpe kann über eine Fußbodenheizung kühlen, wenn sie dafür ausgelegt ist, aber nur um einige Grad. Es gibt 2 Verfahren. Bei der passiven Kühlung bleibt der Verdichter aus. Die Pumpen leiten kühle Sole aus dem Erdreich oder Grundwasser durch den Heizkreis. Ab etwa 15 Metern Tiefe liegt das Erdreich ganzjährig bei rund 10 °C. Bei der aktiven Kühlung kehrt die Wärmepumpe ihren Kältekreis um und arbeitet wie eine Klimaanlage.

VerfahrenGeeignete WärmepumpeVerdichterStromverbrauchWirkung
Passiv (Natural Cooling)Sole/Wasser, Wasser/Wasseraussehr geringrund 3–5 °C kühler
Aktiv (reversibel)alle Typen, auch Luft/Wasseranhöherregelbar, über Fußboden ähnlich begrenzt
Über Heizkörper–––ungeeignet

Kurz eingeordnet: Luft-Wasser-Wärmepumpen können nur aktiv kühlen. Die Angaben zur Wirkung schwanken: Das Fachportal BauNetz Wissen nennt rund 5 °C, der Energieversorger EnBW etwa 3 °C. Eine Wärmepumpe temperiert Räume also, sie ersetzt keine leistungsstarke Klimaanlage. Bei Erdwärme hat die passive Kühlung einen Zusatznutzen: Die abgeführte Wärme regeneriert laut dena das Erdreich für den Winter. Kosten und Systemvergleich zeigt der Beitrag Kühlen mit der Wärmepumpe.

Warum braucht die Fußbodenkühlung einen Taupunktwächter?

Ein Taupunktwächter verhindert, dass der Boden kälter als der Taupunkt wird und sich Wasser auf der Oberfläche niederschlägt. Der Taupunkt ist die Temperatur, bei der Luftfeuchtigkeit kondensiert. Laut BDH, dem Bundesverband der Heizungsindustrie, arbeitet die Fußbodenkühlung mit etwa 18 °C Vorlauf. Der Boden liegt dann bei 19 bis 20 °C. Bei 26 °C Raumtemperatur führt er rund 45 Watt pro Quadratmeter ab.

RaumluftRelative FeuchteTaupunktBoden mit 19–20 °C
24 °C50 %12,9 °Cunkritisch
26 °C50 %14,8 °Cunkritisch
26 °C60 %17,6 °Cknapp
26 °C70 %20,1 °CKondensat möglich

Kurz eingeordnet: Die Taupunkte sind nach der Magnus-Formel berechnet. An schwülen Tagen steigt der Taupunkt über die übliche Bodentemperatur. Rohre und Verteiler mit 18 °C kaltem Wasser sind schon früher betroffen. Die Regelung muss den Vorlauf dann anheben oder die Kühlung drosseln. Deshalb fordert der BDH einen Taupunktwächter als Sicherheitseinrichtung, oft ergänzt durch Feuchtefühler. Auch der Bodenbelag muss für Flächenkühlung freigegeben sein. Auch aktive Kühlung hebt die Leistung von rund 45 W/m² kaum, weil der Boden nicht kälter werden darf.

Warum eignen sich Heizkörper nicht zum Kühlen?

Heizkörper eignen sich nicht zum Kühlen, weil ihre Fläche klein ist und sich an ihnen schnell Kondenswasser bildet. Für spürbare Kühlung müsste das Wasser deutlich unter den Taupunkt fallen, dann tropft Kondensat auf den Boden. Für Räume mit Heizkörpern gibt es 2 Alternativen: Gebläsekonvektoren mit Kondensatablauf oder ein separates Klimagerät. Gebläsekonvektoren arbeiten mit etwa 7 °C kaltem Wasser. Die Kühl-Leistungszahl liegt laut Datenblättern dann bei 2,5 bis 3,8 statt 3,7 bis 5,2 bei 18 °C.

