Solarmodul Maße und Gewicht 2026: Standardgrößen im Überblick
Ein Solarmodul für das Hausdach misst 2026 häufig 1.762 × 1.134 × 30 mm und wiegt 21 bis 24 kg. Das entspricht 2,0 m² Fläche und 450 bis 490 Watt Peak. Dieser Ratgeber vergleicht Datenblattwerte realer Module und rechnet vor, wie viele Module auf Ihr Dach passen.
Das Wichtigste in Kürze
- Standardformat Hausdach: 1.762 × 1.134 × 30 mm, 2,0 m² Fläche, 450 bis 490 Wp (Datenblätter Jinko, Trina, JA Solar, Aiko)
- Gewicht: 21,0 bis 24,2 kg pro Hausdachmodul, 10,5 bis 12,3 kg pro m²; Großformate 31,8 bis 38,3 kg
- Flächenleistung: 222 bis 245 Wp pro m² bei aktuellen Modulen ab 450 Wp, 172 Wp pro m² beim 60-Zellen-Modul von 2018
- Breite 1.134 mm: 6 Zellen à 182,2 mm (M10-Wafer) plus 41 mm Rand und Rahmen; Rahmenhöhe meist 30 mm
- Größengrenze: bis 3,0 m² auf Dächern bis 75° ohne Verwendbarkeitsnachweis (MVV TB 2024/1, vorher 2,0 m²)
- Dachlast: rund 12 bis 13,5 kg pro m² inkl. Schienensystem (1,25 kg/m², K2-Planungsbericht 11/2023)
- 42watt-Rechenbeispiel: 10,0 × 6,0 m Dachfläche, 30 cm Rand: 24 Module hochkant, 20 quer, mit 1.903-mm-Modul nur 16
- 10 kWp: 21 bis 23 Module mit 450 bis 490 Wp, 42 bis 46 m² Modulfläche, 454 bis 508 kg ohne Montagesystem
Welche Maße und welches Gewicht haben Solarmodule 2026?
Ein gängiges Hausdachformat 2026 misst 1.762 × 1.134 × 30 mm, hat 2,0 m² Fläche und wiegt 21,0 bis 24,2 kg. Diese Werte nennen die Datenblätter von Jinko Solar, Trina Solar, JA Solar und Aiko. Längere Formate bis 2.384 mm sind für Gewerbedächer und Freiflächen gebaut. Die Tabelle zeigt 10 reale Module mit Datenblattstand.
| Format | Beispielmodul (Datenblatt) | Maße L × B × H in mm | Fläche | Gewicht |
|---|---|---|---|---|
| 60 Vollzellen (alt) | AEG AS-P601D (04/2018) | 1.640 × 992 × 35 | 1,63 m² | 19,5 kg |
| 108 Halbzellen | JA Solar JAM54S30-415/MR (02/2022) | 1.722 × 1.134 × 30 | 1,95 m² | 21,5 kg |
| 108 Halbzellen | Jinko Tiger Neo JKM450N-54HL4R-V (07/2024) | 1.762 × 1.134 × 30 | 2,00 m² | 21,0 kg |
| Glas-Glas 2 × 1,6 mm | Trina Vertex S+ TSM-NEG9R.28 (2025) | 1.762 × 1.134 × 30 | 2,00 m² | 21,0 kg |
| Glas-Glas 2 × 2,0 mm | Aiko Neostar 3S+54 (01/2026) | 1.762 × 1.134 × 30 | 2,00 m² | 24,2 kg |
| 108 Halbzellen | LONGi Hi-MO X10 LR7-54HVH-485M | 1.800 × 1.134 × 30 | 2,04 m² | 21,6 kg |
| 120 Halbzellen | Jinko Tiger Neo JKM480N-60HL4-V | 1.903 × 1.134 × 30 | 2,16 m² | 24,2 kg |
| 144 Halbzellen | JA Solar JAM72D40-580/MB | 2.278 × 1.134 × 30 | 2,58 m² | 31,8 kg |
| 132 Halbzellen | Trina Vertex N TSM-NEG19RC.20 (2024) | 2.382 × 1.134 × 30 | 2,70 m² | 33,0 kg |
| 132 Halbzellen, 210 mm | Trina Vertex N TSM-NEG21C.20 | 2.384 × 1.303 × 33 | 3,11 m² | 38,3 kg |
Kurz eingeordnet: Fast alle aktuellen Module sind 1.134 mm breit und unterscheiden sich vor allem in der Länge. Das alte 60-Zellen-Format mit rund 1,6 m² finden Sie fast nur auf Bestandsanlagen. Die Flächen hat 42watt aus den Datenblattmaßen berechnet.
