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2025
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Lesezeit:
7
Minuten
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Hannah Wirtz

Wärmepumpe mieten: Lohnt sich das?

Die Energiewende ist in vollem Gange und Wärmepumpen spielen dabei eine entscheidende Rolle. Als umweltfreundliche Alternative zu herkömmlichen Heizsystemen werden sie immer beliebter - zurecht. Doch die Anschaffungskosten für eine Wärmepumpe sind nicht zu unterschätzen. Viele Hersteller bieten die Option die Anlage im Mietmodell zu nutzen, was eine attraktive Alternative zum Kauf darstellen könnte. In diesem Artikel dreht sich alles um die Frage "Wärmepumpe mieten statt kaufen - lohnt sich das?"

Wärmepumpe mieten: Lohnt sich das?

Was bedeutet "Wärmepumpe mieten"?

Wärmepumpen sind eine nachhaltige, zukunftssichere Heiztechnologie, aber auch mit nicht zu vernachlässigenden Investitionskosten verbunden. Als Alternative zu einem direkt kauf, steht das Mietmodell. Hier übernimmt der Anbieter die komplette Installation, bleibt aber auch der Eigentümer der Anlage. Sie als Kunde profitieren von den Vorteilen der Wärmepumpe und zahlen dabei eine monatliche Miete. Diese umfasst in der Regel das folgende Leistungsspektrum:

  • Installation der Wärmepumpe
  • Wartung und Instandhaltung
  • Reparaturen bei technischen Defekten
  • Oft auch eine Garantie für die gesamte Mietdauer

Diese Mietmodelle werden häufig als "Wärmepumpe als Service" oder "Heizung als Dienstleistung" bezeichnet und bieten eine Komplettlösung ohne hohe Anfangsinvestitionen.

Funktionsweise von Wärmepumpen: Die Technik verstehen

Wie funktioniert eine Wärmepumpe?

Wärmepumpen sind eine moderne und energieeffiziente Technologie zur Beheizung von Gebäuden. Sie nutzen die in der Umwelt vorhandene Wärme aus der Luft, dem Erdreich oder dem Grundwasser und "pumpen" diese auf ein höheres Temperaturniveau, um sie für Heizzwecke nutzbar zu machen. Dadurch lassen sich fossile Brennstoffe einsparen und der CO₂-Ausstoß reduzieren, was Wärmepumpen zu einer umweltfreundlichen Alternative zu konventionellen Heizsystemen macht.

Der Funktionsprozess einer Wärmepumpe lässt sich in vier wesentliche Schritte unterteilen:

  1. Verdampfung: Ein spezielles Kältemittel nimmt die in der Umwelt vorhandene Wärme auf und verdampft bereits bei niedrigen Temperaturen. Dieser Vorgang erfolgt im Verdampfer, wo die thermische Energie aus Luft, Boden oder Wasser an das Kältemittel übertragen wird.
  2. Verdichtung: Ein elektrischer Kompressor verdichtet das nun gasförmige Kältemittel. Durch die Druckerhöhung steigt gleichzeitig die Temperatur des Gases, sodass es auf ein für das Heizungssystem nutzbares Niveau gebracht wird.
  3. Verflüssigung: Die gewonnene Wärme wird im Verflüssiger an das Heizsystem des Gebäudes abgegeben, etwa an eine Fußbodenheizung oder Heizkörper. Dabei kühlt das Kältemittel ab und kondensiert wieder in den flüssigen Zustand.
  4. Entspannung: Ein Expansionsventil senkt den Druck des Kältemittels, wodurch es sich abkühlt. Nun ist es bereit, erneut Wärme aus der Umwelt aufzunehmen, und der Kreislauf beginnt von vorne.

