Max Nestler
April 28, 2026
Lesezeit
11
Minuten
Photovoltaik + Batterie
Planung und Installation

Solar Fabrik Module 2026: Preise, Technik, Test

Die Solar Fabrik GmbH aus Laufach (Bayern) ist ein deutscher Photovoltaik-Modulanbieter mit bewegter Firmengeschichte. Die insolvente Solar-Fabrik AG aus Freiburg und die heutige Solar Fabrik GmbH sind zwei rechtlich getrennte Unternehmen – eine Verwechslung, die viele Kaufinteressierte verunsichert. Dieser Artikel ordnet Modelle, Preise, Garantien und geprüfte Kundenbewertungen für 2026 ein.

Inhaltsverzeichnis
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Das Wichtigste in Kürze

  • Firmensitz: Laufach, Landkreis Aschaffenburg (Bayern)
  • Fertigung aktuell: Auftragsproduktion China seit 2018, deutsches Qualitätsmanagement
  • Deutsche Fertigung: Factory One Hösbach, Serienstart für Herbst 2025 angekündigt
  • Bestseller-Modul: Mono S4 Trend, 455-460 Wp, bis 22,8 % Wirkungsgrad
  • Effizienzserie: Mono S4 BC (Back Contact), bis 24 % Wirkungsgrad, 475-490 Wp
  • Garantie: 30 Jahre Produkt + 30 Jahre Leistung (Glas-Glas, Residential-Format)
  • Vergleichstest: Rang 14 von 20 bei gruenes.haus, Gesamtnote 4,05 (Stand Juli 2026)
  • Insolvente Vorgängerin: Solar-Fabrik AG Freiburg, Insolvenzantrag Februar 2015 - rechtlich getrennt

Solar Fabrik auf einen Blick

Die Solar Fabrik GmbH ist ein deutscher Photovoltaik-Modulhersteller und -vermarkter mit Sitz in Laufach, Landkreis Aschaffenburg (Bayern). Geschäftsführer Christian Laibacher übernahm 2016 die Markenrechte und eine Produktionslinie der insolventen Solar-Fabrik AG. Das Unternehmen beschäftigt aktuell 75 Mitarbeitende und beliefert mehr als 10 Länder. Für 2025 weist es eine Reklamationsquote von unter 0,01 Prozent aus (Solar Fabrik GmbH, Unternehmensangaben, Stand: Juli 2026). Seit 2018 lässt Solar Fabrik seine Module bei Auftragsherstellern in China produzieren, nach eigenen Spezifikationen und mit deutschem Qualitätsmanagement. Mit der neuen Halle Factory One in Hösbach, rund 5 Kilometer vom Hauptsitz entfernt, soll zusätzlich in Deutschland gefertigt werden.

MerkmalWert
FirmensitzLaufach, Landkreis Aschaffenburg (Bayern)
GeschäftsführerChristian Laibacher (seit 2016)
Mitarbeitende75 (Stand: Juli 2026)
Reklamationsquoteunter 0,01 % (2025, Unternehmensangabe)
Fertigung aktuellAuftragsfertigung China seit 2018, deutsches Qualitätsmanagement
Fertigung geplantFactory One, Hösbach – Serienstart für Herbst 2025 angekündigt
Insolvente VorgängerinSolar-Fabrik AG, Freiburg (Insolvenzantrag: 2. Februar 2015)
Garantie Glas-Glas (Residential-Format)30 Jahre Produkt + 30 Jahre Leistung

Kurz zusammengefasst: ein bayerisches Unternehmen mit asiatischer Auftragsfertigung, deutschem Prüfregime und einer Fertigungslinie im Inland, die sich noch im Aufbau befindet.

Ist die Solar Fabrik GmbH insolvent? Zwei Unternehmen, eine Marke

Nein: Die heutige Solar Fabrik GmbH ist nicht insolvent. Insolvent war die Solar-Fabrik AG aus Freiburg, ein börsennotierter Modulhersteller mit eigener Fertigung in Freiburg-Hochdorf. Die AG stellte am 2. Februar 2015 beim Amtsgericht Freiburg einen Insolvenzantrag in Eigenverwaltung. Das Gericht ordnete am 4. Februar 2015 vorläufige Sicherungsmaßnahmen an. Es bestellte Rechtsanwalt Dr. Thomas Kaiser zum vorläufigen Sachwalter der AG und Rechtsanwalt Dr. Uwe Rottler für die Tochtergesellschaft Solar-Fabrik Wismar GmbH. Am 1. Mai 2015 eröffnete das Amtsgericht das Insolvenzverfahren; am 13. Mai 2015 stellte es das Verfahren auf Eigenverwaltung zurück (Quellen: Solarserver, pv magazine Deutschland, Februar bis Mai 2015).

