Max Nestler
October 27, 2026
Lesezeit
14
Minuten
Wärmepumpe
Förderung & Service

Wärmepumpen-Förderung 2026: KfW-Zuschuss bis 80 %, Antrag, Auszahlung

Die Wärmepumpen-Förderung 2026 läuft als Zuschuss über das KfW-Programm 458 und deckt seit dem 21.07.2026 je nach Einkommen und alter Heizung 30 bis 80 Prozent der förderfähigen Kosten. Für ein Einfamilienhaus sind höchstens 28.000 Euro förderfähig, der Zuschuss erreicht damit bis zu 22.400 Euro. Dieser Ratgeber zeigt Fördersätze, Rechenbeispiele, den Antrag vor dem Vertrag und den Weg bis zur Auszahlung.

Inhaltsverzeichnis
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Das Wichtigste in Kürze

  • Programm: KfW-Zuschuss 458 „Heizungsförderung für Privatpersonen“, Antrag vor Baubeginn in „Meine KfW“
  • Grundförderung: 30 % der förderfähigen Kosten seit 21.07.2026, auch für Vermietende
  • Klimageschwindigkeitsbonus: 16 % seit 21.07.2026, ab 01.02.2027 12 %, für Anträge ab 01.08.2028 entfallen
  • Einkommensbonus: 40/30/10 % bis 30.000/40.000/50.000 € zvE, mit Kind +10.000 € Grenze
  • Obergrenze: 70 %, 80 % bei zvE bis 30.000 € bzw. 40.000 € mit Kind
  • Förderfähige Kosten 1. Wohneinheit: 28.000 € seit 21.07.2026, 27.250 € ab 01.02.2027
  • Max. Zuschuss Einfamilienhaus: 22.400 € bei 80 %, 19.600 € bei 70 %
  • Auszahlung: nach Nachweisprüfung, meist Monatsmitte/-ende; Prüfung i. d. R. bis 2 Monate

Wie viel Förderung bekomme ich für eine Wärmepumpe 2026?

Die KfW zahlt seit dem 21.07.2026 zwischen 30 und 80 Prozent der förderfähigen Kosten, bei 28.000 Euro förderfähigen Kosten im Einfamilienhaus also zwischen 8.400 und 22.400 Euro. Die Höhe hängt von 3 Faktoren ab: Selbstnutzung, alter Heizung und zu versteuerndem Haushaltseinkommen. Die KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) ist die Förderbank des Bundes. Das Programm 458 heißt „Heizungsförderung für Privatpersonen – Wohngebäude“ und gehört zur Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG). Die Tabelle gilt für Anträge vom 21.07.2026 bis zum 31.01.2027 und förderfähige Kosten von 28.000 Euro.

Fallgruppe (selbstnutzend)zvE ohne KindzvE mit Kind unter 18Satz mit / ohne Austausch-BonusMax. Zuschuss mit / ohne
Einkommensbonus 40 %bis 30.000 €bis 40.000 €80 % / 70 %22.400 € / 19.600 €
Einkommensbonus 30 %30.001–40.000 €40.001–50.000 €70 % / 60 %19.600 € / 16.800 €
Einkommensbonus 10 %40.001–50.000 €50.001–60.000 €56 % / 40 %15.680 € / 11.200 €
Kein Einkommensbonusüber 50.000 €über 60.000 €46 % / 30 %12.880 € / 8.400 €
Vermietete Wohneinheit––30 %8.400 €

Die Abkürzung zvE steht für das zu versteuernde Einkommen. „Mit Austausch-Bonus“ bedeutet: Sie ersetzen eine alte fossile Heizung und erhalten zusätzlich den Klimageschwindigkeitsbonus von 16 Prozent. Haushalte mit niedrigem Einkommen erreichen so den Höchstsatz von 80 Prozent. Haushalte ohne Einkommensbonus kommen mit Austausch auf 46 Prozent.

Der Rechenweg folgt immer 4 Schritten:

1. Förderfähige Kosten ermitteln und beim Einfamilienhaus auf 28.000 Euro begrenzen.

2. Grundförderung, Klimageschwindigkeitsbonus und Einkommensbonus addieren.

3. Die Summe auf 70 Prozent kappen, bei niedrigem Einkommen auf 80 Prozent.

4. Den gekappten Satz mit den förderfähigen Kosten multiplizieren.

Welche Boni gibt es bei der KfW-Förderung 458?

