Heizstab Wärmepumpe 2026: Stromverbrauch, Kosten und Einstellung
Der Heizstab ist die elektrische Zusatzheizung einer Wärmepumpe und macht aus 1 kWh Strom genau 1 kWh Wärme. Im Feldtest 2025 des Fraunhofer ISE lag sein Anteil am Stromverbrauch von Luft-Wasser-Wärmepumpen bei nur 1,3 %. Dieser Ratgeber zeigt, wann der Heizstab einspringt, was er mit Wärmepumpentarif und Haushaltsstrom kostet und woran Sie eine falsche Einstellung erkennen.
Das Wichtigste in Kürze
- Der Heizstab macht aus 1 kWh Strom 1 kWh Wärme, eine Luft-Wasser-Wärmepumpe im Feldmittel rund 3,4 kWh.
- Fraunhofer ISE 2025: Heizstab nur 1,3 % des Stroms bei Luft-Wasser-Wärmepumpen, Erdreich nahe 0 %.
- 1,3 % des Stroms entsprechen nur rund 0,4 % der Wärme, 2 % der Wärme schon rund 6,5 % des Stroms.
- 42watt-Rechenbeispiel: 10 bis 392 € Mehrkosten pro Jahr, je nach Heizstab-Anteil und Tarif (24 ct oder 37 ct).
- DVGW W 551: im Einfamilienhaus 60 °C empfohlen, Betriebstemperaturen unter 50 °C vermeiden; der Heizstab übernimmt oft den letzten Schritt.
- Wöchentliche Legionellenschaltung (300 l, 50 auf 60 °C): rund 181 kWh im Jahr.
- Im 42watt-Rechenbeispiel bringt PV-Überschuss in der Wärmepumpe per SG Ready deutlich mehr als im Heizstab.
- § 14a EnWG: Der Heizstab zählt zur Wärmepumpe, gedimmt wird auf mindestens 4,2 kW.
Wie viel Strom verbraucht der Heizstab einer Wärmepumpe?
Bei Luft-Wasser-Wärmepumpen entfällt im Mittel nur rund 1 bis 2 % des Stroms auf den Heizstab. Das zeigen 3 Feldtests des Fraunhofer ISE mit realen Anlagen in Ein- bis Dreifamilienhäusern. Bei Erdwärmepumpen spielt der Heizstab praktisch keine Rolle. Einzelne Anlagen liegen deutlich höher.
| Feldtest Fraunhofer ISE | Anlagen | Heizstab Luft-Wasser | Heizstab Erdreich |
|---|---|---|---|
| WP Monitor (Bericht 2014, überwiegend Neubau) | 87 | 0,9 % (0 bis 8,9 %) | 0,3 % (0 bis 6,0 %) |
| WPsmart im Bestand (2020) | 41 | 1,9 % | nur 2 von 12 Anlagen nutzten ihn |
| WP-QS im Bestand (2025) | 77 | 1,3 % | nahe 0 % |
Kurz eingeordnet: Die Studie von 2025 bezieht den Wert ausdrücklich auf die elektrische Arbeit, also den Stromverbrauch, die älteren Berichte sprechen von Heizstabarbeit bzw. zusätzlichem Energieverbrauch. Im jüngsten Projekt vom November 2025 erreichten die 61 Luft-Wasser-Wärmepumpen im Schnitt eine Jahresarbeitszahl (JAZ) von 3,4. Die JAZ gibt an, wie viel Wärme pro kWh Strom im Jahr entsteht. Auch der Winter wirkt mit. In einer Teilgruppe gleicher Anlagen sank der Heizstab-Anteil von 4,3 % im Messjahr 2011/12 auf 2,2 % im Messjahr 2012/13. Wie sich der gesamte Verbrauch zusammensetzt, erklärt der Beitrag Wärmepumpe Stromverbrauch.
Warum ist der Anteil am Strom höher als der Anteil an der Wärme?
Der Heizstab braucht für dieselbe Wärme etwa 3- bis 4-mal so viel Strom wie die Wärmepumpe. Ein kleiner Wärmeanteil wird deshalb zu einem deutlich größeren Stromanteil. 1,3 % des Stroms entsprechen bei einer JAZ von 3,4 nur rund 0,4 % der Wärme. Umgekehrt gilt: Liefert der Heizstab 2 % der Wärme, verbraucht er bereits rund 6,5 % des Stroms.
