Solarmodul 500 Watt: Test, Hersteller, Preise und Maße 2026
Ein 500-Watt-Solarmodul ist 2026 das Standard-Premium-Format für deutsche Eigenheimdächer. Es besteht aus 144 halbierten n-Type-TOPCon-Zellen, misst rund 1.762 bis 1.961 × 1.134 × 30 mm, wiegt 21 bis 27 kg und erreicht 22 bis 23,5 % Wirkungsgrad. Wp steht für Wattpeak, die Nennleistung unter Normbedingungen.
Das Wichtigste in Kürze
- Standard-Premium-Format 2026: 144 n-Type-TOPCon-Halbzellen, 22 bis 23,5 Prozent Wirkungsgrad.
- Maße rund 1,76 bis 1,96 m x 1,13 m; Gewicht 21 bis 27 kg.
- Endkundenpreise je Marke rund 50 bis 160 Euro; 0 Prozent Umsatzsteuer (§ 12 Abs. 3 UStG).
- Glas-Glas ist für Neuanlagen meist die bessere Wahl (längere Lebensdauer, weniger Degradation).
- Unabhängige Qualitätsquelle: Kiwa-PVEL Reliability Scorecard.
Was ist ein 500-Watt-Solarmodul?
Ein 500-Watt-Solarmodul ist ein Photovoltaikmodul, das unter Standard-Testbedingungen (1.000 W/m² Einstrahlung, 25 °C Zelltemperatur, Spektrum AM 1,5) eine Nennleistung von 500 Wattpeak (Wp) erreicht. Diese Wattklasse hat sich 2026 als Standard-Premium-Modul für deutsche Einfamilienhäuser etabliert. Die Mehrleistung gegenüber älteren Modulen stammt aus neuer Zelltechnik und größerer Fläche.
Die zusätzliche Leistung kommt aus dem Wechsel von p-Type-PERC- zu n-Type-TOPCon-Zellen sowie aus der größeren Modulfläche mit 144 halbierten Zellen statt 60 Vollzellen. Wie sich die Leistungsklassen unterscheiden, zeigt unser Vergleich der 400-Watt-Solarmodule.
Zelltechnologien, die 500 Wp erreichen: n-Type TOPCon dominiert 2026 mit 70 bis 80 % Marktanteil (22 bis 23,5 % Wirkungsgrad; Trina, JA Solar, Jinko, Longi, Q.Cells). HJT (Heterojunction) ist eine Premium-Nische (REC Alpha Pure-RX). ABC (All-Back-Contact) ist die technisch fortschrittlichste Massentechnologie (Aiko, bis 22,6 % Modulwirkungsgrad). HPBC ist Longis Variante. PERC (p-Type) ist ein Auslaufmodell. Grundlagen erklärt unser Ratgeber zur Photovoltaik-Funktionsweise.
Welche Maße hat ein 500-Watt-Solarmodul?
Die typischen Abmessungen liegen zwischen 1.762 × 1.134 mm (kompaktes Format, rund 2,0 m²) und 1.961 × 1.134 mm (Standardformat mit 144 halbierten n-Type-Zellen, rund 2,22 m²). Die Bauhöhe beträgt einheitlich 30 mm. Die Breite ist bei fast allen 500-W-Modulen identisch 1.134 mm, abgeleitet vom 182-mm-Wafer (M10-Format).
| Hersteller / Modell | Wp | Maße (mm) | Gewicht | Wirkungsgrad |
|---|---|---|---|---|
| Trina Vertex S+ TSM-NEG9R.28 | 440–470 | 1.762 × 1.134 × 30 | 21,1 kg (Glas-Glas) | 23,5 % |
| Aiko Neostar 2S+ A500-MAH60Db | 500 | 1.954 × 1.134 × 30 | 27,2 kg (Glas-Glas) | 22,6 % |
| Jinko Tiger Neo 60HL4-V | 475–500 | 1.906 × 1.134 × 30 | 22,5 kg | 23,17 % |
| Viessmann Vitovolt 300-DG M500 WT | 500–515 | 1.961 × 1.134 × 30 | 27,0 kg (Glas-Glas) | 22,5–23,2 % |
| Longi Hi-MO X6 Max LR7-60HTB-500M | 500 | 1.990 × 1.134 × 30 | 24,8 kg | 22,2 % |
Eine 10-kWp-Anlage besteht aus 20 Modulen à 500 Wp und benötigt netto rund 45 m² Modulfläche, brutto etwa 50 m² Schrägdach.
Wie viel wiegt ein 500-Watt-Solarmodul?
Ein Standard-Glas-Folie-Modul mit 500 Wp wiegt 22 bis 23 kg, ein Glas-Glas-Modul 24 bis 27 kg. Eine 10-kWp-Anlage aus 20 Modulen samt Montagesystem bringt rund 750 bis 850 kg auf 50 m² Dachfläche, das entspricht 15 bis 17 kg/m². Diese Last liegt deutlich unter den Schneelast-Normen von 100 bis 200 kg/m². Bei Altdächern (Baujahr vor 1980) ist die Statik dennoch vorab zu prüfen. Ein 27 kg schweres Glas-Glas-Modul ist für die Montage durch eine Einzelperson zu schwer; hier gilt das Vier-Hände-Prinzip.