Die KfW-Förderung 458 besteht seit dem 21.07.2026 aus 30 Prozent Grundförderung, 16 Prozent Klimageschwindigkeitsbonus und einem Einkommensbonus von 10, 30 oder 40 Prozent. Die Grundförderung erhalten alle Antragstellenden, auch Vermietende. Beide Boni gibt es nur für selbstgenutzte Wohneinheiten. Die Summe ist auf 70 Prozent begrenzt. Die Grenze steigt auf 80 Prozent, wenn das zvE höchstens 30.000 Euro beträgt. Mit mindestens einem kindergeldberechtigten Kind unter 18 Jahren gilt eine Grenze von 40.000 Euro.

Den Klimageschwindigkeitsbonus erhalten Sie für den Austausch einer funktionstüchtigen Öl-, Kohle-, Gasetagen- oder Nachtspeicherheizung. Er gilt auch für eine mindestens 20 Jahre alte Gas- oder Biomasseheizung. Die alte Anlage muss fachgerecht demontiert und entsorgt werden. Der Bonus gilt nur für die selbstgenutzte Haupt- oder alleinige Wohneinheit.

Der Einkommensbonus ist gestaffelt. Ein Familienzuschlag erhöht jede Einkommensgrenze einmalig um 10.000 Euro. Voraussetzung ist mindestens ein minderjähriges, kindergeldberechtigtes Kind im Haushalt. Eine Familie mit 55.000 Euro zvE erhält dadurch noch 10 Prozent Einkommensbonus.

Den früheren Effizienzbonus von 5 Prozent für Wärmepumpen mit natürlichem Kältemittel oder mit Wasser, Erdreich oder Abwasser als Wärmequelle gibt es nicht mehr. Die KfW schrieb am 08.07.2026: „Effizienzbonus und Emissionsminderungszuschlag entfallen.“ Den Zuschuss zahlt die KfW, nicht das BAFA (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle). Das BAFA führt die Liste förderfähiger Wärmepumpen. Die Rollen beider Stellen erklärt der Beitrag zur BAFA-Förderung für Wärmepumpen.

Zählt beim Einkommensbonus das Brutto- oder Nettoeinkommen?

Beim Einkommensbonus zählt weder das Brutto- noch das Nettoeinkommen, sondern das zu versteuernde Einkommen laut Einkommensteuerbescheid. Das zvE ist das Einkommen nach Abzug von Werbungskosten, Sonderausgaben, außergewöhnlichen Belastungen und Freibeträgen. So ergibt es sich aus § 2 des Einkommensteuergesetzes (EStG). Das zvE liegt deshalb meist deutlich unter dem Bruttolohn.

Die KfW rechnet mit dem Durchschnitt aus 2 Jahren. Maßgeblich sind das zweite und das dritte Kalenderjahr vor dem Antragseingang. Ein Antrag im Jahr 2026 stützt sich auf die Bescheide für 2023 und 2024. Ein Antrag im Jahr 2027 stützt sich auf 2024 und 2025.

Zum Haushaltseinkommen zählen alle relevanten Haushaltsangehörigen. Bei gemeinsamer Veranlagung mit einem getrennt lebenden Partner zählt das Einkommen nur zur Hälfte. Im Antrag dürfen Sie das zvE schätzen. Die Bescheide reichen Sie erst mit den Nachweisen ein.

Rentnerinnen und Rentner ohne Steuererklärung weisen ihr Einkommen anders nach. Die KfW verlangt dann die Rentenbezugsmitteilungen und für weitere Renten eine Bescheinigung nach § 22 Nr. 5 Satz 7 EStG. Hinzu kommt eine Selbsterklärung. Rentenbescheide akzeptiert die KfW nicht.

Wie hoch ist der KfW-Zuschuss in konkreten Beispielen?

Je nach Haushalt liegt der Zuschuss für ein Einfamilienhaus in den 4 Beispielen zwischen 8.400 und 22.400 Euro. Alle Fälle gelten für Anträge zwischen dem 21.07.2026 und dem 31.01.2027. Die Werte sind nachgerechnet.

FallAusgangslageFördersatzZuschussEigenanteil
A: RentnerpaarzvE 28.000 €, Öl 25 Jahre, Kosten 32.000 €86 % → 80 %22.400 €9.600 €
B: Familie, 1 KindzvE 52.000 €, Gas 22 Jahre, Kosten 30.000 €56 %15.680 €14.320 €
C: Paar ohne KindzvE 45.000 €, Gas 12 Jahre, Kosten 26.000 €40 %10.400 €15.600 €
D: Vermietetes HausÖlheizung, Kosten 35.000 €30 %8.400 €26.600 €

Fall A zeigt die Wirkung beider Grenzen. Von 32.000 Euro sind nur 28.000 Euro förderfähig. Die Boni ergeben rechnerisch 86 Prozent, die KfW zahlt höchstens 80 Prozent. Der Zuschuss beträgt damit 22.400 Euro.