Wie viel Leistung bringt welches Format pro Quadratmeter?
Aktuelle Module ab 450 Wp leisten 222 bis 245 Watt Peak pro Quadratmeter, unabhängig davon, ob sie 2,0 oder 2,7 m² groß sind. Watt Peak (Wp) ist die Nennleistung unter genormten Laborbedingungen. Größere Module bringen mehr Wp pro Stück, aber nicht mehr pro Fläche.
| Beispielmodul | Leistung | Wp pro m² | kg pro m² | Typischer Einsatz |
|---|---|---|---|---|
| AEG AS-P601D | 280 Wp | 172 | 12,0 | ältere Hausdachanlagen |
| JA Solar JAM54S30-415/MR | 415 Wp | 213 | 11,0 | Hausdach, Balkon |
| Jinko JKM450N-54HL4R-V | 450 Wp | 225 | 10,5 | Hausdach |
| Trina Vertex S+ NEG9R.28 | 470 Wp | 235 | 10,5 | Hausdach |
| Aiko Neostar 3S+54 | 490 Wp | 245 | 12,1 | Hausdach |
| LONGi Hi-MO X10 | 485 Wp | 238 | 10,6 | Hausdach |
| Jinko JKM480N-60HL4-V | 480 Wp | 222 | 11,2 | große Hausdächer |
| JA Solar JAM72D40-580/MB | 580 Wp | 225 | 12,3 | Gewerbe, Freifläche |
| Trina Vertex N NEG19RC.20 | 630 Wp | 233 | 12,2 | Gewerbe, Freifläche |
| Trina Vertex N NEG21C.20 | 720 Wp | 232 | 12,3 | Freifläche |
Kurz eingeordnet: Das Aiko-Modul mit Rückkontaktzellen erreicht 245 Wp/m², das 60-Zellen-Modul von 2018 rund 30 % weniger. Den Aufbau und die Zelltypen erklärt der Beitrag Solarmodul: Aufbau, Typen und Leistung.
Warum sind fast alle Solarmodule 1.134 mm breit?
Fast alle Solarmodule sind 1.134 mm breit, weil 6 Zellen mit 182,2 mm Kantenlänge nebeneinander liegen. 6 × 182,2 mm ergeben 1.093 mm. Die restlichen 41 mm entfallen auf Zellabstände, Glasrand und Rahmen. Die 182-mm-Siliziumscheibe, aus der die Zelle entsteht, heißt M10-Wafer.
Neuere rechteckige Wafer messen 182,2 × 191,6 mm oder 182,2 × 210 mm, so das Marktforschungsunternehmen InfoLink (03/2024). Die kurze Seite bleibt bei 182,2 mm. Neue Module werden deshalb länger, aber nicht breiter. Module mit quadratischen 210-mm-Wafern (G12-Format) sind 1.303 mm breit, weil 6 × 210 mm bereits 1.260 mm ergeben.
Die Breite folgt auch der Logistik. LONGi, JA Solar und Jinko leiteten sie im Juni 2021 in einem gemeinsamen Whitepaper aus der Öffnungshöhe von Frachtcontainern ab: 2.570 mm. Am 07.07.2023 einigten sich 9 Hersteller zusätzlich auf 2.382 × 1.134 mm als einheitliches Großformat, meldet Trina Solar.
Wie viel wiegt ein Solarmodul?
Ein Solarmodul im Hausdachformat wiegt 21,0 bis 24,2 kg, das sind 10,5 bis 12,1 kg pro Quadratmeter. Das Gewicht bestimmt vor allem das Glas. Glas-Folie-Module haben vorne 3,2 mm Glas und hinten eine Kunststofffolie. Glas-Glas-Module haben 2 dünnere Scheiben. Großformate für Freiflächen wiegen 31,8 bis 38,3 kg.
Sind Glas-Glas-Module schwerer als Glas-Folie-Module?
Glas-Glas-Module mit 2 × 1,6 mm Glas wiegen etwa so viel wie Glas-Folie-Module, mit 2 × 2,0 mm Glas sind sie deutlich schwerer. Im gleichen Format von 1.762 × 1.134 mm zeigen die Datenblätter diese Werte:
| Modul | Bauweise | Glasstärke | Gewicht |
|---|---|---|---|
| Jinko JKM450N-54HL4R-V | Glas-Folie | 3,2 mm vorne | 21,0 kg |
| Trina Vertex S+ NEG9R.28 | Glas-Glas | 2 × 1,6 mm | 21,0 kg |
| JA Solar JAM54D41-450/LB | Glas-Glas | 2 × 1,6 mm | 22,0 kg |
| Aiko Neostar 3S+54 | Glas-Glas | 2 × 2,0 mm | 24,2 kg |
Kurz eingeordnet: Zwischen leichtestem und schwerstem Modul liegen 3,2 kg, bei 21 Modulen rund 67 kg. Laut Technologiefahrplan ITRPV 2026 ist Glas mit 2 bis 3 mm Stärke bei Glas-Glas-Modulen der Standard. Vor- und Nachteile der Bauweise erklärt der Beitrag zu Glas-Glas-Modulen.