2016 erwarb der Solarunternehmer Christian Laibacher die Markenrechte sowie eine Produktionslinie der insolventen AG. Auf dieser Basis gründete er die heutige Solar Fabrik GmbH, zunächst mit Sitz im Ort Wiesen. Die GmbH ist rechtlich kein Rechtsnachfolger der alten AG. Sie übernimmt keine Garantieansprüche für Module, die vor 2016 von der AG hergestellt wurden. Seit 2021 baute das Unternehmen seinen heutigen Hauptsitz in Laufach aus; 2018 verlagerte es die Modulfertigung nach China (Solar Fabrik GmbH, Unternehmenschronik, Stand: Juli 2026).

Solar Fabrik Module 2026: Welche Serien gibt es?

Solar Fabrik verkauft 2026 vier Glas-Glas-Produktlinien: Mono S4 Trend, Mono S4 BC, Mono S4 Chroma und Mono S5 Installer. Alle aktuellen Serien nutzen Glas-Glas-Module: Solarzellen zwischen zwei Glasscheiben statt zwischen Glas und Rückseitenfolie. Die Zellen sind bifazial und wandeln auch auf der Modulrückseite Licht in Strom. Die frühere Glas-Folie-Baureihe (Mono S4 Black-Black/Black-White) führt Solar Fabrik im aktuellen Produktkatalog nicht mehr.

SerieLeistungWirkungsgradZelltechnikGarantie
Mono S4 Trend (White/Black/Full Black)455–460 Wpbis 22,8 %N-Type TOPCon, bifazial30 J. Produkt + 30 J. Leistung
Mono S4 BC (Full Black/Black/White)475–490 Wpbis 24 %Back Contact, bifazial30 J. Produkt + 30 J. Leistung
Mono S4 Chroma400/420 Wpkeine öffentliche AngabeN-Type TOPCon, farbig30 J. Produkt + 30 J. Leistung
Mono S5 Installer (Glas-Glas / BC)300 Wp / 285 Wpbis 21,7 % (Glas-Glas-Variante)TOPCon bzw. Back Contact30 J. Produkt + 30 J. Leistung
Projektmodule (S4 TWP, S4 TRP)290–625 Wpkeine öffentliche AngabeTransparenz-/Agri-PV-Varianten15 J. Produkt + 25 J. Leistung

Die 30/30-Jahre-Garantie gilt für das Residential-Format unter 2 Quadratmetern. Größere Projektmodule erhalten unabhängig vom Glasaufbau nur 15 Jahre Produkt- und 25 Jahre Leistungsgarantie (Solar Fabrik GmbH, Garantiebedingungen, Stand: Juli 2026).

Mono S4 Trend – der Bestseller für Einfamilienhäuser

Das Mono S4 Trend Full Black liefert laut aktuellem Datenblatt 455 bis 460 Wp bei bis zu 22,8 Prozent Wirkungsgrad. Das Modul nutzt 96 bifaziale N-Type-TOPCon-Halbzellen, misst 1.762 x 1.134 x 30 mm und wiegt rund 24,9 Kilogramm. Der Temperaturkoeffizient Pmpp liegt bei −0,29 Prozent pro Grad Celsius. Die Vorgängerversion (Datenblatt April 2025) hatte noch 108 Halbzellen bei 445 bis 450 Wp. Solar Fabrik hat die Serie technisch überarbeitet und die Nennleistung erhöht. Laut Datenblatt hält das Modul einer Schneelast von 5.400 Pa und Hagelkörnern bis 40 Millimeter Durchmesser bei 29,2 Metern pro Sekunde stand (Hagelschutzklasse 4). Die auf der Solar-Fabrik-Unternehmensseite beworbene Schneelast von bis zu 8.100 Pa bezieht sich auf andere Modelle im Portfolio, nicht auf das Trend-Modul selbst.