Fall B profitiert vom Familienzuschlag. Ohne Kind läge der Haushalt mit 52.000 Euro über allen Einkommensstufen. Mit Kind erhält er 10 Prozent Einkommensbonus. Zusammen mit 30 Prozent Grundförderung und 16 Prozent Austausch-Bonus ergeben sich 56 Prozent von 28.000 Euro.

Fall C erhält keinen Klimageschwindigkeitsbonus. Die Gasheizung ist jünger als 20 Jahre. Es bleiben 30 Prozent Grundförderung und 10 Prozent Einkommensbonus. Fall D bekommt nur die Grundförderung, weil Boni für vermietete Wohnungen nicht gelten.

Stellen Sie den Antrag in Fall A erst ab dem 01.02.2027, sinkt der Zuschuss um 600 Euro auf 21.800 Euro. Dann gelten 27.250 Euro förderfähige Kosten. In Fall B sinkt er ab diesem Datum auf 14.170 Euro.

Wer kann die KfW-Förderung für Wärmepumpen beantragen?

Antragsberechtigt sind Privatpersonen, die als Eigentümerin oder Eigentümer eines bestehenden Wohngebäudes im Grundbuch stehen, sowie Wohnungseigentümergemeinschaften. Dazu zählen Eigentümer von Ein- und Mehrfamilienhäusern. Eigentümer einer Eigentumswohnung beantragen für Maßnahmen im Sondereigentum. Eine Wohnungseigentümergemeinschaft (WEG) beantragt für das Gemeinschaftseigentum.

Der Bauantrag für das Gebäude muss mindestens 5 Jahre vor Antragstellung liegen. Vermietende erhalten nur die Grundförderung von 30 Prozent. Steht eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) oder eine juristische Person im Grundbuch, gilt das KfW-Programm 459. Nießbrauchberechtigte sind nicht antragsberechtigt. Beim Hauskauf genügt für den Antrag eine Auflassungsvormerkung. Bei der Nachweiseinreichung muss der Grundbuchauszug die Eigentümerstellung belegen.

Welche Kosten sind bei der Wärmepumpe förderfähig?

Förderfähig sind die Wärmepumpe, ihr Einbau und die notwendigen Umfeldmaßnahmen bis zum Höchstbetrag von 28.000 Euro für die erste Wohneinheit. Umfeldmaßnahmen sind Arbeiten, die für den Betrieb der neuen Heizung nötig sind. Dazu gehören etwa die Erschließung der Wärmequelle, die Demontage der Altanlage und die Optimierung des Heizungsverteilsystems. Die KfW fördert außerdem Fachplanung, Baubegleitung und akustische Fachplanung mit. Ein hydraulischer Abgleich ist vorgeschrieben.

Ausgeschlossen sind Eigenbauanlagen und Prototypen. Als Prototyp gilt eine Anlage, die in weniger als 4 Exemplaren betrieben wird. Gebrauchte Anlagen erhalten ebenfalls keinen Zuschuss. Eine Einzelheizung ist ausgeschlossen, wenn die Kommune den Anschluss des Grundstücks an ein Wärmenetz beschlossen hat.

Die KfW erlaubt die Kombination mit anderen öffentlichen Mitteln. Laut Merkblatt ist die Kumulierung „bis zu 60 Prozent der geförderten Investitionskosten möglich“. Für dieselben Kosten stellen Sie nur einen Antrag, bei der KfW oder beim BAFA. Den Steuerbonus nach § 35c EStG können Sie für dieselbe Maßnahme nicht zusätzlich nutzen. Ob ein Angebot alle förderfähigen Positionen sauber ausweist, zeigt die Checkliste zur Prüfung eines Wärmepumpen-Angebots.

Wie läuft der Antrag für die KfW-Förderung ab?

Der Antrag läuft in 3 Schritten vor Baubeginn: Bestätigung zum Antrag, Vertrag mit Förderbedingung und Antrag im Portal „Meine KfW“. Einen Vertrag dürfen Sie also vor dem Antrag unterschreiben. Er braucht aber eine aufschiebende oder auflösende Bedingung. Diese Klausel macht den Vertrag von der KfW-Zusage abhängig.

