Fenster-Wärmepumpe 2026: Midea, Gradient und Alternativen in DE
Eine echte Fenster-Wärmepumpe, die wie ein Sattel über dem Fensterbrett hängt, gibt es 2026 nur in den USA. Die bekannten Modelle von Midea und Gradient sind für US-Schiebefenster und das US-Stromnetz gebaut. In Deutschland können Sie stattdessen ein mobiles Split-Gerät wie die Midea PortaSplit oder ein Monoblock-Gerät ohne Außenteil kaufen.
Das Wichtigste in Kürze
- Echte Fenster-Wärmepumpen (Midea PWHP, Gradient) gibt es nur in den USA.
- Beide US-Geräte: ca. 2,6 kW, R32, 120 V/60 Hz, für US-Schiebefenster.
- Alternativen in DE: Midea PortaSplit (3,5 kW, ca. 900–1.200 €) und Monoblöcke ohne Außenteil.
- NYC-Pilot: 1.465 kWh (Midea) bzw. 1.804 kWh (Gradient) Heizstrom je Wohnung, 81 % zufrieden.
- Ab 01.01.2027 untersagt die F-Gase-Verordnung grundsätzlich neue steckerfertige R32-Geräte bis 12 kW.
- KfW 458 verlangt für Luft-Luft-WP ηs ≥ 181 %, die PortaSplit (SCOP 4,0) verfehlt das.
- Die Geräte heizen einen Raum, ein Einfamilienhaus braucht 8–15 kW.
- BGH 17.07.2026: Split-Gerät mit Fassadenbohrung braucht WEG-Beschluss, meist mit Anspruch darauf.
Welche Fenster-Wärmepumpen gibt es und welche sind in Deutschland erhältlich?
Die Fenster-Wärmepumpen von Midea (PWHP) und Gradient sind nur in den USA erhältlich, in Deutschland gibt es die Midea PortaSplit und Monoblock-Geräte als Alternativen. Alle Geräte heizen und kühlen jeweils einen Raum. Sie unterscheiden sich bei Bauform, Kältemittel und Montage. Die Preise sind Händler- oder Sekundärangaben.
| Gerät | Heizleistung | Effizienz | Kältemittel | Preis und Verfügbarkeit |
|---|---|---|---|---|
| Midea PWHP (Fenster-WP) | ca. 2,6 kW | COP 2,42 bei −8 °C | R32 | ca. 3.099 US-$ (Händler), nur USA |
| Gradient All-Weather 120V (Fenster-WP) | ca. 2,6 kW | COP 4,04 bei 8 °C, 2,37 bei −8 °C | R32 | rund 3.800 US-$ (Stand unklar), nur USA |
| Midea PortaSplit (mobiles Split) | 3,5 kW | SCOP 4,0 (A+) | R32, Nachfolger 2027 mit R290 | ca. 900–1.200 €, in DE erhältlich |
| Olimpia Splendid Unico Evo 25 HP (Monoblock) | 1,7 kW | COP 3,1 (A) | R290 | ca. 1.530 € (Händler), in DE erhältlich |
| Innova Capri Mini (Monoblock) | 1,7 kW | COP 3,0 (A) | R290 | ca. 2.060 € (Händler), in DE erhältlich |
Kurz eingeordnet: Der COP (Coefficient of Performance) gibt an, wie viel Wärme ein Gerät pro kWh Strom an einem Messpunkt liefert. Der SCOP ist ein über die Heizsaison gemittelter Wert und deshalb nicht direkt mit einem COP vergleichbar. Die beiden US-Geräte liefern mit rund 2,6 kW weniger Heizleistung als die PortaSplit mit 3,5 kW und sind deutlich teurer. Die Monoblöcke haben weniger Leistung und nutzen bereits das Kältemittel R290 (Propan). Für die Monoblöcke nennen die Datenblätter nur einen Nenn-COP, keinen SCOP. Ein SCOP-Vergleich mit der PortaSplit ist deshalb nicht möglich.
Wie funktioniert eine Fenster-Wärmepumpe?