Mono S4 BC – die effizienzstärkste Serie

Die Back-Contact-Serie Mono S4 BC erreicht mit 475 bis 490 Wp die höchsten Wirkungsgrade im Solar-Fabrik-Sortiment. Laut Vergleichstest von gruenes.haus liegt der Bestwert bei 24 Prozent (Stand: September 2025). Bei der Back-Contact-Technik liegen alle Zellkontakte auf der Rückseite des Moduls. Die Vorderseite bleibt frei von sichtbaren Kontaktfingern, was Lichtausbeute und Optik verbessert. Solar Fabrik brachte die BC-Serie im Oktober 2025 auf den Markt. Bei der Solar-Panel-Leistung im Marktvergleich zählt sie zu den effizientesten Modulen im Test von gruenes.haus. Das Portal bewertet Solarmodule anhand von Wirkungsgrad, Temperaturverhalten, Leistungsgarantie und Preis-Leistung.

Mono S5 Installer – das Kompaktformat für kleine Dächer

Die Mono S5 Installer Series hat das Format 1.650 x 880 Millimeter. Sie eignet sich für Gauben, Kniestockflächen und kleine Dachausschnitte, für die das Standardformat zu groß ist. Solar Fabrik bietet sie in zwei Varianten an: als klassisches Glas-Glas-Modul mit 300 Wp und TOPCon-Zellen sowie als neuere Back-Contact-Ausführung mit 285 Wp. Beide Varianten tragen 60 Halbzellen und die volle 30/30-Jahre-Garantie im Residential-Format.

Was kostet ein Solar-Fabrik-Modul 2026?

Ein Solar-Fabrik-Modul der Trend-White-Serie kostete im Herbst 2025 rund 87 Euro, umgerechnet etwa 0,19 Euro pro Watt Peak (gruenes.haus-Vergleichstest, Stand: September 2025). Damit lag es knapp unter dem von gruenes.haus ermittelten Marktdurchschnitt von 94 Euro pro Modul beziehungsweise 198 Euro pro Kilowatt Peak. Für die geplante Fertigung in Deutschland nennt Geschäftsführer Christian Laibacher einen Zielpreis von unter 20 Cent je Watt. Nach seinen Worten liegt dieser „nur geringfügig teurer" als Module aus chinesischer Fertigung (Christian Laibacher, zitiert nach Bayern Innovativ/E&M powernews, 16. Mai 2025).

Solar Fabrik verkauft nicht direkt an Privatkunden, sondern über den dreistufigen Fachhandel: Hersteller, Großhandel, Installationsbetrieb. Für die Gesamtkosten einer Anlage – inklusive Wechselrichter, Speicher und Montage – liefern die Photovoltaik-Kosten den passenden Kalkulationsrahmen. Private Hausbesitzende zahlen für Photovoltaikanlagen auf Wohngebäuden bis 30 kWp keine Mehrwertsteuer, da der Nullsteuersatz nach § 12 Abs. 3 UStG greift. Solar-Fabrik-Module sind zudem für die Photovoltaik-Förderung über KfW-Kredite uneingeschränkt förderfähig.

Sind Solar-Fabrik-Module wirklich „Made in Germany"?

Noch nicht vollständig: Die aktuell verkauften Solar-Fabrik-Module stammen aus Auftragsfertigung in China, die deutsche Produktion in der Factory One Hösbach befindet sich im Aufbau. Der Zeitplan im Überblick: Im Mai 2024 erfolgte der Spatenstich für die neue Halle in Hösbach. Im Mai 2025 war die Halle fertiggestellt. Seither werden Maschinen des italienischen Anlagenbauers Ecoprogetti sowie Automatisierungstechnik des deutschen Partners Grenzebach installiert. Solar Fabrik kündigte den Start der Serienproduktion für Herbst 2025 an. Für 2026 ist zunächst Einschichtbetrieb mit einer Kapazität von rund 100 Megawatt pro Jahr geplant. Langfristig soll die Anlage im Dreischichtbetrieb 250 Megawatt pro Jahr erreichen. Das Investitionsvolumen beziffert die Geschäftsführung auf 6 Millionen Euro Eigenmittel, ohne staatliche Förderung (Quellen: pv magazine Deutschland, 5. Mai 2025; Bayern Innovativ/E&M powernews, 16. Mai 2025).

Auf der eigenen Unternehmensseite beschreibt Solar Fabrik die Deutschland-Fertigung weiterhin im Aufbau-Stadium, nicht als abgeschlossenen Produktionsstart (Solar Fabrik GmbH, Stand: März 2026). Ob die Serienproduktion planmäßig zum Herbst 2025 angelaufen ist und bereits Module ausliefert, lässt sich anhand öffentlich zugänglicher Quellen bis Redaktionsschluss nicht abschließend bestätigen. CEO Laibacher erklärt zur Strategie: „Die deutsche Fertigung wird nicht die asiatische Produktion ersetzen, sondern unser bestehendes Portfolio um ein Premiumprodukt 'Made in Germany' erweitern" (Christian Laibacher, zitiert nach pv magazine Deutschland, 5. Mai 2025).