Dieser Prozess arbeitet besonders effizient: Mit lediglich einer Kilowattstunde (kWh) elektrischer Energie können zwischen 3 und 5 kWh Wärmeenergie erzeugt werden. Diese Effizienz wird durch die sogenannte Jahresarbeitszahl (JAZ) ausgedrückt, die das Verhältnis zwischen der aufgenommenen elektrischen Energie und der abgegebenen Wärmeenergie beschreibt. Je höher die JAZ, desto wirtschaftlicher und umweltfreundlicher arbeitet die Wärmepumpe. Im Sommerbetrieb wird weniger Heizwärme benötigt, die Wärmepumpe kann also noch effizienter und kostengünstiger für die Warmwasserbereitstellung sorgen.

Welche Wärmepumpentypen gibt es?

Typ Wärmequelle Vorteile Nachteile Typische JAZ
Luft-Wasser-Wärmepumpe Außenluft Einfache Installation, geringere Installationskosten Geringere Effizienz bei sehr niedrigen Temperaturen, Geräuschentwicklung 3,0-4,0
Sole-Wasser-Wärmepumpe Erdreich (über Erdsonden oder Erdkollektoren) Hohe Effizienz, konstante Wärmequellentemperatur Hohe Installationskosten, Genehmigungspflicht für Bohrungen 4,0-5,0
Wasser-Wasser-Wärmepumpe Grundwasser Höchste Effizienz, konstante Temperaturen Hohe Installationskosten, Genehmigungspflicht, Abhängigkeit von Wasserqualität 4,5-5,5
Luft-Luft-Wärmepumpe Außenluft Niedrige Kosten, einfache Nachrüstung Nur für kleine Räume geeignet, keine Warmwasserbereitung 2,5-3,5

Wärmepumpe mieten vs. kaufen: Ein detaillierter Vergleich

Sowohl der Kauf, als auch die Miete eines Wärmepumpe bringen spezifische Vor- und Nachteile mit sich. Während das Mietmodell zweifellos die kostengünstigere Alternative ist, fallen die Gesamtkosten in der Regel höher aus. Zudem verpflichten Sie sich mit den Mietverträgen oft einer langfristigen Bindung und können nicht aus dem gesamten Produktspektrum wählen.

Vorteile des Mietmodells

  • Keine hohe Anfangsinvestition: Statt hoher Anschaffungskosten nur monatliche Raten
  • Planungssicherheit: Feste monatliche Kosten ohne unerwartete Ausgaben für Reparaturen
  • Vollständiger Service: Wartung, Reparaturen und oft auch Garantie inklusive
  • Kein technisches Know-how erforderlich: Der Anbieter kümmert sich um alle technischen Aspekte
  • Steuerliche Vorteile: Mietkosten können oft als Betriebsausgaben abgesetzt werden
  • Flexible Laufzeiten: Je nach Anbieter unterschiedliche Vertragslaufzeiten möglich

Nachteile des Mietmodells

  • Höhere Gesamtkosten: Über die gesamte Nutzungsdauer in der Regel teurer als der Kauf
  • Langfristige Bindung: Mietverträge oft mit Laufzeiten von 10-15 Jahren
  • Eingeschränkte Produktauswahl: Beschränkung auf das Sortiment des Anbieters
  • Abhängigkeit vom Anbieter: Bei Insolvenz des Anbieters können Probleme entstehen
  • Keine Wertsteigerung des Eigenheims: Die Anlage bleibt Eigentum des Anbieters

Direkter Vergleich: Mieten vs. Kaufen

Aspekt Wärmepumpe mieten Wärmepumpe kaufen
Anfangsinvestition Gering (oft nur Anschlusskosten) Hoch (15.000-30.000 €)
Monatliche Kosten Mietrate (ca. 150-300 €) Nur Betriebskosten (Strom)
Gesamtkosten (15 Jahre) Ca. 27.000-54.000 € Ca. 20.000-35.000 €
Wartung & Reparaturen Im Mietpreis enthalten Zusätzliche Kosten
Eigentum Bleibt beim Anbieter Geht an den Käufer
Förderungen Teilweise nutzbar Voll nutzbar
Flexibilität Geringer (Vertragsbindung) Höher (eigene Entscheidungen)
Steuerliche Absetzbarkeit Als Betriebsausgabe möglich Als Modernisierungsmaßnahme

Kosten und Wirtschaftlichkeit: Was kostet eine Wärmepumpe im Mietmodell?