Eine Fenster-Wärmepumpe ist eine kompakte Luft-Luft-Wärmepumpe in einem Gehäuse, die im Fenster sitzt und Wärme direkt an die Raumluft abgibt. Der Bundesstaat New York nennt sie „cold climate packaged window heat pump units“. Das Gerät entzieht der Außenluft Wärme und gibt sie innen ab, im Sommer kühlt es.
Das Gerät hängt in Sattel- oder U-Form über dem Fensterbrett. Der Innenteil sitzt im Raum, der Außenteil vor dem Fenster. Das Kältemittel ist werkseitig eingefüllt. Die Montage braucht deshalb keinen Kältetechniker und keine Wanddurchführung. Auch eine Ablaufleitung entfällt. Der NYSERDA-Bericht hält fest: „Both PWHPs employed novel condensate management techniques that eliminated the need for drain piping.“
Was ist der Unterschied zu Split-Klimaanlage und Monoblock ohne Außengerät?
Der Unterschied liegt in der Verbindung von Innen- und Außenteil: fest im Gehäuse, per flexiblem Schlauch oder über eine verlegte Kältemittelleitung. Bei einem klassischen Split-Gerät verlegt ein Fachbetrieb mit F-Gas-Sachkunde die Leitung durch die Wand. Wie diese Geräte heizen, erklärt der Beitrag Split-Wärmepumpen.
- Fenster-Wärmepumpe: 1 Gehäuse über dem Fensterbrett, Stecker, keine Bohrung.
- Mobiles Split (PortaSplit): 2 Teile, verbunden durch einen vorgefüllten Schlauch durch einen Fensterspalt.
- Monoblock ohne Außengerät: 1 Gerät innen an der Außenwand, 2 Kernbohrungen für Zu- und Abluft.
Nicht zu verwechseln sind diese Geräte mit einer Monoblock-Wärmepumpe für die Zentralheizung. Diese steht draußen und versorgt Heizkörper und Warmwasser.
Was ist die Midea-Fenster-Wärmepumpe?
Die Midea-Fenster-Wärmepumpe heißt Packaged Window Heat Pump (PWHP, Modell MAH09H1AGR) und leistet rund 9.000 BTU/h, also etwa 2,6 kW Heizleistung. BTU/h ist die US-Einheit für Wärmeleistung. Das Gerät nutzt R32 und läuft an 115/120 Volt mit 15 Ampere. Es wiegt rund 58 kg. Innen erreicht es laut Datenblatt 29 bis 51 dB(A).
Bei der Kälte widersprechen sich die Herstellerangaben. Das Datenblatt von 06/2024 nennt −25 °C als Untergrenze. Die Produktseite nennt Dauerbetrieb bis −30 °C und volle Heizleistung bis −15 °C. Der COP liegt laut Datenblatt bei 2,42 bei −8 °C, bei 2,0 bei −15 °C und bei 1,41 bei −25 °C. Ein Händler nennt 3.099 US-Dollar zuzüglich Installation. Midea selbst verweist für Preise auf Vertriebspartner, das Gerät zielt auf Wohnungsbauprojekte.
Ein verbreiteter Fehler: Die „Midea U“ ist keine Fenster-Wärmepumpe, sondern ein Fensterklimagerät, das nur kühlt.
Was hat das Programm in New York gemessen?
Im Pilotprojekt in New York verbrauchten die Midea-Geräte im Mittel 1.465 kWh Heizstrom je Wohnung, die Gradient-Geräte 1.804 kWh. Das zeigt der NYSERDA-Bericht 25-21 vom Mai 2025, neu herausgegeben im Oktober 2025. NYSERDA ist die Energieforschungs- und Entwicklungsbehörde des Bundesstaats New York.
- Wettbewerb: Die „Clean Heat for All Challenge“ kürte am 02.08.2022 Midea und Gradient als gleichrangige Gewinner.
- Auftrag: 30.000 Geräte, davon 20.000 von Midea und 10.000 von Gradient, mit 70 Mio. US-Dollar Anschubfinanzierung.
- Pilot: 72 Geräte in den Woodside Houses in Queens, je 36 pro Hersteller, ab Juli bzw. Dezember 2023.
- Zufriedenheit: 81 % der Bewohnenden waren zufrieden, 2 % unzufrieden, 33 % fanden die Geräte zu groß.