Wie hoch ist der Rahmen eines Solarmoduls?
Der Aluminiumrahmen aktueller Hausdachmodule ist 30 mm hoch, ältere und sehr große Module haben 33 bis 35 mm. 8 der 10 Module in der Tabelle haben 30 mm. Das AEG-Modul von 2018 hat 35 mm, das G12-Großformat von Trina 33 mm. Die Endklemmen des Montagesystems müssen zur Rahmenhöhe passen. Das ist wichtig, wenn Sie einzelne Module einer Bestandsanlage ersetzen.
Wie groß darf ein Solarmodul auf dem Dach sein?
Auf Dächern bis 75 Grad Neigung dürfen Solarmodule bis 3,0 m² groß sein, ohne gesonderten Verwendbarkeitsnachweis. Grundlage ist die Muster-Verwaltungsvorschrift Technische Baubestimmungen (MVV TB) 2024/1 des Deutschen Instituts für Bautechnik (DIBt). Sie erschien am 28.08.2024, die Grenze lag vorher bei 2,0 m². Die Bundesländer setzen die Regel über ihre Verwaltungsvorschriften Technische Baubestimmungen um, maßgeblich ist der Stand in Ihrem Bundesland.
Alle Formate der Tabelle bis 2.382 × 1.134 mm liegen unter 3 m². Das G12-Großformat mit 3,11 m² liegt darüber. Es braucht auf dem Dach einen Verwendbarkeitsnachweis, etwa eine allgemeine bauaufsichtliche Zulassung oder eine vorhabenbezogene Bauartgenehmigung.
Wie stark belastet eine PV-Anlage das Dach?
Eine PV-Anlage mit Schienensystem belastet das Dach mit rund 12 bis 13,5 kg pro Quadratmeter Modulfläche. Die Module selbst wiegen 10,5 bis 12,3 kg/m². Hinzu kommt das Montagesystem aus Dachhaken, Schienen und Klemmen. Im Planungsbericht des Montagesystem-Herstellers K2 Systems vom 30.11.2023 wiegt es 2,5 kg pro Modul, also 1,25 kg/m².
Für die dort geplante 8,3-kWp-Anlage mit 20 Modulen à 21,8 kg ergibt sich eine Eigenlast von 0,12 Kilonewton (kN) pro m², rund 12 kg/m². Derselbe Bericht setzt für den Standort in Schneelastzone 2 auf rund 353 m Geländehöhe eine Bodenschneelast von 1,05 kN/m² an, rund 107 kg/m². Die PV-Last kommt zu Schnee und Wind hinzu.
Ein Fachbetrieb ermittelt deshalb Schnee- und Windlasten nach DIN EN 1991, dem Eurocode für Einwirkungen auf Tragwerke, und prüft damit Sparren und Befestigungspunkte. Bei geschwächten Sparren oder beschwerten Flachdach-Aufständerungen gehört eine Tragwerksplanung dazu. Wie die Montage im Bestand abläuft, zeigt der Beitrag zur Solaranlage auf dem Dach.
Wie viele Solarmodule passen auf Ihr Dach?
Auf eine Dachfläche von 10,0 × 6,0 m passen bei 30 cm Randabstand 24 Module im Format 1.762 × 1.134 mm hochkant, aber nur 20 quer. Die Rechnung hat 4 Schritte:
1. Messen Sie die Trauflänge und die Sparrenlänge der Dachfläche.
2. Ziehen Sie die Randabstände zu Traufe, First und Ortgang ab.
3. Teilen Sie die nutzbare Breite durch Modulbreite plus Fuge und runden Sie ab.
4. Teilen Sie die nutzbare Höhe durch Modullänge plus Fuge und runden Sie ab.
Annahmen für das 42watt-Rechenbeispiel: 30 cm Randabstand rundum und 20 mm Fuge zwischen den Modulen, wie sie der K2-Planungsbericht als Klemmabstand nennt. Nutzbar bleiben 9,40 × 5,40 m. Hochkant bedeutet: Die kurze Modulseite liegt parallel zur Traufe.