Viele Ratgeber vermischen beide Werte. Die oft genannte Grenze von „3 bis 5 % Heizstab-Anteil“ an der Wärme entspräche rund 10 bis 15 % des Stromverbrauchs. Das liegt deutlich über den gemessenen Mittelwerten. Fragen Sie bei Angaben zum Anteil deshalb immer nach der Bezugsgröße.
Was kostet der Heizstab im Betrieb? Das 42watt-Rechenbeispiel
Im 42watt-Rechenbeispiel kostet der Heizstab je nach Anteil und Tarif zwischen 10 und knapp 400 Euro Mehrkosten pro Jahr. Gerechnet wird mit einem Einfamilienhaus mit 15.000 kWh Wärmebedarf für Heizung und Warmwasser. Die Luft-Wasser-Wärmepumpe erreicht die mittlere JAZ von 3,4 aus dem Fraunhofer-Feldtest. Ohne Heizstab braucht sie damit rund 4.410 kWh Strom.
Die Mehrkosten ergeben sich aus der Differenz: Der Heizstab braucht für jede kWh Wärme 1 kWh Strom, die Wärmepumpe nur 0,29 kWh. Als Preise dienen 24 Cent pro kWh für einen Wärmepumpentarif (Verbraucherzentrale NRW, Marktcheck Februar 2026) und 37,0 Cent für Haushaltsstrom (BDEW, 2026).
| Szenario | Heizstab-Wärme | Anteil am Strom | Mehrkosten 24 ct | Mehrkosten 37 ct |
|---|---|---|---|---|
| Feldtest-Niveau (0,4 % der Wärme) | 60 kWh | 1,3 % | 10 € | 16 € |
| Bivalenzpunkt −5 °C (2 % der Wärme) | 300 kWh | 6,5 % | 51 € | 78 € |
| Fehleinstellung (10 % der Wärme) | 1.500 kWh | 27 % | 254 € | 392 € |
Kurz eingeordnet: Solange der Heizstab nur an wenigen Frosttagen läuft, sind die Kosten gering. Teuer wird er erst bei falscher Einstellung oder zu kleiner Wärmepumpe. Im Fehlerfall mit 10 % fließt mehr als jede 4. kWh in den Heizstab. Ein Wärmepumpentarif senkt alle Beträge um rund ein Drittel, enthält aber meist einen eigenen Grundpreis von etwa 140 Euro im Jahr. Wann sich das rechnet, zeigt der Beitrag Wärmepumpen-Stromtarife. Nicht enthalten sind Strompreissteigerungen und der Strom für eine Legionellenschaltung.
Wann schaltet sich der Heizstab einer Wärmepumpe ein?
Der Heizstab übernimmt 3 Aufgaben: Er deckt Spitzenlast bei Frost, ersetzt bei einer Störung den Verdichter und erhitzt Warmwasser über die Temperatur der Wärmepumpe hinaus. Er sitzt je nach Bauart im Warmwasserspeicher, im Pufferspeicher oder als Durchlauferhitzer im Heizkreis der Wärmepumpe. Die Regelung entscheidet, wann er läuft.
- Spitzenlast: Unterhalb des Bivalenzpunkts heizt der Heizstab parallel zur Wärmepumpe.
- Notbetrieb: Fällt der Verdichter aus, kann der Heizstab das Haus vorübergehend allein beheizen. Stiebel Eltron bietet dafür etwa ein Zubehörmodul mit der Bezeichnung „Not-/Zusatzheizung“ an.
- Warmwasser: Der Heizstab hebt die Temperatur im Speicher auf 60 °C oder mehr, etwa für eine Legionellenschaltung.
Was hat der Bivalenzpunkt mit dem Heizstab zu tun?
Der Bivalenzpunkt ist die Außentemperatur, unter der die Wärmepumpe die Heizlast nicht mehr allein schafft und der Heizstab zuschaltet. Bei monoenergetischen Luft-Wasser-Wärmepumpen liegt er laut Planungshandbuch von Stiebel Eltron meist zwischen −3 °C und −7 °C. Monoenergetisch heißt: Wärmepumpe und Heizstab nutzen beide Strom. Nach DIN V 4701-10 liefert die Wärmepumpe bei einem Bivalenzpunkt von −5 °C im Parallelbetrieb 98 % der Jahresheizwärme.