- Montage: Hauspersonal installierte die Geräte in weniger als 2 Stunden.
- Probleme: verstopfte Kondensatpumpen, Takten bei Teillast und verschmutzte Filter.
Die Wohnungsbehörde NYCHA meldet laut Shelterforce (26.05.2026) 87 % weniger Energie und 50 % geringere Energiekosten. Vergleichsbasis ist aber eine ineffiziente Gas-Dampfheizung. Auf deutsche Häuser ist das nicht übertragbar.
Was kann die Gradient-Fenster-Wärmepumpe?
Die Gradient All-Weather 120V ist eine Fenster-Wärmepumpe in Sattelform mit rund 2,6 kW Heizleistung von 8 °C bis −8 °C Außentemperatur. Bei −15 °C liefert sie laut Hersteller noch rund 2,1 kW, bei −25 °C rund 2,06 kW. Der COP sinkt dabei von 4,04 auf 1,59. Die Installation dauert laut Gradient etwa 30 Minuten.
- Fenster: mindestens 66 cm breit.
- Kältemittel: R32, werkseitig befüllt.
- Schall innen: 38 bis 47 dB(A).
- Gewicht: rund 57 bis 64 kg, je nach Herstellerangabe.
- Preis: rund 3.800 US-Dollar laut einer undatierten Sekundärquelle, der Shop zeigt keinen Preis.
Gradient richtet sich 2026 zunehmend an Wohnungsbau-Portfolios. Einen Hinweis auf Vertrieb in Europa gibt es nicht.
Warum gibt es keine Fenster-Wärmepumpe in Deutschland?
3 Gründe sprechen gegen einen Verkauf in Deutschland: die Fensterform, das Stromnetz und die F-Gase-Verordnung. Midea Deutschland führt die PWHP nicht, für Gradient gibt es keinen Hinweis auf einen EU-Vertrieb.
1. Fenster: Die Geräte sind für vertikale US-Schiebefenster gebaut. In Deutschland dominieren laut Presseberichten Dreh-Kipp-Fenster.
2. Strom: Die Geräte laufen an 120 Volt und 60 Hertz, das deutsche Netz hat 230 Volt und 50 Hertz.
3. Kältemittel: Beide Geräte nutzen R32, das ab 2027 für diese Geräteklasse in der EU nicht mehr zulässig ist.
Was ändert die F-Gase-Verordnung ab 2027?
Ab 01.01.2027 dürfen steckerfertige, in sich geschlossene Klimageräte und Wärmepumpen bis 12 kW mit einem Treibhauspotenzial (GWP) ab 150 in der EU nicht mehr neu in Verkehr gebracht werden. Das regelt die Verordnung (EU) 2024/573 laut Merkblatt der Bundesfachschule Kälte-Klima-Technik (BFS). R32 hat ein GWP von 675 und fällt damit unter das Verbot. Eine Ausnahme gilt nur, wenn Sicherheitsanforderungen am Einsatzort ein Kältemittel mit höherem GWP erfordern, dann bis GWP 750. Ab 2032 sind in dieser Klasse bis auf diese Sicherheitsausnahme keine F-Gase mehr erlaubt. Für Luft-Luft-Split-Geräte bis 12 kW gilt die Grenze GWP 150 ab 2029.
Die Folgen: Eine R32-Fenster-Wärmepumpe nach US-Vorbild wäre in der EU ab 2027 nicht zulässig. R32-Monoblöcke wie der Olimpia Splendid Unico Pro 30 laufen aus. Laut Fachpresse vom 14.09.2026 bringt Midea 2027 eine PortaSplit mit R290. In welche Kategorie die heutige PortaSplit rechtlich fällt, ist offen.
Welche Alternativen können Sie in Deutschland kaufen?
In Deutschland können Sie als Alternative die Midea PortaSplit oder ein Monoblock-Gerät ohne Außenteil kaufen. Die PortaSplit kommt ohne Bohrung aus. Monoblöcke brauchen 2 Wanddurchbrüche. Der Unico Evo heizt laut Datenblatt bis −15 °C.
Wie gut heizt die Midea PortaSplit?