| Modul und Ausrichtung | Raster | Module | Leistung | Dachbelegung |
|---|---|---|---|---|
| 1.762 × 1.134 mm, hochkant | 8 × 3 | 24 | 10,80 kWp (450 Wp) | 80 % |
| 1.762 × 1.134 mm, quer | 5 × 4 | 20 | 9,00 kWp (450 Wp) | 67 % |
| 1.903 × 1.134 mm, hochkant | 8 × 2 | 16 | 7,68 kWp (480 Wp) | 58 % |
| 1.903 × 1.134 mm, quer | 4 × 4 | 16 | 7,68 kWp (480 Wp) | 58 % |
Kurz eingeordnet: 3 Reihen des 1.762-mm-Moduls brauchen 5,33 m und passen in 5,40 m. Beim 1.903-mm-Modul wären es 5,75 m, dann fällt eine ganze Reihe weg. Das größere 480-Wp-Modul bringt auf dieser Fläche deshalb 3,12 kWp weniger als das 450-Wp-Modul. Lassen Sie den Belegungsplan vor dem Modulkauf mit den echten Dachmaßen erstellen.
Welcher Abstand gilt zu Brandwand und Dachrand?
Zur Brandwand eines Reihen- oder Doppelhauses halten Solaranlagen 0,50 m Abstand, wenn sie höchstens 30 cm über die Dachhaut ragen. Die Regel stammt aus § 32 Absatz 5 der Musterbauordnung (MBO). Die Bauministerkonferenz hat die Änderung am 22./23.09.2022 beschlossen. Danach dürfen Anlagen „mit bis zu 0,3 m Höhe über der Dachhaut mit einem Mindestabstand von 0,50 m errichtet werden“.
Ragt die Brandwand mindestens 30 cm über das Dach, entfällt der Abstand, sonst gelten 1,25 m. Maßgeblich ist die Bauordnung Ihres Bundeslandes. Im Beispiel kostet eine Brandwand auf einer Seite 3 Module: Hochkant passen dann 7 × 3 = 21 statt 24.
Für Traufe, First und Ortgang gibt es keinen pauschalen Normwert. Der Abstand ergibt sich aus der Windlastberechnung nach DIN EN 1991-1-4 und den Vorgaben des Montagesystems. An Dachrändern wirkt stärkerer Windsog. Für Flachdächer nennt die Montageanleitung von Heckert Solar (Stand 07/2024) im Randbereich mindestens 1 m Abstand zur Gebäudekante.
Wie viele Module brauchen Sie für 5, 8 oder 10 kWp?
Für 10 kWp brauchen Sie 21 bis 23 Module mit 450 bis 490 Wp, das sind 42 bis 46 m² Modulfläche. kWp (Kilowatt Peak) ist die Nennleistung der gesamten Anlage. Den Unterschied zur erzeugten Strommenge in kWh erklärt der Beitrag zu kWp und kWh bei Photovoltaikanlagen.
| Anlagengröße | 450 Wp (Jinko) | 485 Wp (LONGi) | 490 Wp (Aiko) |
|---|---|---|---|
| 5 kWp | 12 Module, 24,0 m², 252 kg | 11 Module, 22,5 m², 238 kg | 11 Module, 22,0 m², 266 kg |
| 8 kWp | 18 Module, 36,0 m², 378 kg | 17 Module, 34,7 m², 367 kg | 17 Module, 34,0 m², 411 kg |
| 10 kWp | 23 Module, 46,0 m², 483 kg | 21 Module, 42,9 m², 454 kg | 21 Module, 42,0 m², 508 kg |
Kurz eingeordnet: 42watt hat die Modulzahl auf ganze Module aufgerundet, die Gewichte gelten ohne Montagesystem. Mit 1,25 kg/m² Schienensystem kommen bei 10 kWp rund 53 bis 57 kg hinzu. Wie viel Ersparnis und Autarkie Ihre Anlagengröße bringt, zeigt der PV- und Wärmepumpen-Rechner für Ersparnis und Autarkie.
Kleinere Wattklassen brauchen mehr Fläche für dieselbe Leistung. Einen Vergleich der Leistungsklassen bieten die Beiträge zum 400-Watt-Solarmodul und zum 500-Watt-Solarmodul.
Welche Maße haben Module für ein Balkonkraftwerk?
Für Module eines Balkonkraftwerks gibt es keine eigenen Größen- oder Gewichtsgrenzen, gesetzlich begrenzt ist vor allem die Leistung. Häufig kommen Standard-Glasmodule mit rund 2 m² und über 20 kg zum Einsatz. Laut Verbraucherzentrale (Stand 21.10.2026) sind maximal 800 Watt am Wechselrichter und 2.000 Watt Modulleistung erlaubt. Seit dem 01.12.2025 gilt für Geräte ohne Speicher die Produktnorm DIN VDE V 0126-95.