Der Hintergrund: China kontrolliert nach Zahlen der Internationalen Energie-Agentur mehr als 75 Prozent der weltweiten Modulfertigung (IEA, 2022). Der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands Solarwirtschaft, Carsten Körnig, bestätigt: „Seitdem hat sich die Lage nicht verbessert" (Carsten Körnig, zitiert nach Bayern Innovativ/E&M powernews, 16. Mai 2025).

Welche Garantie gilt für Solar-Fabrik-Module?

Für Glas-Glas-Module im Residential-Format unter 2 Quadratmetern gewährt die Solar Fabrik GmbH 30 Jahre Produkt- und 30 Jahre Leistungsgarantie. Die garantierte Restleistung nach 30 Jahren liegt bei 87,4 Prozent, linear berechnet über die Laufzeit (Solar Fabrik GmbH, Datenblatt Mono S4 Trend, Stand: April 2025). Größere Projektmodule erhalten unabhängig vom Glasaufbau nur 15 Jahre Produkt- und 25 Jahre Leistungsgarantie. Ein Beispiel ist das Mono S4 Trend White Project mit 620 bis 625 Wp. Garantiegeberin ist in beiden Fällen die Solar Fabrik GmbH selbst, nicht ein externer Versicherer.

Für Module der insolventen Solar-Fabrik AG aus der Zeit vor 2016 gilt diese Garantie ausdrücklich nicht. Ansprüche gegen die AG sind Insolvenzforderungen; die Solar Fabrik GmbH stellt auf Anfragen klar, dass sie für AG-Module nicht zuständig ist.

Solar Fabrik Erfahrungen: Was sagen Kunden und Fachportale?

Im Solarmodul-Vergleichstest von gruenes.haus belegt Solar Fabrik Platz 14 von 20 bewerteten Herstellern mit der Gesamtnote 4,05 von 5 Punkten (Stand: Juli 2026). Die Einzelwertungen: 3,78 Punkte für Leistung, 4,60 für Zuverlässigkeit und 4,02 für Preis-Leistung. Zum Vergleich: Der Testdurchschnitt aller 20 Hersteller liegt bei 3,97 Punkten in der Kategorie Leistung. Laut gruenes.haus liegt die Google-Bewertung von Solar Fabrik bei 4,8 von 5 Sternen bei 42 Rezensionen. Auf dem Bewertungs-Widget Trustindex.io sind es ebenfalls 4,8 Sterne bei 40 Rezensionen (gruenes.haus, Stand: Juli 2026). Diese Sternebewertungen stammen von Drittplattformen und sind nicht unabhängig geprüft. Eine eigene Trustpilot-Profilseite von Solar Fabrik ließ sich zum Redaktionsschluss nicht auffinden.

Qualitativ heben Kundinnen und Kunden laut gruenes.haus hervor, dass die Module zuverlässig Leistung liefern und im Schadensfall unkompliziert ausgetauscht werden. Kritisiert werden vereinzelt lange Reaktionszeiten im E-Mail-Kundenservice. Ein unabhängiger PVEL-Scorecard-Status – ein Langzeit-Zuverlässigkeitstest des US-Prüflabors PV Evolution Labs – besteht für Solar Fabrik nicht, anders als für einzelne asiatische Tier-1-Hersteller.

Hat Stiftung Warentest Solar Fabrik getestet?

Nein: Stiftung Warentest hat weder die insolvente Solar-Fabrik AG noch die heutige GmbH in einem eigenen Modul-Test mit einer Note bewertet. Die Verbraucherorganisation berichtete am 23. Juni 2016 über das EU-Projekt „Clear", das 17 europäische Hersteller auf Fertigungsqualität und Qualitätsmanagement prüfte. Beste Bewertungen erhielten laut diesem Bericht Aleo Solar, Solarwatt und Solarworld. Solar Fabrik wird in der Auswertung nicht genannt (test.de, 23. Juni 2016). Aktuelle Stiftung-Warentest-Beiträge zur Photovoltaik, etwa „Photovoltaik 2026" vom 1. Februar 2026, behandeln Wirtschaftlichkeit und Einspeisevergütung, keine Herstellervergleiche.