Typische Kosten einer gemieteten Wärmepumpe

Die monatlichen Mietkosten für eine Wärmepumpe variieren und hängen von einer Vielzahl an Faktoren ab. Ein wesentlicher Aspekt ist der Typ sowie die Leistung der Wärmepumpe: Moderne und effizientere Modelle können zwar in der Anschaffung teurer sein, bieten aber langfristig Vorteile durch geringere Betriebskosten und einen reduzierten Energieverbrauch. Ein weiterer entscheidender Faktor ist der Umfang der inkludierten Leistungen.

Oft sind in den Mietkosten nicht nur die reine Nutzung der Wärmepumpe enthalten, sondern auch wichtige Services wie regelmäßige Wartungen, Reparaturen oder Sicherheitsüberprüfungen, die den Betrieb der Anlage langfristig gewährleisten. Darüber hinaus spielt die Vertragslaufzeit eine Rolle. Längere Vertragsbindungen können meist zu niedrigeren monatlichen Raten führen, da die Kosten über einen längeren Zeitraum verteilt werden, während kürzere Laufzeiten oft höhere Raten mit sich bringen. Schließlich können optionale Zusatzleistungen, wie etwa ein erweitertes Servicepaket, die Integration in ein Smart-Home-System oder Energiemanagementlösungen, den Endpreis weiter beeinflussen. Eine sorgfältige Prüfung und ein Vergleich verschiedener Angebote helfen dabei, die individuell beste Lösung zu finden, die den eigenen Bedürfnissen und dem Budget entspricht.

Folgende Aspekte sind zu berücksichtigen:

  • Typ und Leistung der Wärmepumpe: Moderne, leistungsstarke Modelle bieten häufig eine höhere Effizienz und niedrigeren Energieverbrauch, was langfristig Kosten spart.
  • Umfang der inkludierten Leistungen: Neben der Nutzung sind oft auch Wartungen, Reparaturen und Sicherheitsüberprüfungen enthalten, die den Betrieb der Anlage sicherstellen.
  • Vertragslaufzeit: Längere Laufzeiten ermöglichen in der Regel niedrigere monatliche Raten, da die Kosten über einen längeren Zeitraum verteilt werden.
  • Optionale Zusatzleistungen: Erweiterte Servicepakete, Smart-Home-Integration oder Energiemanagementlösungen können zusätzliche Kosten verursachen.

Durchschnittliche monatliche Mietkosten nach Wärmepumpentyp:

Wärmepumpentyp Durchschnittliche Mietkosten pro Monat Typische Laufzeit Gesamtkosten über Laufzeit
Luft-Wasser-Wärmepumpe 150-250 € 10-15 Jahre 18.000-45.000 €
Sole-Wasser-Wärmepumpe 200-300 € 10-15 Jahre 24.000-54.000 €
Wasser-Wasser-Wärmepumpe 220-350 € 10-15 Jahre 26.400-63.000 €

Was ist in den Mietkosten enthalten?

Aus welchen Punkten sich die Mietkosten exakt zusammen setzten, kann von Anbieter zu Anbieter variieren. Zu meist sind folgende Leistungen im monatlichen Mietpreis inkludiert:

  • Installation und Inbetriebnahme
  • Regelmäßige Wartung (meist jährlich)
  • Reparaturen und Ersatzteile
  • 24/7-Kundenservice
  • Garantie für die Vertragslaufzeit

Folgende Komponenten sind nicht in den Mietkosten enthalten, und kommen zusätzlich zur Miete auf Sie zu:

  • Stromkosten für den Betrieb der Wärmepumpe
  • Bauliche Veränderungen am Gebäude
  • Anpassungen am bestehenden Heizsystem

Wirtschaftlichkeitsberechnung: Ein Beispiel

Schauen wir uns die Wirtschaftlichkeit einer gemieteten Wärmepumpe einmal genauer, anhand eines Beispiels an. Hierfür beziehen wir und auf ein Einfamilienhaus mit durchschnittlichem Wärmebedarf und durchschnittlichem Wirkungsgrad der Anlage.