Ein zu hoch eingestellter Bivalenzpunkt lässt den Heizstab an vielen gewöhnlichen Wintertagen laufen. Wie Sie den Punkt bestimmen, erklärt der Beitrag Bivalenzpunkt einfach erklärt. Voraussetzung ist eine passend ausgelegte Wärmepumpe. Grundlage dafür ist die Dimensionierung der Wärmepumpe nach Heizlast.
Springt der Heizstab beim Abtauen ein?
Ob der Heizstab beim Abtauen hilft, hängt vom Hersteller und von der Einstellung ab. Beim Abtauen entfernt die Wärmepumpe Eis vom Verdampfer der Außeneinheit. Die Energie dafür entnimmt sie laut Bosch dem Heizungswasser. Ein Vorgang dauert etwa 3 bis 10 Minuten und braucht bei einer 8-kW-Anlage rund 1 bis 2 kWh.
Kühlt das Heizwasser dabei stark aus, kann die Regelung je nach Gerät den Heizstab nutzen. Läuft er auffällig oft bei feuchtem Wetter um 0 °C, sollte der Fachbetrieb die Ursache prüfen, etwa die Abtausteuerung oder den Wasserinhalt im Heizkreis.
Braucht die Wärmepumpe den Heizstab für Warmwasser und Legionellen?
Der Heizstab ist nicht zwingend nötig, sorgt aber oft für die empfohlenen 60 °C im Warmwasserspeicher. Legionellen sind Bakterien, die sich in warmem Trinkwasser vermehren. Das DVGW-Arbeitsblatt W 551 stuft Speicher in Ein- und Zweifamilienhäusern als Kleinanlage ein. Für Kleinanlagen empfiehlt es eine Reglereinstellung von 60 °C. Betriebstemperaturen unter 50 °C sollten in jedem Fall vermieden werden.
Strengere Regeln gelten für Großanlagen in anderen Gebäuden, etwa Mehrfamilienhäusern, mit mehr als 400 Litern Speicher oder mehr als 3 Litern Wasser in einer Leitung bis zur Zapfstelle. Dort sind am Speicheraustritt 60 °C einzuhalten. Viele Wärmepumpen erreichen 60 °C nur mit sinkender Effizienz. Deshalb übernimmt der Heizstab häufig den letzten Temperaturschritt.
3 Varianten sind üblich:
1. Dauerhaft 60 °C: Die Verbraucherzentrale empfiehlt, Warmwasser in Speichern auf mindestens 60 °C zu erhitzen.
2. Legionellenschaltung: Der Speicher wird regelmäßig, etwa wöchentlich, auf 60 bis 65 °C erhitzt. Das Umweltbundesamt hält diese Schaltung allein nicht für einen sicheren Legionellenschutz.
3. Durchgängig über 55 °C: Diese Temperatur empfiehlt das Umweltbundesamt für das ganze System.
Im 42watt-Rechenbeispiel heizt die Wärmepumpe einen 300-Liter-Speicher auf 50 °C vor. Der Heizstab hebt ihn einmal pro Woche um 10 Kelvin auf 60 °C an. Das kostet rund 3,5 kWh pro Durchgang und 181 kWh im Jahr. Mit Wärmepumpentarif sind das etwa 44 Euro, mit Haushaltsstrom 67 Euro. Eine tägliche Schaltung würde den Verbrauch rechnerisch versiebenfachen. Welche Speichergröße passt, zeigt der Beitrag Warmwasserspeicher für Wärmepumpe.
Wie stellen Sie den Heizstab im Regler richtig ein?
Zentrale Einstellungen sind Bivalenzpunkt, Freigabe der Zusatzheizung und Zeitplan der Legionellenschaltung. Die Begriffe unterscheiden sich je nach Hersteller. In der Regelung Vaillant sensoCOMFORT heißt ein Parameter etwa „Bivalenzpunkt Heizen“. Die Freigabe lässt sich dort für Heizen, Warmwasser oder beides wählen. Viele Werte liegen in der Fachhandwerkerebene und sind oft durch einen Code geschützt.
Prüfen Sie gemeinsam mit dem Fachbetrieb 5 Punkte:
1. Bivalenzpunkt: Er sollte zur Heizlast und zur Auslegung der Wärmepumpe passen. Bei Luft-Wasser-Wärmepumpen liegt er meist zwischen −3 °C und −7 °C.
2. Freigabe: Die Zusatzheizung sollte nur für die Fälle freigegeben sein, die Ihre Anlage wirklich braucht.
3. Legionellenschutz: Tag, Uhrzeit und Häufigkeit festlegen, mit PV-Anlage möglichst mittags.
4. Heizkurve: Eine zu hohe Vorlauftemperatur bringt die Wärmepumpe früher an ihre Grenze.
5. Warmwasser-Solltemperatur: Die Wärmepumpe sollte so viel wie möglich selbst erwärmen, der Heizstab nur den Rest.
Den Heizstab ganz abzuschalten ist bei Luft-Wasser-Wärmepumpen riskant. Bei strengem Frost oder einer Störung fehlt dann die Reserve. Sinnvoller ist eine Freigabe, die erst unterhalb des Bivalenzpunkts greift.
Woran erkennen Sie, dass der Heizstab zu oft läuft?
Ein zu häufig laufender Heizstab zeigt sich vor allem an einem Stromverbrauch, der deutlich über der Erwartung liegt. Prüfen Sie, ob Ihr Regler Energie oder Laufzeit der Zusatzheizung separat ausweist. Vergleichen Sie diesen Wert mit dem Gesamtverbrauch. Liegt der Anteil über wenigen Prozent, lohnt eine Prüfung.
4 Anzeichen sprechen für eine Fehleinstellung:
- Betrieb bei mildem Wetter: Der Heizstab läuft auch oberhalb von 0 °C über längere Zeit.
- Niedrige JAZ: Die gemessene Jahresarbeitszahl liegt deutlich unter dem Feldmittel von 3,4 bei Luft-Wasser-Wärmepumpen.
- Sprung im Stromverbrauch: Der Verbrauch steigt schon bei leichtem Frost sprunghaft an, obwohl die Außentemperatur noch über dem Bivalenzpunkt liegt.
- Fehlermeldung: Die Regelung meldet eine Störung, und die Anlage heizt im Notbetrieb.
Häufige Ursachen sind ein zu hoher Bivalenzpunkt, eine zu steile Heizkurve, eine zu kleine Wärmepumpe oder eine zu häufige Legionellenschaltung.
Lohnt sich PV-Überschuss für den Heizstab?
Mit Wärmepumpentarif bringt PV-Überschuss im Heizstab kaum mehr als die Einspeisung, wenn die Wärmepumpe dasselbe Wasser erwärmen könnte. Der Heizstab wandelt Solarstrom nur 1:1 in Wärme um. Die Wärmepumpe macht aus derselben kWh ein Vielfaches. Die Planungsunterlage des Herstellers Wolf empfiehlt den Heizstab deshalb vor allem bei kleinen PV-Anlagen. Bei größeren Anlagen kann die Wärmepumpe über die SG-Ready-Schnittstelle ihre Speichertemperaturen anheben. SG Ready ist ein Steuereingang, über den PV-Anlage oder Energiemanager die Wärmepumpe ansteuern.
| Nutzung von 1 kWh PV-Überschuss | Wert mit WP-Tarif (24 ct) | Wert mit Haushaltsstrom (37 ct) |
|---|---|---|
| Einspeisen (Teileinspeisung bis 10 kWp) | 7,7 ct | 7,7 ct |
| Heizstab im Warmwasserspeicher | 8,6 ct | 13,2 ct |
| Wärmepumpe per SG Ready anheben | 22,6 ct | 34,9 ct |
Kurz eingeordnet: Die Tabelle bewertet, wie viel Netzstrom die Solar-kWh ersetzt. Für die Wärmepumpe beim Warmwasser ist eine Arbeitszahl von 2,8 angenommen. Das ist eine 42watt-Annahme und kein Messwert. Bei der SG-Ready-Anhebung ist ein Effizienzverlust von 5,7 % abgezogen, den das Fraunhofer ISE an einer Feldanlage gemessen hat. Die Einspeisevergütung von 7,70 Cent gilt für Teileinspeisung bis 10 kWp bei Inbetriebnahme vom 01.08.2026 bis 31.12.2026. Eine Neuregelung für neue Anlagen ab 2027 ist geplant, aber noch nicht beschlossen (Stand Oktober 2026). Ob PV-Strom die Wärmepumpe direkt versorgen kann, hängt außerdem vom Zählerkonzept ab.
Was bedeutet § 14a EnWG für den Heizstab?
Nach § 14a EnWG zählt der Heizstab zur Wärmepumpe und darf vom Netzbetreiber mitgesteuert werden. Die Bundesnetzagentur nennt als steuerbare Verbrauchseinrichtung „eine Wärmepumpenheizung unter Einbeziehung von Zusatz- oder Notheizvorrichtungen (z.B. Heizstäbe)“. Die Regel gilt seit dem 01.01.2024 für neue Anlagen mit mehr als 4,2 kW Anschlussleistung.