Solar Fabrik im Vergleich: Deutsche Fertigung vs. asiatische Importmodule

Der Preisaufschlag für die künftige Deutschland-Fertigung bleibt laut Solar Fabrik gering – der eigentliche Zugewinn liegt bei Garantie-Erreichbarkeit und Lieferkette, nicht beim Wirkungsgrad. Die BC-Serie von Solar Fabrik erreicht bis zu 24 Prozent Wirkungsgrad. Führende asiatische Tier-1-Hersteller liegen im selben Marktsegment ähnlich hoch oder darüber. Aiko Solar erzielt laut gruenes.haus-Vergleichstest aktuell den Bestwert von 25 Prozent unter den getesteten Marken. Wer ausschließlich nach dem höchsten Wirkungsgrad sucht, findet ihn nicht zwingend bei einem deutschen Hersteller – einen Marktüberblick liefern die PV-Module aus China.

Was der deutsche Standort tatsächlich bietet: TÜV-Nord-geprüfte Chargen, eine direkt erreichbare Garantiegeberin ohne grenzüberschreitende Durchsetzung und ein kürzerer Reklamationsweg. Einen ähnlichen Weg verfolgt der Wettbewerber Heckert Solar aus Chemnitz, der schon länger durchgängig in Deutschland fertigt. Der Bundesverband Solarwirtschaft sieht wirtschaftliches Potenzial vor allem in Mischsystemen. Kombinationen aus europäischer und asiatischer Fertigung reduzieren die Mehrkosten. Sie könnten laut Verband unter bestimmten Bedingungen im Rahmen des EU Net Zero Industry Act förderfähig sein (Bayern Innovativ/E&M powernews, 16. Mai 2025).

Häufige Fragen zu Solar Fabrik

Ist Solar Fabrik pleite oder insolvent?

Die alte Solar-Fabrik AG aus Freiburg ist seit dem 2. Februar 2015 insolvent. Die heute aktive Solar Fabrik GmbH aus Laufach ist davon rechtlich vollständig getrennt. Sie existiert seit 2016 und ist nicht insolvent.

Sind Solar-Fabrik-Module Made in Germany?

Aktuell werden die Module in Auftragsfertigung in China hergestellt, mit deutschem Qualitätsmanagement. Die Factory One in Hösbach soll ab Herbst 2025 zusätzlich in Deutschland produzieren; eine öffentliche Bestätigung des tatsächlichen Produktionsstarts liegt bislang nicht vor.

Was kostet ein Solar-Fabrik-Modul 2026?

Das Mono S4 Trend White kostete im Herbst 2025 rund 87 Euro, etwa 0,19 Euro pro Watt Peak. Für Deutschland-Module nennt Solar Fabrik einen Zielpreis von unter 20 Cent je Watt.

Welche Garantie haben Solar-Fabrik-Module?

Glas-Glas-Module im Residential-Format erhalten 30 Jahre Produkt- und 30 Jahre Leistungsgarantie. Größere Projektmodule erhalten 15 Jahre Produkt- und 25 Jahre Leistungsgarantie.

Was passiert mit der Garantie der alten Solar-Fabrik AG?

Diese Garantie gilt bei der heutigen Solar Fabrik GmbH nicht. Ansprüche gegen die insolvente AG sind Insolvenzforderungen ohne verlässliche Aussicht auf Erfüllung.

Welches Solar-Fabrik-Modul eignet sich für ein Einfamilienhaus?

Für Standarddächer bietet das Mono S4 Trend Full Black das ausgewogenste Verhältnis aus Leistung, Optik und Garantie. Für Gauben, Kniestockflächen oder kleine Dachausschnitte eignet sich die kompakte Mono S5 Installer Series.

Hat Stiftung Warentest Solar Fabrik getestet?

Nein. Die Organisation hat weder die alte AG noch die heutige GmbH in einem eigenen Modultest bewertet. Sie berichtete 2016 lediglich über das EU-Projekt „Clear", das Solar Fabrik nicht einschloss.

Quellen & Belege

Solar Fabrik GmbH (Produktdatenblätter und Unternehmensseiten, Stand Juli 2026); pv magazine Deutschland (5. Mai 2015 und 5. Mai 2025); Solarserver (Februar bis Mai 2015); Bayern Innovativ/E&M powernews (16. Mai 2025); gruenes.haus/Funke Digital (Solarmodul-Vergleichstest, Stand Juli 2026); Stiftung Warentest/test.de (23. Juni 2016 und 1. Februar 2026); § 12 Abs. 3 UStG.