Beispiel für ein Einfamilienhaus (150 m²):

Annahmen:

  • Jährlicher Wärmebedarf: 15.000 kWh
  • Strompreis: 0,30 €/kWh
  • Jahresarbeitszahl (JAZ) der Wärmepumpe: 4,0

Szenario 1: Wärmepumpe mieten (Luft-Wasser)

  • Monatliche Miete: 200 €
  • Jährliche Mietkosten: 2.400 €
  • Stromkosten pro Jahr: (15.000 kWh ÷ 4,0) × 0,30 €/kWh = 1.125 €
  • Gesamtkosten pro Jahr: 3.525 €
  • Gesamtkosten über 15 Jahre: 52.875 €

Szenario 2: Wärmepumpe kaufen (Luft-Wasser)

  • Anschaffungskosten (inkl. Installation): 18.000 €
  • Abzüglich Förderung (30%): -5.400 €
  • Netto-Investition: 12.600 €
  • Wartungskosten pro Jahr: 200 €
  • Stromkosten pro Jahr: 1.125 €
  • Gesamtkosten pro Jahr: 1.325 € + (12.600 € ÷ 15 Jahre) = 2.165 €
  • Gesamtkosten über 15 Jahre: 32.475 €

In diesem Beispiel ist der Kauf langfristig um ca. 20.400 € günstiger als das Mietmodell - ein beachtlicher Wert.

Fördermöglichkeiten für gemietete Wärmepumpen

Aktuelle Förderprogramme

Bei Anschaffung und Installation einer Wärmepumpe können Sie von staatlichen Förderungen profitieren.. Auf diese Weise sind Einsparungen von bis zu 70% der förderfähigen Kosten möglich. Auch bei gemieteten Anlagen können Sie mit Unterstützung rechnen, hierbei gelten aber besondere Regelungen.

Förderprogramm Förderart Förderhöhe Besonderheiten bei Mietmodellen
Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) Zuschuss Bis zu 40% der förderfähigen Kosten Fördermittel gehen meist an den Anbieter und werden in reduzierter Miete weitergegeben
KfW-Programme Zuschuss oder Darlehen Je nach Programm variabel Teilweise für Eigentümer bei Mietmodellen nutzbar
Regionale Förderprogramme Zuschuss Regional unterschiedlich Häufig auch für Mietmodelle anwendbar

Wer erhält die Förderung?

Bei Mietmodellen ist häufig der Anbieter der Wärmepumpe antragsberechtigt, da er als Eigentümer der Anlage gilt. Die erhaltene Förderung sollte sich dann in niedrigeren Mietraten niederschlagen. Es ist wichtig, dies vor Vertragsabschluss zu klären und vertraglich festzuhalten.

Anbieter von Wärmepumpen-Mietmodellen im Vergleich

Die wichtigsten Anbieter am Markt

Anbieter Besonderheiten Vertragslaufzeiten Preisbereich Kundenbewertung
Enpal Vollständiges Rundum-sorglos-Paket, inkl. Photovoltaik-Kombination 10-20 Jahre Mittel bis hoch ★★★★☆
Thermondo Große Auswahl an Wärmepumpentypen, individuelle Anpassung 5-15 Jahre Mittel ★★★★☆
Viessmann Eigene Produkte, hohe Qualität, professioneller Service 10-15 Jahre Hoch ★★★★★
Bosch Bewährte Technik, bundesweites Servicenetz 10-15 Jahre Mittel bis hoch ★★★★☆
Regionale Energieversorger Oft mit lokalen Vorteilen, Kombinationsangebote mit Stromtarifen Variabel Niedrig bis mittel ★★★☆☆

Worauf beim Anbietervergleich achten?