Wann lohnt sich ein bifaziales 500-Watt-Modul?
Ein bifaziales Modul lohnt sich vor allem bei hellem Untergrund und freier Rückseite. Es erzeugt Strom auf Vorder- und Rückseite; bei n-Type-TOPCon erreicht die Rückseite 70 bis 80 % des Vorderseiten-Wirkungsgrads, bei HJT bis 95 %. Voraussetzung ist ein Glas-Glas-Aufbau mit transparenter Rückseite.
Auf einem klassischen Schrägdach mit dunklen Ziegeln bringt Bifazialität nur 1 bis 5 % Mehrertrag; der Aufpreis von 5 bis 10 % rechnet sich kaum. Wirtschaftlich ist Bifazialität auf aufgeständerten Flachdächern mit weißer EPDM-Folie oder hellem Kies (18 bis 25 % Bifacial Gain), auf Carports, Pergolen und Solar-Zäunen mit freier Rückseite sowie auf Freiflächen.
Was bringen Full-Black-500-Watt-Module?
Ein Full-Black-Modul hat schwarzen Rahmen, schwarze Zellen und schwarze Rückseitenfolie für eine dezente Optik. Bei Glas-Folie-Modulen kostet das je nach Bauweise etwas Wirkungsgrad: Full-Black erwärmt sich rund 5 °C stärker, was etwa 2,3 % Leistungsverlust bedeutet (Untersuchung TEC-Institut Waldaschaff). Bei Glas-Glas-Full-Black-Modulen entfällt dieser Effekt weitgehend. Der Preisaufschlag liegt bei 4 bis 7 %. Für rein technische Optimierung lohnt Full Black nicht; sinnvoll ist es bei sehr dunklen Dächern und hohem Anspruch an die Ästhetik.
Glas-Glas oder Glas-Folie – was ist besser?
Ein Glas-Glas-Modul hat statt der Kunststoff-Rückseitenfolie eine zweite Glasscheibe. Für langlebige Neuanlagen ist Glas-Glas 2026 meist die bessere Wahl: 30 bis 40 Jahre Lebensdauer statt 25 bis 30, längere Garantien, geringere Degradation (0,3 statt 0,5 % pro Jahr), höhere mechanische Belastbarkeit und Brandklasse A. Die Nachteile: 3 bis 6 kg Mehrgewicht pro Modul und 5 bis 15 % Mehrkosten. Einen Überblick bietet unser Vergleich der Solarmodule.
Welche Hersteller bieten 500-Watt-Module 2026?
Die 500-Wp-Klasse wird von chinesischen Tier-1-Herstellern und europäischen Premium-Anbietern bedient. Führend sind Trina, JA Solar, Jinko, Aiko und Longi; hinzu kommen Q.Cells, REC, Viessmann, WINAICO, Heckert und Solarwatt. Einige Marken bieten im Standardformat kein exaktes 500-Wp-Modul, sondern Werte zwischen 405 und 525 Wp.
| Hersteller | Modell | Technologie | Garantie | Endkundenpreis |
|---|---|---|---|---|
| Trina Solar | Vertex S+ TSM-NEG9R.28 | n-Type TOPCon Glas-Glas | 25 + 30 Jahre | 59,90–67 € |
| JA Solar | JAM60D41 | n-Type TOPCon Glas-Glas | 12 + 30 Jahre | 94–135 € |
| Jinko Solar | Tiger Neo 60HL4-V | n-Type TOPCon | 12 + 30 Jahre | 110–160 € |
| Aiko Solar | Neostar 2S+ A500-MAH60Db | ABC Glas-Glas | 25 + 30 Jahre | 78–99 € |
| Longi Solar | Hi-MO X6 Max | HPBC Back Contact | 25 + 30 Jahre | 85–120 € |
| Viessmann | Vitovolt 300-DG M500 WT | n-Type TOPCon Glas-Glas | 25 + 30 Jahre | 74,90 € |
Was kostet ein 500-Watt-Solarmodul 2026?
Ein 500-Watt-Solarmodul kostet Endkunden 2026 je nach Marke 50 bis 250 €. Chinesische Tier-1-Module liegen bei 0,22 bis 0,32 €/Wp, Premium-Module bei 0,30 bis 0,55 €/Wp. Im März 2026 lagen die Modulpreise auf historischem Tief. Wegen des Wegfalls chinesischer Export-Steuervorteile zum 1. April 2026 ist mit leicht steigenden Preisen zu rechnen. Für PV-Module auf Wohngebäuden gilt der Nullsteuersatz nach § 12 Abs. 3 UStG. Komplettpreise für ganze Anlagen finden Sie in unserem Beitrag zu den Photovoltaik-Kosten.
Welches 500-Watt-Modul ist Testsieger 2026?