1. Bestätigung zum Antrag (BzA) einholen. Sie stammt von einem Fachunternehmen oder einer Energieeffizienz-Expertin der dena-Liste. Die BzA nennt die förderfähigen Gesamtkosten und trägt eine 15-stellige BzA-ID. Wer die BzA erstellt und wie es danach weitergeht, erklärt der Beitrag zur BzA-ID für die KfW-Förderung.

2. Liefer- oder Leistungsvertrag mit aufschiebender oder auflösender Bedingung unterschreiben. Das geplante Umsetzungsdatum liegt im Bewilligungszeitraum.

3. Zuschuss im Kundenportal „Meine KfW“ beantragen, bevor die Arbeiten beginnen.

4. Wärmepumpe nach der Zusage innerhalb von 36 Monaten einbauen lassen.

5. Bestätigung nach Durchführung (BnD) durch Fachbetrieb oder Expertin erstellen lassen.

6. Nachweise im Portal hochladen und Auszahlung anstoßen.

Ein Vertrag ohne Bedingung gilt als vorzeitiger Vorhabenbeginn. Eine bereits eingebaute Heizung ist nicht förderfähig. Boni können Sie nachträglich weder beantragen noch ändern. Jedes Formular und jede Wartezeit beschreibt die Anleitung zum KfW-Antrag Schritt für Schritt.

Wann zahlt die KfW die Förderung für die Wärmepumpe aus?

Die KfW zahlt den Zuschuss nach Abschluss des Einbaus aus, sobald sie Ihre Nachweise geprüft hat, in der Regel zur Monatsmitte oder zum Monatsende. Viele Prüfungen schließt die KfW direkt ab. Sonst erhalten Sie laut KfW in der Regel innerhalb von 2 Monaten nach Eingang der Unterlagen eine Rückmeldung. Eine Auszahlung vor dem Einbau sieht das Programm nicht vor.

Für die Nachweise gelten feste Fristen. Sie reichen sie innerhalb von 6 Monaten nach Abschluss des Vorhabens ein. Maßgeblich ist das Datum der letzten Rechnung. Spätestens müssen die Nachweise 36 Monate nach der Zusage eingereicht sein, die genaue Frist steht in Ihrer Zusage. Wer die Frist verpasst, verliert den Zuschuss.

Eine Besonderheit betrifft den neuen Einkommensbonus. Die KfW schreibt: Das Einreichen der Nachweise für den Einkommensbonus zu den seit dem 21.07.2026 gültigen Konditionen „ist voraussichtlich ab Januar 2027 möglich“. Haben Sie diesen Bonus nach der Reform beantragt, verschiebt sich die Auszahlung deshalb mindestens bis ins Jahr 2027. Zur Zwischenfinanzierung kommt der Ergänzungskredit der KfW in Frage, wenn die Zusage höchstens 12 Monate alt ist.

Welche Unterlagen braucht die KfW für die Auszahlung?

Für die Auszahlung braucht die KfW die Bestätigung nach Durchführung, Ihre Steuer-Identifikationsnummer und alle Rechnungen zu den förderfähigen Kosten. Für den Klimageschwindigkeitsbonus belegen Sie das Alter der alten Heizung, etwa über das Inbetriebnahmedatum. Für den Einkommensbonus laden Sie die Einkommensteuerbescheide des zweiten und dritten Jahres vor Antragstellung hoch. Hinzu kommt ein Grundbuchauszug, bei geänderter Bankverbindung auch ein Kontonachweis.

Wie funktioniert der KfW-Kredit für die Wärmepumpe?

Der KfW-Ergänzungskredit 358 oder 359 finanziert bis zu 120.000 Euro je Wohneinheit und ergänzt den Zuschuss aus Programm 458, ersetzt ihn aber nicht. Das Programm 358 richtet sich an Selbstnutzende von Einfamilienhäusern und Eigentumswohnungen mit einem zvE bis 90.000 Euro. Es enthält eine zusätzliche Zinsverbilligung für die erste Zinsbindung. Auch hier gilt der Durchschnitt des zweiten und dritten Jahres vor Antragstellung. Das Programm 359 steht weiteren Gruppen offen, etwa Vermietenden und Unternehmen, ohne einkommensabhängige Zinsverbilligung.