Die Midea PortaSplit heizt und kühlt mit 3,5 kW, erreicht einen SCOP von 4,0 (A+) und heizt laut Hersteller bis −10 °C Außentemperatur. Innen- und Außenteil verbindet ein 2 m langer, 2,7 cm flacher Schlauch. Er führt durch ein normales Fenster, ein Dachfenster oder eine Balkontür. Einen Kältetechniker brauchen Sie nicht.
- Gewicht: Innenteil 32,5 kg, Außenteil 9,9 kg.
- Raumgröße: bis 42 m² laut Hersteller.
- Schall: innen 39 bis 49 dB(A), außen 56 dB(A).
- Kältemittel: R32 (620 g) laut Stiftung Warentest, die das Gerät im Mai 2025 getestet hat.
Achten Sie auf die Variante: Die PortaSplit Cool (2,3 kW) kühlt nur und heizt nicht. Wie sich Wärmepumpe und Klimagerät generell unterscheiden, zeigt der Beitrag Wärmepumpe und Klimaanlage.
Was leisten Monoblock-Geräte ohne Außenteil?
Monoblock-Geräte ohne Außenteil wie der Olimpia Splendid Unico Evo oder die Innova Capri Mini leisten 1,5 bis 1,7 kW und arbeiten mit R290. Der Unico Evo heizt laut Datenblatt bis −15 °C. Für Zu- und Abluft bohrt ein Fachbetrieb 2 Löcher mit 16 bis 20 cm Durchmesser. Der Verdichter sitzt dabei im Raum. Olimpia nennt innen 26 bis 40 dB(A) als Schallleistung. Dieser Wert ist nicht direkt mit dem Schalldruck anderer Datenblätter vergleichbar.
Was kostet eine Fenster-Wärmepumpe?
Eine Fenster-Wärmepumpe kostet in den USA laut Händler- und Sekundärangaben rund 3.100 bis 3.800 US-Dollar, die Alternativen in Deutschland rund 900 bis 2.100 Euro. Hinzu kommen bei Monoblöcken die Kernbohrungen durch einen Fachbetrieb. Belastbare Montagepreise dafür liegen nicht vor.
| Gerät | Anschaffung | Montage |
|---|---|---|
| Midea PWHP (USA) | ca. 3.099 US-$ | Stecker, unter 2 h |
| Gradient All-Weather 120V (USA) | rund 3.800 US-$ | ca. 30 Min. |
| Midea PortaSplit (DE) | ca. 900–1.200 € | selbst, optional Halterung |
| Unico Evo / Innova Capri (DE) | ca. 1.500–2.100 € | 2 Kernbohrungen, Fachbetrieb |
Kurz eingeordnet: Die PortaSplit kostet weniger als die Monoblöcke und braucht keine Montage durch einen Fachbetrieb. Die Monoblöcke kosten mehr, nutzen aber R290, das die F-Gase-Grenze ab 2027 einhält.
Wie hoch sind die Stromkosten im 42watt-Rechenbeispiel?
Im 42watt-Rechenbeispiel kostet das Heizen eines 25-m²-Raums mit der PortaSplit rund 230 Euro im Jahr, mit einem Heizlüfter rund 925 Euro. 3 Annahmen:
- Raum: 25 m² im teilsanierten Altbau mit rund 100 kWh Heizwärmebedarf pro m² und Jahr, also 2.500 kWh Wärme.
- Strompreis: 37,0 ct/kWh, der BDEW-Durchschnitt für Haushalte von Januar bis August 2026.
- Effizienz: Normwerte der Hersteller, direkt als Jahreswert angesetzt.
| System | Effizienz (Annahme) | Strom pro Jahr | Kosten pro Jahr |
|---|---|---|---|
| Heizlüfter / Elektroradiator | 1,0 | 2.500 kWh | ca. 925 € |
| Monoblock (Unico / Innova) | COP 3,0 | ca. 830 kWh | ca. 310 € |
| Midea PortaSplit | SCOP 4,0 | 625 kWh | ca. 230 € |
Rechnerisch spart die PortaSplit gegenüber einem Heizlüfter rund 695 Euro im Jahr. Bei 900 bis 1.200 Euro Kaufpreis wäre das Gerät damit nach knapp 2 Heizperioden bezahlt. Das gilt aber nur unter den Annahmen. SCOP und COP sind Normwerte, bei Frost liegt die reale Effizienz darunter. Zu laufenden Kosten, Wartung und Lautstärke einer Wärmepumpe im Alltag informiert der Beitrag Alltag mit einer Wärmepumpe.