Für hohe Balkone eignen sich laut Verbraucherzentrale auch Kunststoffmodule, die deutlich leichter und teils kleiner sind. Prüfen Sie vor der Montage, ob Geländer und Halterung 2 Module mit je über 20 kg sicher tragen. Wie Sie das Gerät registrieren, erklärt der Beitrag Balkonkraftwerk anmelden.
Wie transportieren und tragen Sie Solarmodule richtig?
Solarmodule tragen mindestens 2 Personen am Rahmen, nie an Kabeln oder Anschlussdose. Die Installationsanleitung des Herstellers Astronergy (Rev. 1.1, 06/2023) ist eindeutig: „Die PV-Module müssen von mehr als einer Person installiert und getragen werden.“ Das Heben an Anschlussdose, Kabeln und Steckern ist dort untersagt. Treten Sie nie auf ein Modul.
- Stapeln: Stapeln Sie höchstens 14 Module, Glasseite auf Glasseite, auf Karton und ebenem Boden.
- Lagern: Lagern Sie Module trocken, dunkel und gut belüftet.
- Tragen: Tragen Sie Module nicht bei starkem Wind aufs Dach, 2 m² Glasfläche wirken wie ein Segel.
Das Hersteller-Whitepaper von 2021 nennt 33,3 kg als Tragegrenze für 2 Monteure. Hausdachmodule mit 21 bis 24 kg liegen deutlich darunter, Großformate mit 33 bis 38 kg nicht.
Häufige Fragen zu Solarmodul-Maßen
Gibt es eine genormte Standardgröße für PV-Module?
Nein, eine verbindliche Normgröße für PV-Module gibt es nicht. Das Format 1.762 × 1.134 mm ist ein gängiges Format für Hausdächer.
Wie viel wiegt ein Solarmodul pro Quadratmeter?
Aktuelle Solarmodule wiegen 10,5 bis 12,3 kg pro Quadratmeter. Mit einem Schienensystem von 1,25 kg/m² ergeben sich rund 12 bis 13,5 kg/m² Dachlast im Modulfeld.
Wie groß ist ein 400-Watt-Solarmodul?
Ein Modul mit rund 400 Wp misst typischerweise 1.722 × 1.134 × 30 mm. Das JA-Solar-Modul JAM54S30 mit 390 bis 415 Wp wiegt 21,5 kg und hat 1,95 m² Fläche.
Wie viel Dachfläche braucht 1 kWp?
1 kWp braucht 4,1 bis 4,4 m² reine Modulfläche. Mit Randabständen sind es mehr. Im Rechenbeispiel ergeben 60 m² Dachfläche 10,80 kWp, also rund 5,6 m² Dach pro kWp.
Wo finden Sie die Maße Ihres vorhandenen Moduls?
Die genauen Maße stehen im Datenblatt des Herstellers unter den mechanischen Daten. Die Modellbezeichnung steht auf dem Typenschild der Modulrückseite. Prüfen Sie bei Ersatzmodulen Länge, Breite und Rahmenhöhe.
Herstellerdatenblätter AEG AS-P601D (04/2018), JA Solar JAM54S30 (02/2022), JAM54D41 und JAM72D40, Jinko Solar Tiger Neo 54HL4R-V (07/2024) und 60HL4-V, Trina Solar Vertex S+ TSM-NEG9R.28 (2025), Vertex N TSM-NEG19RC.20 (2024) und TSM-NEG21C.20, Aiko Neostar 3S+54 (01/2026), LONGi Hi-MO X10; Deutsches Institut für Bautechnik, Muster-Verwaltungsvorschrift Technische Baubestimmungen 2024/1 (28.08.2024); Stellungnahme BSW und DGS zur MVV TB (11/2023); Bauministerkonferenz, Änderung § 32 Abs. 5 Musterbauordnung (09/2022); K2 Systems, Planungsbericht K2 Base (30.11.2023); Heckert Solar, Montageanleitung (Stand 01.07.2024); Astronergy, Installationsanleitung Rev. 1.1 (06/2023); LONGi, JA Solar, Jinko, Whitepaper 182-mm-Module (06/2021); Trina Solar, Standardisierung 2.382 × 1.134 mm (07/2023); InfoLink, Rectangular Modules (03/2024); ITRPV 2026; Verbraucherzentrale, Gesetze und Normen für Steckersolar (21.10.2026); DIN EN 1991-1-3 und DIN EN 1991-1-4.