  • Vertragslaufzeit und -bedingungen: Sind vorzeitige Kündigungsmöglichkeiten oder Übernahmeoption vorhanden?
  • Serviceumfang: Was ist alles inklusive? Wie schnell erfolgt Hilfe im Notfall?
  • Qualität der verwendeten Anlagen: Welche Hersteller werden angeboten? Wie energieeffizient sind die Geräte?
  • Transparenz der Kosten: Gibt es versteckte Kosten oder Preissteigerungsklauseln?
  • Erfahrung und Referenzen: Wie lange ist der Anbieter schon am Markt? Gibt es Kundenbewertungen?

Für wen lohnt sich eine gemietete Wärmepumpe?

Hier ist die optimierte Version deines Textes:

Das Mietmodell bietet eine attraktive Alternative zum Kauf, insbesondere für bestimmte Personengruppen. Hausbesitzer mit begrenztem Budget profitieren davon, da sie die hohe Anfangsinvestition vermeiden. Auch Eigentümer, die ihr Haus in den nächsten 5 bis 10 Jahren verkaufen möchten, können durch die flexible Mietoption profitieren. Technik-Skeptiker, die sich nicht mit Wartung oder technischen Details auseinandersetzen möchten, schätzen den Rundum-Service des Mietmodells. Ebenso kann es für Vermieter vorteilhaft sein, da sich die Mietkosten teilweise auf die Betriebskosten umlegen lassen. Personen mit steuerlichen Vorteilen wiederum können die Mietkosten absetzen und dadurch finanziell profitieren.

Allerdings gibt es auch Situationen, in denen der Kauf die bessere Wahl ist. Langfristig orientierte Eigenheimbesitzer, die ihre Immobilie über 15 Jahre nutzen möchten, fahren mit einem Kauf wirtschaftlicher. Technikaffine Personen, die sich selbst um Wartung und kleinere Reparaturen kümmern können, sparen langfristig. Wer über ausreichend Kapital verfügt und die Anfangsinvestition stemmen kann, reduziert auf Dauer die Gesamtkosten. Auch Förderberechtigte sollten den Kauf in Betracht ziehen, da sie von staatlichen Zuschüssen profitieren können, die den Kauf wirtschaftlich attraktiver machen.

Ideale Kandidaten für das Mietmodell:

  • Hausbesitzer mit begrenztem Budget
  • Eigentümer mit geplanter kurzer Nutzungsdauer (5–10 Jahre)
  • Technik-Skeptiker, die einen Rundum-Service bevorzugen
  • Vermieter mit Möglichkeit zur Umlage auf Betriebskosten
  • Steuerlich Begünstigte mit Absetzmöglichkeiten

Wer sollte eher kaufen?

  • Langfristig denkende Eigenheimbesitzer (Nutzungsdauer über 15 Jahre)
  • Technikaffine Personen, die Wartung selbst übernehmen können
  • Personen mit ausreichend Kapital zur Anfangsinvestition
  • Förderberechtigte, die volle Zuschüsse nutzen können

Rechtliche Aspekte beim Wärmepumpen-Mietmodell

Wenn Sie sich dafür entscheiden, eine Wärmepumpe zu mieten, gehen Sie ein langfristiges Vertragsverhältnis ein. Dabei ist es essenziell, dass alle wichtigen Vertragsbestandteile von Anfang an klar geregelt werden. Es empfiehlt sich, bei Unsicherheiten einen Experten zu Rate zu ziehen. Die folgenden Punkte sollten im Vertrag detailliert festgehalten werden:

  • Vertragslaufzeit und Kündigungsbedingungen:
    Legen Sie genau fest, wie lange der Vertrag läuft und unter welchen Bedingungen er vorzeitig beendet werden kann. Hierzu gehören Fristen, Verlängerungsoptionen und die Modalitäten für eine ordnungsgemäße Kündigung.
  • Eigentumsregelung und Übernahmeoption nach Vertragsende:
    Klären Sie, ob und wie eine Übernahme der Wärmepumpe möglich ist, falls Sie sich nach Vertragsende für den Kauf entscheiden. Vereinbaren Sie, ob bereits während der Mietzeit ein Teil des Kaufpreises angerechnet wird oder ob es spezielle Konditionen für den Erwerb gibt.
  • Verantwortlichkeiten für Wartung und Reparaturen:
    Definieren Sie, welche Partei für die regelmäßige Wartung und für Reparaturen zuständig ist. Es sollte genau festgelegt werden, ob der Vermieter oder der Mieter (bzw. ein beauftragter Servicepartner) diese Aufgaben übernimmt und wie oft Wartungsarbeiten durchzuführen sind.
  • Regelungen bei Umzug oder Hausverkauf:
    Vereinbaren Sie, wie mit dem Mietvertrag verfahren wird, falls Sie umziehen oder Ihr Haus verkaufen. Klären Sie, ob der Vertrag auf den neuen Eigentümer übergeht oder ob eine vorzeitige Vertragsauflösung möglich ist.
  • Preisanpassungsklauseln:
    Legen Sie fest, unter welchen Umständen und in welchem Umfang die Mietpreise während der Vertragslaufzeit angepasst werden können. Dies kann beispielsweise an den allgemeinen Kostenindex oder an spezifischen Wartungskosten orientiert sein.
  • Haftung bei Schäden:
    Bestimmen Sie, wer im Falle von Schäden an der Wärmepumpe haftet und wie diese Schäden reguliert werden. Es sollte klar definiert sein, ob und in welchem Umfang Versicherungen greifen und wer die Kosten bei grober Fahrlässigkeit trägt.
  • Gewährleistung und Garantien:
    Vereinbaren Sie die Bedingungen zur Gewährleistung und den Garantieleistungen. Dies umfasst, welche Leistungen abgedeckt sind, wie lange Garantien gelten und welche Schritte bei einem Garantiefall einzuleiten sind.

Diese Punkte tragen dazu bei, Missverständnisse zu vermeiden und bieten Ihnen eine solide Grundlage, um langfristig von der Anmietung der Wärmepumpe zu profitieren.

Besonderheiten bei Mietimmobilien

Für Vermieter ergeben sich besondere Fragestellungen:

  • Können Mietkosten auf Mieter umgelegt werden?
  • Welche energetischen Standards müssen eingehalten werden?
  • Wie wirkt sich eine gemietete Wärmepumpe auf den Energieausweis aus?

In der Regel können die Kosten für eine gemietete Heizungsanlage nicht vollständig auf die Mieter umgelegt werden. Der Vermieter trägt die Grundkosten, während Betriebskosten (insbesondere Stromkosten) auf die Mieter umgelegt werden können.

Fazit: Lohnt sich das Mieten einer Wärmepumpe?

Das Mieten einer Wärmepumpe kann in bestimmten Fällen attraktiv sein – vor allem wenn:

  • keine ausreichenden finanziellen Mittel für die Anfangsinvestition zur Verfügung stehen,
  • eine kurzfristige Nutzung geplant ist,
  • ein umfassender Rundum-Service und Planungssicherheit gewünscht wird,
  • und man die technische Verantwortung abgeben möchte.

Rein wirtschaftlich gesehen ist der Kauf hingegen oft günstiger, sofern die Wärmepumpe über einen längeren Zeitraum (über 10–15 Jahre) genutzt wird. Daher sollte die Entscheidung nicht allein auf den Kosten basieren, sondern die individuelle Situation umfassend berücksichtigt werden.

Unsere Empfehlung: Vergleichen Sie mehrere Angebote sowohl für Kauf als auch für Miete. Achten Sie dabei nicht nur auf die monatlichen Kosten, sondern auch auf den Serviceumfang, die Vertragsbedingungen und die Qualität der Wärmepumpen.

Letztlich gibt es bei der Frage „Wärmepumpe mieten oder kaufen?“ kein allgemeingültiges Richtig oder Falsch – es hängt maßgeblich von Ihren persönlichen Bedürfnissen und Rahmenbedingungen ab.

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