Wie nutzen Sie PV-Überschuss im Sommer?

Legen Sie die Warmwasserbereitung in die Mittagsstunden, dann kann eine Photovoltaikanlage den Strom dafür an sonnigen Tagen decken. Eine Luft-Wärmepumpe arbeitet mittags zudem mit wärmerer Außenluft als nachts. Jede selbst genutzte kWh kostet Sie nur die entgangene Einspeisevergütung. Für Anlagen bis 10 kWp mit Inbetriebnahme vom 01.08. bis 31.12.2026 sind das 7,70 Cent pro kWh bei Teileinspeisung. Deckt die PV-Anlage den Warmwasserstrom vollständig, sinken die Kosten im Rechenbeispiel von 17,80 bis 27,40 Euro auf 5,70 Euro im Monat. In der Praxis gelingt das nur teilweise, etwa an bewölkten Tagen und beim Standby-Strom in der Nacht.

2 Wege führen zum Ziel:

  • Zeitprogramm: Warmwasser-Freigabe am Regler auf die Mittagsstunden legen.
  • SG Ready: Ein Energiemanager signalisiert PV-Überschuss, die Wärmepumpe lädt den Speicher dann höher.

SG Ready ist ein Label des Bundesverbands Wärmepumpe für eine standardisierte Steuerschnittstelle. In einer Fraunhofer-Feldanlage senkte das höhere Laden die Effizienz beim Warmwasser um 5,7 %. Bei 7,70 Cent statt 24 bis 37 Cent pro kWh rechnet sich das trotzdem. Für PV-Anlagen mit Inbetriebnahme ab dem 25.02.2025 gilt zudem: In Stunden mit negativen Börsenstrompreisen gibt es für eingespeisten Strom keine Vergütung, bei kleinen Anlagen ab Einbau eines intelligenten Messsystems. Für Neuanlagen unter 25 kW plant die Bundesregierung weitere Änderungen der Vergütung (Regierungsentwurf, Stand 09/2026). Wie Sie Wärmepumpe und Solaranlage planen, zeigt Wärmepumpe mit Photovoltaik.

Welche Einstellungen sollten Sie im Frühjahr prüfen?

Prüfen Sie im Frühjahr 5 Einstellungen am Regler, bevor die Wärmepumpe in den Sommerbetrieb wechselt. Notieren Sie vorher die alten Werte.

1. Heizgrenze: Wert an den Gebäudestandard anpassen, etwa 15 °C im Bestand.

2. Warmwassertemperatur: 60 °C wie empfohlen, bei niedrigeren Werten nicht unter 50 °C und nur mit Legionellenschaltung.

3. Legionellenschaltung: Tag und Uhrzeit in ein sonniges Mittagsfenster legen.

4. Zeitprogramm Warmwasser: Freigabe tagsüber, Nachladen nachts sperren.

5. Kühlung: Kühlmodus nur aktivieren, wenn Taupunktwächter und Belag dafür ausgelegt sind.

Die Heizkurve bestimmt nur die Vorlauftemperatur im Heizbetrieb und wirkt im Sommer nicht. Im Herbst lohnt ein Blick darauf, Anleitung und Beispielwerte stehen im Beitrag Heizkurve der Wärmepumpe.

Welche Wartung ist im Sommer sinnvoll?

Der Sommer eignet sich gut für den Wartungstermin beim Fachbetrieb, weil die Wärmepumpe kaum heizt und Termine leichter zu bekommen sind. Manche Werkskundendienste warten nur zwischen April und August. 4 Aufgaben können Sie selbst übernehmen:

  • Außengerät: Pflanzen und Laub fernhalten, damit die Luft frei strömt.
  • Anlagendruck: Wert am Manometer mit dem Sollwert vergleichen.
  • Kondensat: Bei Gebläsekonvektoren den Ablauf auf freien Abfluss prüfen.
  • Verbrauch: Stromzähler monatlich notieren und mit dem Rechenbeispiel vergleichen.