Für welche Räume eignet sich eine Fenster-Wärmepumpe?
Eine Fenster-Wärmepumpe oder ihre Alternativen eignen sich nur für einzelne Räume von rund 15 bis 40 m², nicht als Ersatz der Zentralheizung. Die Heizlast, also die nötige Heizleistung an kalten Tagen, liegt als Richtwert bei 30 bis 50 W/m² im Neubau, 60 bis 100 W/m² im teilsanierten und 100 bis 160 W/m² im unsanierten Haus.
Ein 25-m²-Raum mit 80 W/m² braucht 2,0 kW. Das schaffen PortaSplit und die US-Geräte, ein Monoblock mit 1,5 bis 1,7 kW ist knapp. Ein Einfamilienhaus mit 150 m² braucht bei 80 W/m² rund 12 kW. Dafür wären 4 bis 8 Geräte nötig, Warmwasser liefern sie nicht. Die Norm-Außentemperatur liegt in Deutschland meist bei −10 bis −16 °C. Die PortaSplit ist laut Hersteller auf −10 °C begrenzt.
Was gilt in Eigentumswohnung und Mietwohnung?
Wer für ein Klimagerät die Fassade durchbohrt, braucht in der Eigentümergemeinschaft einen Beschluss, hat aber grundsätzlich einen Anspruch darauf. Das hat der Bundesgerichtshof am 17.07.2026 entschieden (V ZR 162/25). Der Einbau eines Split-Geräts mit Fassadendurchbohrung ist eine bauliche Veränderung nach § 20 Abs. 1 WEG. Einen Anspruch auf Gestattung gibt es nach § 20 Abs. 3 WEG, wenn keine konkrete Beeinträchtigung vorliegt. Mögliche Lärmprobleme allein reichen nicht, wenn die TA Lärm einhaltbar ist.
- Monoblock mit Kernbohrungen: bauliche Veränderung, Beschluss nötig.
- PortaSplit ohne Bohrung: laut Fachportalen in der Regel kein Beschluss nötig, Hausordnung und Erscheinungsbild bleiben relevant.
- Mietwohnung: Für Kernbohrungen oder andere bauliche Veränderungen brauchen Sie die Zustimmung der Vermietenden. § 554 BGB gibt einen Anspruch nur für Barrierefreiheit, E-Laden, Einbruchschutz und Steckersolargeräte.
Bei denkmalgeschützten Gebäuden klären Sie außen sichtbare Geräte vorab mit der zuständigen Denkmalbehörde.
Gibt es eine Förderung für die Fenster-Wärmepumpe?
Eine Förderung über die KfW 458 scheitert bei PortaSplit, Monoblöcken und Fenster-Wärmepumpen in der Regel an den technischen Anforderungen. Luft-Luft-Wärmepumpen sind laut Fachportalen grundsätzlich förderfähig (Stand BEG-Richtlinie vom 20.07.2026). Geräte bis 12 kW müssen danach eine saisonale Raumheizungs-Effizienz (ηs) von mindestens 181 % erreichen. Das entspricht etwa einem SCOP von 4,6 und Klasse A++. Diese Anforderung stammt aus Sekundärquellen, die die Technischen Mindestanforderungen zitieren. Eine verbindliche Prüfung übernimmt ein Fachbetrieb vor dem Antrag.
- PortaSplit: SCOP 4,0 (A+), verfehlt die Hürde.
- Monoblöcke: kein SCOP ausgewiesen, der ηs-Nachweis ist damit nicht möglich.
- US-Geräte: in der EU nicht in Verkehr gebracht.