Voraussetzung ist eine Zuschusszusage auf Ihren Namen. Sie darf höchstens 12 Monate alt sein und noch nicht ausgezahlt. Den Kredit beantragen Sie nicht direkt bei der KfW. Zuständig ist ein Finanzierungspartner, zum Beispiel Ihre Hausbank oder eine Sparkasse. Laufzeiten reichen bei Annuitätendarlehen von 4 bis 35 Jahren. Den Zinssatz legt die KfW am Tag der Zusage fest, er gilt dann für die gesamte Zinsbindung.

Wie lange gibt es die Wärmepumpen-Förderung noch?

Die Grundförderung von 30 Prozent hat kein festes Enddatum, für Wärmepumpen ist aber eine Neuregelung ab dem ersten Quartal 2027 angekündigt. Der Klimageschwindigkeitsbonus sinkt ab dem 01.02.2027 halbjährlich und entfällt für Anträge ab dem 01.08.2028. Maßgeblich ist immer das Datum des Antrags, nicht das Datum des Einbaus. Die KfW formuliert es im Merkblatt so: Der Bonus „sinkt erstmalig zum 01.02.2027 und danach halbjährlich zum 01.02. und 01.08. eines jeden Jahres um 4 Prozentpunkte“. Der Höchstbetrag für die erste Wohneinheit sinkt im selben Rhythmus um je 750 Euro.

Antrag abKlimageschwindigkeitsbonusFörderfähige Kosten 1. WEMax. Zuschuss (zvE bis 30.000 €, mit Austausch)
21.07.202616 %28.000 €22.400 €
01.02.202712 %27.250 €21.800 €
01.08.20278 %26.500 €20.670 €
01.02.20284 %25.750 €19.055 €
01.08.20280 %25.000 €17.500 €

Die Werte ab dem 01.08.2027 sind rechnerisch und gelten nur, wenn die Richtlinie unverändert bleibt. Ein Haushalt mit maximalem Anspruch verliert bis August 2028 also 4.900 Euro Zuschuss. Für Haushalte ohne Einkommensbonus sinkt der Zuschuss mit Austausch von 12.880 auf 7.500 Euro.

Für das erste Quartal 2027 hat die Bundesregierung zusätzlich einen Wertschöpfungsbonus angekündigt. Die Regelung ist noch nicht final. Laut KfW-Pressemitteilung vom 08.07.2026 soll die Grundförderung für Wärmepumpen dann auf 15 Prozent sinken. Wärmepumpen aus EU-Fertigung sollen zusätzlich 15 Prozent erhalten. Die Details erarbeitet das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) noch.

Einen Rechtsanspruch gibt es nicht. Das Merkblatt hält fest: „Es besteht kein Anspruch auf die Förderung.“ Die Förderung steht zudem unter dem Vorbehalt verfügbarer Haushaltsmittel. Seit dem 29.07.2026 löst das Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) das Gebäudeenergiegesetz ab. Was es für den Heizungstausch vorschreibt, erklärt der Beitrag zum Heizungsgesetz 2026.

Wird eine Brauchwasser-Wärmepumpe gefördert?

Eine Brauchwasser-Wärmepumpe allein erhält keinen Zuschuss aus dem KfW-Programm 458, weil das Programm Heizungsanlagen fördert. Eine Brauchwasser-Wärmepumpe erzeugt nur Trinkwarmwasser und keine Raumwärme. Wird sie zusammen mit einer neuen Heizungswärmepumpe eingebaut, kann sie Teil der förderfähigen Gesamtkosten sein. Eine Rolle kann dabei spielen, ob sie Raumluft aus beheizten Räumen nutzt. Lassen Sie die Einordnung vorab von Ihrer Energieeffizienz-Expertin bestätigen.

Über das BAFA ist eine Brauchwasser-Wärmepumpe nur ergänzend zu einer neuen Lüftungsanlage förderfähig. Sie muss dann Ab- oder Fortluft als Wärmequelle nutzen. Das steht im KfW-Infoblatt zu den förderfähigen Maßnahmen (Version 11.0). Modelle, Kosten und Effizienz vergleicht der Beitrag zur Brauchwasser-Wärmepumpe.

Was gilt für Mehrfamilienhäuser und Wohnungseigentümergemeinschaften?

In Mehrfamilienhäusern steigt der Höchstbetrag mit jeder Wohneinheit: 28.000 Euro für die erste, je 15.000 Euro für die zweite bis sechste und je 8.000 Euro ab der siebten. Ein Haus mit 7 Wohneinheiten erreicht so 111.000 Euro förderfähige Kosten. Die Grundförderung beträgt dann bis zu 33.300 Euro. Die KfW verteilt die berücksichtigten Kosten gleichmäßig auf alle Wohneinheiten.