Bei Netzengpässen darf der Netzbetreiber den Bezug vorübergehend auf 4,2 kW begrenzen. Unter 4,2 kW darf er den Bezug nicht senken. Läuft in dieser Zeit ein großer Heizstab, steht ihm nur ein Teil seiner Leistung zur Verfügung. Dafür sinken die Netzentgelte. Modul 1 bringt je nach Netzgebiet einen Pauschalrabatt von etwa 110 bis 190 Euro im Jahr (Stand der BNetzA-Angabe: 2023). Modul 2 senkt den Netzentgelt-Arbeitspreis auf 40 %, braucht aber einen separaten Zähler. Seit April 2025 gibt es zusätzlich Modul 3 mit zeitvariablen Netzentgelten, nur in Kombination mit Modul 1.
Häufige Fragen zu Heizstab und Wärmepumpe
Kann man den Heizstab einer Wärmepumpe ausschalten?
Technisch ja, bei Luft-Wasser-Wärmepumpen ist das aber nur nach Rücksprache mit dem Fachbetrieb sinnvoll. Ohne Heizstab fehlt die Reserve bei strengem Frost, bei Störungen und für hohe Warmwassertemperaturen. Besser ist eine Freigabe, die nur unterhalb des Bivalenzpunkts greift.
Wie viel Leistung hat ein Heizstab in der Wärmepumpe?
Integrierte Heizstäbe haben meist einige Kilowatt Leistung und lassen sich oft in Stufen schalten. Vaillant nennt für die Hydraulikstation der aroTHERM Split plus bis 5,4 kW bei 230 Volt, stufig einstellbar. Viessmann nannte in einer Planungsanleitung von 2013 für die damalige Vitocal 200-A 8,8 kW in 3 Stufen. Die passende Größe richtet sich nach der Heizlast des Hauses.
Braucht eine Erdwärmepumpe einen Heizstab?
Eine Erdwärmepumpe braucht den Heizstab meist nur für Warmwasser und als Notreserve. Im Fraunhofer-Feldtest 2025 lag sein Anteil bei Erdreich-Anlagen nahe 0 %. Die Wärmequelle Erdreich bleibt auch im Winter vergleichsweise warm. Warum manche Anlagen trotzdem bewusst mit 2 Wärmeerzeugern geplant werden, erklärt der Beitrag bivalente Wärmepumpe.
Ist der Heizstab bei billigem Strom günstiger als die Wärmepumpe?
Nein, auch bei stark schwankenden Strompreisen bleibt die Wärmepumpe fast immer günstiger. Kostet Strom 18 Cent, kostet 1 kWh Wärme aus dem Heizstab 18 Cent. Die Wärmepumpe liefert bei 38 Cent Strompreis und der Feld-JAZ von 3,4 dieselbe kWh für rund 11,2 Cent.
Fraunhofer ISE (Pressemitteilung WP-QS im Bestand, 03.11.2025; Pressemitteilung WPsmart im Bestand, 27.07.2020; Endbericht WP Monitor, 15.07.2014); Umweltbundesamt (Trinkwarmwasserkonzepte für Gebäude mit Wärmepumpenheizung, Stand November 2023); DVGW-Arbeitsblatt W 551 (2004-04, zitiert nach Dimplex-Planungswiki); Verbraucherzentrale (Warmwasser mit Wärmepumpe, Stand 30.01.2026); Verbraucherzentrale NRW (Marktcheck Wärmepumpenstromtarife, Februar 2026); BDEW-Strompreisanalyse 2026; Bundesnetzagentur (Festlegung BK6-22-300 vom 27.11.2023, Informationsseite steuerbare Verbrauchseinrichtungen); Bundesnetzagentur (EEG-Vergütungssätze ab 01.08.2026); Stiebel Eltron (Planungshandbuch Wärmepumpen; Produktinformation Not-/Zusatzheizung); Vaillant (Datenblatt aroTHERM Split plus, Anleitung sensoCOMFORT VRC 720/2); Viessmann (Planungsanleitung Vitocal 200-A); Bosch Home Comfort (Wärmepumpe vereist); Wolf (Planungsinformation Wärmepumpe und Photovoltaik, 12/2022); pv magazine (Fraunhofer-Feldanlage SG Ready, 03.04.2024).