Zusätzlich muss das Gerät auf der BAFA-Liste förderfähiger Wärmepumpen stehen. Seit 01.01.2026 müssen Außengeräte 10 dB unter dem Ökodesign-Schallgrenzwert liegen. Die KfW 458 fördert laut Merkblatt (Stand 09/2026) mit 30 % Grundförderung. Selbstnutzende erhalten 16 % Klimageschwindigkeitsbonus, der ab 01.02.2027 halbjährlich um 4 Prozentpunkte sinkt. Dazu kommt ein Einkommensbonus von 10 bis 40 %. Welche Wärmepumpen die volle Förderung erreichen, zeigt der Beitrag BAFA-Förderung für Wärmepumpen.
Wann ist eine Fenster-Wärmepumpe sinnvoll und wann eine Luft-Wasser-Wärmepumpe?
Eine Fenster-Wärmepumpe oder PortaSplit ist sinnvoll als Ergänzung für einzelne Räume, eine Luft-Wasser-Wärmepumpe ersetzt dagegen die ganze Heizung. Die Luft-Wasser-Wärmepumpe speist Heizkörper oder Fußbodenheizung und bereitet Warmwasser.
Unsere Empfehlung:
- PortaSplit oder Monoblock: für ein Arbeitszimmer, eine Dachwohnung oder eine Mietwohnung ohne Umbau, mit Kühlung im Sommer.
- PortaSplit statt Heizlüfter: für Räume, die heute elektrisch direkt beheizt werden, mit deutlich geringeren Stromkosten.
- Luft-Wasser-Wärmepumpe: für den Ersatz einer Gas- oder Ölheizung im ganzen Haus.
Wie die Heizung für das ganze Haus funktioniert, erklärt der Beitrag Luft-Wasser-Wärmepumpe.
Häufige Fragen zur Fenster-Wärmepumpe
Kann ich eine Fenster-Wärmepumpe aus den USA importieren?
Ein Import ist technisch und rechtlich nicht sinnvoll. Die Geräte laufen an 120 Volt und 60 Hertz und passen auf US-Schiebefenster. Ab 01.01.2027 dürfen R32-Geräte dieser Klasse in der EU nicht mehr neu in Verkehr gebracht werden.
Kann eine Fenster-Wärmepumpe die Gasheizung ersetzen?
Nein, eine Fenster-Wärmepumpe heizt nur einen Raum und bereitet kein Warmwasser. Ein Einfamilienhaus braucht typisch 8 bis 15 kW Heizlast, ein Gerät liefert rund 1,5 bis 3,5 kW.
Heizt die Midea PortaSplit auch bei Frost?
Ja, die PortaSplit heizt laut Hersteller bis −10 °C Außentemperatur. Bei tieferen Temperaturen ist sie nicht ausgelegt. Monoblöcke wie der Unico Evo arbeiten laut Datenblatt bis −15 °C.
NYSERDA, Report 25-21 Clean Heat for All – Measurement and Verification (Mai 2025, neu herausgegeben 10/2025); Office of the Governor New York, Pressemitteilungen Clean Heat for All (02.08.2022, 20.09.2023); NYCHA, Pressemitteilung 2022; NYC Mayor's Office, Pressemitteilung NYCHA (02/2026); Shelterforce (26.05.2026); Midea, PWHP Product Specs (06/2024) und Produktseite Packaged Window Heat Pump; Midea Deutschland, Produktinformationen PortaSplit; Gradient Comfort, Produktseite All-Weather 120V, FAQ und Unternehmensnews; Olimpia Splendid, Datenblatt Unico Evo; Stiftung Warentest, Klimageräte im Test (21.05.2025); Immowelt (17.08.2026); BFS Bundesfachschule Kälte-Klima-Technik, Merkblatt Die novellierte F-Gase-Verordnung (12/2024); Verordnung (EU) 2024/573; Bundesgerichtshof, Urteil V ZR 162/25 (17.07.2026); § 20 WEG; § 554 BGB; KfW, Merkblatt 458 (Stand 09/2026); BEG-Einzelmaßnahmen-Richtlinie (20.07.2026); BDEW-Strompreisanalyse (Herbst 2026); Händlerpreise National Efficiency Systems, Geizhals, OBI, KlimaWorld, Klima-Vertrieb (abgerufen 09/2026).