Verwenden Sie keinen Hochdruckreiniger an den Lamellen. Die gründliche Reinigung des Verdampfers empfiehlt das Schweizer Bundesamt für Energie eher im Herbst nach dem Laubfall. Pflicht, Kosten und Checkliste fasst der Beitrag Wartung der Wärmepumpe zusammen.

Häufige Fragen zur Wärmepumpe im Sommer

Was sollten Sie im Urlaub einstellen?

Im Urlaub können Sie die Warmwassertemperatur über die Urlaubsfunktion absenken, sollten den Speicher vor der Nutzung aber auf 60 °C aufheizen. Stehendes Wasser begünstigt Legionellen, das Umweltbundesamt rät, Stagnation zu vermeiden. Lassen Sie nach der Rückkehr Wasser an allen Entnahmestellen kurz laufen.

Wie lange läuft die Wärmepumpe im Sommer?

Im Sommer läuft eine Wärmepumpe ohne Kühlung meist weniger als 2 Stunden pro Tag. In einer älteren Fraunhofer-Feldmessung (2006 bis 2009) waren es von Mai bis August im Mittel unter 50 Stunden pro Monat. Längere Laufzeiten deuten auf Kühlbetrieb, hohe Warmwassertemperaturen oder eine zu hohe Heizgrenze hin.

Können alle Wärmepumpen passiv kühlen?

Nein, passiv kühlen können nur Wärmepumpen mit Erdreich oder Grundwasser als Wärmequelle. Luft-Wasser-Wärmepumpen brauchen dafür einen umkehrbaren Kältekreis. Ob Ihr Gerät kühlen kann, steht im Datenblatt unter Kühlleistung.

Braucht die Wärmepumpe im Sommer den Heizstab?

Nein, im Sommer braucht die Wärmepumpe den Heizstab normalerweise nicht. Ältere Geräte nutzen ihn teils für die Legionellenschaltung. Im Rechenbeispiel kostet das rund 10 kWh mehr pro Monat als die Aufheizung per Wärmepumpe.

Quellen & Belege

Fraunhofer ISE (Wärmepumpen im Gebäudebestand, Kurzfassung 08/2010; Wärmepumpen Monitor, Abschlussbericht 15.07.2014; WP-QS im Bestand, Presseinformation 03.11.2025; Feldanlage Freiburg via pv magazine 03.04.2024); Verbraucherzentrale (Warmwasser mit Wärmepumpe, Stand 30.01.2026); Verbraucherzentrale NRW (Marktcheck Wärmepumpenstromtarife, 02/2026); Umweltbundesamt (Bewusster Umgang mit Warmwasser, Stand 22.01.2025; Stellungnahme Warmwasserbereitung 09/2011); Stiftung Warentest (Legionellen, 10.01.2025); § 31 Trinkwasserverordnung (via Region Hannover); DVGW W 551 (via Herstellerangaben); DIN 4108-6 und VDI 2067 (Heizgrenze, via haustechnikdialog); BDH (Informationsblatt Nr. 51 Teil 1, Fußbodenheizung und -kühlung, 06/2023); dena (Factsheet Sole-Wasser-Wärmepumpe, 01/2024); BauNetz Wissen (Aktive und passive Kühlung mit Wärmepumpen); EnBW (Wärmepumpe als Klimaanlage, 07/2025); Vaillant (Betriebsanleitung sensoCOMFORT VRC 720); Herstellerdatenblätter Stiebel Eltron WPL-A 10.2, Viessmann Vitocal 151-A, Tecalor TSB 300 eco; co2online (Durchschnittlicher Wasserverbrauch, 09.12.2024); BDEW-Strompreisanalyse 08/2026; Bundesnetzagentur (EEG-Vergütungssätze ab 01.08.2026); pv magazine (Solarspitzengesetz, 22.12.2025); Bundesverband Wärmepumpe (SG Ready, 03/2025); EnergieSchweiz/BFE (Reinigung Verdampfer, 11/2021).