Einen einheitlichen, geschützten Testsieger-Standard gibt es nicht. In Deutschland existiert keine offizielle Stiftung-Warentest-Bewertung von 500-Watt-Modulen. Die verlässlichste unabhängige Quelle ist die Kiwa-PVEL PV Module Reliability Scorecard 2025 (11. Edition, Juni 2025): 50 Hersteller wurden als Top Performer ausgezeichnet, 9 davon mit einem Modell in allen sieben Testkategorien. Namentlich genannt: Longi, Trina, JA Solar, Jinko, Aiko, Tongwei und DMEGC. Kommerzielle Vergleichsportale (gruenes.haus, aceflex.de) küren Aiko, Trina und Jinko vorn, arbeiten aber teils mit Affiliate-Provisionen. Die Konsens-Top-Marken 2025/2026 sind Aiko, Trina, JA Solar, Jinko, Longi, REC und Q.Cells.
Welcher Speicher passt zu 500-Watt-Modulen?
Für eine 10-kWp-Anlage aus 20 Modulen à 500 Wp ist ein Speicher mit 10 bis 15 kWh nutzbarer Kapazität optimal. Als Faustregel gilt 1 kWh Speicher pro kWp installierter Leistung. Empfehlenswerte Speicher sind BYD Battery-Box, Sungrow SBR, Huawei LUNA2000 sowie deutsche Optionen wie sonnenBatterie und SENEC. Passende Hybrid-Wechselrichter kommen von SMA, Fronius, Sungrow, Huawei und Kostal. Eine unverbindliche Auslegung erhalten Sie über unsere Seite zu Photovoltaik + Batterie.
Wann ist ein 500-Watt-Modul die richtige Wahl?
Ein 500-Watt-Modul ist die richtige Wahl bei großen, unverschatteten Schrägdächern, Flachdach-Aufständerungen und Neuanlagen mit hohem Anspruch an Langlebigkeit. Weniger geeignet ist es bei kleinen, verwinkelten Dächern, fragwürdiger Altbau-Statik und Montage durch Einzelpersonen. In diesen Fällen sind kompaktere 380- bis 420-Wp-Module oft die bessere Lösung. Grenzwerte für die Wahl: Wirkungsgrad ≥ 22 %, Temperaturkoeffizient ≤ –0,30 %/°C, Leistungsgarantie ≥ 87 % nach 30 Jahren, Bloomberg-Tier-1- und PVEL-Top-Performer-Status. Zur Einordnung kleiner Systeme siehe unseren Ratgeber zur Mini-PV-Anlage.
Häufige Fragen
Was kostet ein 500-Watt-Solarmodul 2026?
Im Großhandel kosten China-Tier-1-Module 0,07 bis 0,14 €/Wp, also 35 bis 70 € pro 500-Wp-Modul. Endkundenpreise liegen bei 0,22 bis 0,32 €/Wp (110 bis 160 €). Premium-Module (Aiko, REC, WINAICO) kosten 0,30 bis 0,55 €/Wp. Für Wohngebäude gilt der Nullsteuersatz nach § 12 Abs. 3 UStG.
Wie groß ist ein 500-Watt-Solarmodul?
Ein 500-Watt-Solarmodul misst typisch 1.762 × 1.134 × 30 mm bis 1.961 × 1.134 × 30 mm. Die Fläche liegt bei 2,0 bis 2,22 m², das Gewicht bei 21 bis 27 kg je nach Bauweise. Die Breite ist bei fast allen Modellen einheitlich 1.134 mm.
Wie viel wiegt ein 500-Watt-Solarmodul?
Standard-Glas-Folie-Module wiegen 22 bis 23 kg, Glas-Glas-Module 24 bis 27 kg. Eine 10-kWp-Anlage aus 20 Modulen wiegt mit Montagesystem rund 750 bis 850 kg auf 50 m² Dachfläche, das entspricht 15 bis 17 kg/m².
Welches 500-Watt-Solarmodul ist Testsieger 2026?
Es gibt keinen einheitlichen, geschützten Testsieger-Standard. Konsens-Top-Marken 2026 sind Aiko, Trina, JA Solar, Jinko, Longi, REC und Q.Cells. In der unabhängigen Kiwa-PVEL-Scorecard 2025 sind unter anderem Trina, Longi, JA Solar, Jinko und Aiko als Top Performer ausgezeichnet.
Lohnt sich ein bifaziales 500-Watt-Modul auf dem Schrägdach?
Auf einem klassischen Schrägdach mit dunklen Ziegeln bringt Bifazialität nur 1 bis 5 % Mehrertrag; der Aufpreis von 5 bis 10 % rechnet sich kaum. Sinnvoll ist Bifazialität auf aufgeständerten Flachdächern mit hellem Untergrund, auf Carports und auf Freiflächen.
Lohnen sich Glas-Glas-Module gegenüber Glas-Folie?
2026 meist ja. Der Aufpreis liegt nur noch bei 5 bis 15 %; dafür gibt es 30 statt 25 Jahre Leistungsgarantie, geringere Degradation, höhere mechanische Belastbarkeit und Brandklasse A. Das Mehrgewicht beträgt 3 bis 6 kg pro Modul.
Aiko-Produktdatenblatt, Kiwa-PVEL Reliability Scorecard 2025, gruenes.haus, TEC-Institut Waldaschaff, § 12 Abs. 3 UStG.