Bei einer WEG stellt die Verwaltung oder eine bevollmächtigte Person den Basisantrag für die Grundförderung. Selbstnutzende Eigentümerinnen und Eigentümer stellen für ihre Boni einen Zusatzantrag. Er muss spätestens 6 Monate nach der Zusage zum Basisantrag eingehen. Außerdem muss er vor der Nachweiseinreichung für den Basisantrag vorliegen. Beschlüsse, Heizlast und Abrechnung behandelt der Ratgeber zur Wärmepumpe im Mehrfamilienhaus.

Häufige Fragen zur KfW-Förderung für Wärmepumpen

Muss der KfW-Antrag vor dem Vertrag gestellt werden?

Nein, der Vertrag darf vor dem Antrag unterschrieben werden, wenn er eine aufschiebende oder auflösende Bedingung zur KfW-Zusage enthält. Der Antrag muss aber vor Beginn der Arbeiten eingehen. Ein Vertrag ohne diese Bedingung gilt als vorzeitiger Vorhabenbeginn und schließt die Förderung aus.

Gilt der iSFP-Bonus auch für die Wärmepumpe?

Nein, der iSFP-Bonus gilt nicht für den Heizungstausch über das KfW-Programm 458. Der Bonus aus dem individuellen Sanierungsfahrplan (iSFP) erhöht nur BAFA-Zuschüsse für Maßnahmen an Gebäudehülle, Anlagentechnik und zur Heizungsoptimierung, seit dem 21.07.2026 zudem nur für förderfähige Kosten über 30.000 Euro. Wann er sich lohnt, zeigt der Beitrag zur iSFP-Förderung.

Gibt es zusätzlich Förderung vom Bundesland oder der Kommune?

Einige Bundesländer und Kommunen fördern Wärmepumpen zusätzlich, Höhe und Bedingungen unterscheiden sich aber regional und ändern sich häufig. Fragen Sie vor dem KfW-Antrag bei Ihrer Kommune und bei der Landesförderbank nach. In Niedersachsen ist das zum Beispiel die NBank. Die Kumulierung ist bis 60 Prozent der geförderten Kosten zulässig. Einen Überblick über Bundesprogramme für Dämmung, Fenster und Beratung gibt der Beitrag Energetische Sanierung: Welche Förderungen gibt es?

Erhalten Rentnerinnen und Rentner den Einkommensbonus?

Ja, Rentnerinnen und Rentner erhalten den Einkommensbonus, wenn ihr zu versteuerndes Haushaltseinkommen die Grenzen nicht überschreitet. Es gelten dieselben Stufen wie für alle Selbstnutzenden: 40 Prozent bis 30.000 Euro zvE. Ohne Steuererklärung belegen Sie das Einkommen mit Rentenbezugsmitteilungen, bei weiteren Renten mit einer Bescheinigung nach § 22 EStG und mit einer Selbsterklärung.

Lässt sich die Förderung nachträglich beantragen?

Nein, eine bereits eingebaute Wärmepumpe ist nicht förderfähig. Der Antrag muss vor Beginn der Arbeiten im Portal „Meine KfW“ eingehen. Auch Boni lassen sich nach der Zusage nicht mehr ergänzen.

Muss die KfW-Förderung zurückgezahlt werden?

Nein, der Zuschuss aus Programm 458 ist nicht rückzahlbar, solange Sie Fristen und Bedingungen einhalten. Zurückzahlen müssen Sie nur den Ergänzungskredit 358 oder 359. Falsche Angaben, etwa zu Selbstnutzung oder Einkommen, gefährden den Zuschuss.

Quellen & Belege

KfW – Heizungsförderung für Privatpersonen Wohngebäude (458), Stand Oktober 2026; KfW – Merkblatt Zuschuss Nr. 458 BEG Heizungsförderung für Privatpersonen, Stand 09/2026; KfW – Checkliste Nachweiseinreichung 458; KfW – Infoblatt zu den förderfähigen Maßnahmen und Leistungen BEG, Version 11.0 (09/2026); KfW – Ergänzungskredit Wohngebäude (358, 359); KfW – Pressemitteilung vom 08.07.2026 zur Heizungsförderung; Richtlinie Bundesförderung für effiziente Gebäude – Einzelmaßnahmen (BEG EM), BAnz AT 27.08.2026; Einkommensteuergesetz (EStG) § 2 Abs. 5 und § 22; Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG).