Welche Wärmepumpe ist die richtige? Entscheidungshilfe fürs Haus 2026
Die richtige Wärmepumpe ergibt sich aus 3 Eigenschaften Ihres Hauses: Grundstück, Heizflächen und bisheriger Energieverbrauch. Diese Entscheidungshilfe führt Sie in 6 Prüfschritten von der Wärmequelle bis zum Angebot. Eine Rechentabelle zeigt, welche Heizleistung zu Ihrem Gas- oder Ölverbrauch passt.
Das Wichtigste in Kürze
- Marktanteil Luft-Wasser: rund 95 % der 299.000 verkauften Heizungswärmepumpen 2025 (BWP)
- 55-Grad-Test: Werden alle Räume bei 55 °C Vorlauf warm, passt eine Wärmepumpe ohne Umbau
- Faustformel Heizlast: Jahresverbrauch in kWh × 0,85 ÷ 1.800 bis 2.100 Vollbenutzungsstunden
- Größe bei 15.000 kWh Gas oder 1.500 l Heizöl: rund 6 bis 7 kW Heizleistung
- Jahresarbeitszahl im Bestand: Ø 3,4 Luft-Wasser, Ø 4,3 Erdreich (Fraunhofer ISE, 77 Anlagen)
- F-Gase-Verordnung: ab 01.01.2027 keine neuen Monoblock- und Luft-Wasser-Splitgeräte bis 12 kW mit GWP ab 150
- Schall nachts am Nachbarfenster: max. 35 dB(A) reines, 40 dB(A) allgemeines Wohngebiet (TA Lärm)
- KfW 458 seit 21.07.2026: 30 % Grundförderung, mit Boni bis 70 % (bei niedrigem Einkommen 80 %) der förderfähigen Kosten
Welche Wärmepumpe passt zu Ihrem Haus?
Für die meisten Bestandshäuser passt eine Luft-Wasser-Wärmepumpe, eine Sole-Wasser-Wärmepumpe passt bei großem Grundstück und erlaubter Bohrung. Der Markt bildet das ab. 2025 wurden in Deutschland 299.000 Heizungswärmepumpen verkauft, rund 95 % davon waren Luft-Wasser-Geräte. Das meldet der Bundesverband Wärmepumpe (BWP) im Januar 2026. Die Tabelle ordnet 7 typische Ausgangslagen einer Wärmequelle und einer Bauform zu.
| Ihr Haus | Wärmeverteilung | Grundstück | Passende Wärmepumpe | Hinweis |
|---|---|---|---|---|
| Teilsaniert | Heizkörper, 55-Grad-Test bestanden | Garten, wenig Platz | Luft-Wasser, Monoblock außen | Schall zum Nachbarn prüfen |
| Unsaniert | Heizkörper, einzelne Räume kühl | beliebig | Luft-Wasser nach Heizkörpertausch | Engpassräume zuerst lösen |
| Unsaniert | Heizkörper, alle Räume kühl bei 55 °C | beliebig | erst Dämmung, dann Wärmepumpe | Gebäudehülle vor Gerät |
| Saniert | Fußbodenheizung | groß, Bohrung erlaubt | Sole-Wasser mit Sonde oder Kollektor | passive Kühlung möglich |
| Reihenhaus | Heizkörper oder Fußbodenheizung | klein, Nachbar nah | Luft-Wasser als Split oder innen | Nachtwert 35–40 dB(A) |
| Grundwasser nah | beliebig | 2 Brunnen möglich | Wasser-Wasser | wasserrechtliche Erlaubnis |
| Kein Platz außen | beliebig | Keller vorhanden | Luft-Wasser, Monoblock innen | Luftkanäle durch Außenwand |
Die Tabelle zeigt: Grundstück und Heizflächen bestimmen Wärmequelle und Bauform. Die Wahl von Hersteller und Modell folgt erst danach. Landet Ihr Haus in mehreren Zeilen, klären die 6 Prüfschritte dieser Entscheidungshilfe die Reihenfolge.
Schritt 1: Welche Wärmequelle gibt Ihr Grundstück her?
Ihr Grundstück entscheidet zwischen 3 Wärmequellen: Außenluft, Erdreich und Grundwasser. Eine Luft-Wasser-Wärmepumpe braucht nur einen Aufstellplatz für das Gerät. Erdarbeiten oder Bohrungen entfallen. Eine Sole-Wasser-Wärmepumpe nutzt Erdwärme über eine Erdsonde oder einen Erdkollektor. Die Erdsonde ist eine senkrechte Bohrung, der Erdkollektor ein flach verlegtes Rohrfeld. Eine Wasser-Wasser-Wärmepumpe entzieht dem Grundwasser über 2 Brunnen Wärme.
Der Flächenbedarf ist bei Erdwärme hoch. Die Deutsche Energie-Agentur (dena) rechnet für eine Wärmepumpe mit 9,5 kW Heizleistung mit rund 320 m² Kollektorfläche. Diese Fläche darf nicht überbaut werden. Alternativ reichen im dena-Beispiel 2 Sonden mit je 80 m Tiefe.
Auch die Genehmigung unterscheidet die Wärmequellen:
- Luft-Wasser-Wärmepumpen brauchen keine wasser- oder bergrechtliche Genehmigung.
- Erdwärmebohrungen sind der zuständigen Behörde mindestens 1 Monat vor Beginn anzuzeigen (§ 49 Wasserhaushaltsgesetz), oft ist zusätzlich eine wasserrechtliche Erlaubnis nötig. Bohrungen tiefer als 100 m sind außerdem nach § 127 Bundesberggesetz mindestens 2 Wochen vorher anzuzeigen.
- Grundwasser-Wärmepumpen benötigen immer eine wasserrechtliche Erlaubnis der zuständigen Behörde.
Erdgekoppelte Anlagen arbeiten im Mittel effizienter. Das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme (ISE) hat 77 Wärmepumpen in Bestandsgebäuden gemessen. Die Jahresarbeitszahl (JAZ) lag bei Luft-Wasser-Anlagen bei 3,4 und bei Erdreich-Anlagen bei 4,3. Die JAZ gibt an, wie viele Kilowattstunden Wärme eine Wärmepumpe pro Kilowattstunde Strom im realen Jahr liefert. Technik, Vor- und Nachteile aller Quellen erklärt der Überblick über die Wärmepumpen-Arten.
Schritt 2: Ist Ihr Haus bereit für eine Wärmepumpe?
Ihr Haus ist bereit, wenn alle Räume an einem kalten Wintertag mit höchstens 55 °C Vorlauftemperatur warm werden. Die Vorlauftemperatur ist die Temperatur des Heizwassers, das in Heizkörper oder Fußbodenheizung fließt. Je niedriger sie ist, desto weniger Strom braucht die Wärmepumpe. Die Verbraucherzentrale nennt 30 bis 50 °C als effizientesten Bereich. Fußbodenheizungen erreichen das leicht, Heizkörper nicht immer.
Den 55-Grad-Test empfiehlt die Energieberatung der Verbraucherzentrale. So gehen Sie vor:
1. Begrenzen Sie an einem kalten Wintertag die Vorlauftemperatur Ihres Kessels auf 55 °C.
2. Stellen Sie alle Heizkörperthermostate auf Stufe 3 und beobachten Sie, ob alle Räume die gewohnte Temperatur erreichen.
3. Notieren Sie Räume, die kühl bleiben, mit ihrem Heizkörper.
Der Test hat 3 mögliche Ergebnisse. Werden alle Räume warm, ist eine Wärmepumpe ohne Umbau möglich. Bleiben einzelne Räume kühl, reicht meist ein größerer Heizkörper in diesen Räumen. Bleiben alle Räume kühl, braucht das Haus zuerst eine bessere Dämmung.
Peter Kafke, Experte der Energieberatung beim Verbraucherzentrale Bundesverband, sagt dazu: „Heizkörper in Altbauten sind tatsächlich überraschend oft überdimensioniert, so dass oft nur ein Austausch einzelner Heizkörper nötig ist.“ Welche Heizflächen und Dämmstandards im Bestand nötig sind, zeigt der Ratgeber Wärmepumpe im Altbau.
Schritt 3: Wie groß muss die Wärmepumpe sein?
Die nötige Heizleistung entspricht ungefähr dem bisherigen Jahresverbrauch mal Kesselnutzungsgrad, geteilt durch 1.800 bis 2.100 Vollbenutzungsstunden. Vollbenutzungsstunden sind die Stunden, die eine Heizung bei voller Leistung laufen müsste, um den Jahresbedarf zu decken. Die Richtlinie VDI 2067 Blatt 2 (Ausgabe 1993) nennt für Einfamilienhäuser 2.100 Stunden, bezogen auf den Referenzstandort Düsseldorf. Ein Auslegungsleitfaden des BürgerNetzwerkSolar Worms nennt 1.800 bis 2.200 Stunden für unsanierte und 1.500 bis 1.800 Stunden für teilsanierte Altbauten.
Die Faustformel lautet: Heizlast in kW = Jahresverbrauch in kWh × 0,85 ÷ Vollbenutzungsstunden.
Für die Tabelle gelten 3 Annahmen. Der alte Kessel hat einen Nutzungsgrad von 0,85. Er wandelt also 85 % der Energie in nutzbare Wärme. Der Leitfaden des BürgerNetzwerkSolar nennt 0,70 bis 0,80 für ältere Niedertemperaturkessel und 0,90 bis 0,95 für Brennwertkessel. 1 Liter Heizöl entspricht rund 10 kWh. Den Gasverbrauch in kWh finden Sie auf Ihrer Jahresabrechnung.
| Gasverbrauch pro Jahr | Heizöl pro Jahr | Nutzwärme (× 0,85) | Heizlast bei 2.100 h | Heizlast bei 1.800 h |
|---|---|---|---|---|
| 10.000 kWh | 1.000 l | 8.500 kWh | 4,0 kW | 4,7 kW |
| 15.000 kWh | 1.500 l | 12.750 kWh | 6,1 kW | 7,1 kW |
| 20.000 kWh | 2.000 l | 17.000 kWh | 8,1 kW | 9,4 kW |
| 30.000 kWh | 3.000 l | 25.500 kWh | 12,1 kW | 14,2 kW |
Ein Haus mit 15.000 kWh Gas oder 1.500 l Heizöl pro Jahr braucht demnach rund 6 bis 7 kW Heizleistung. Teilsanierte Häuser haben weniger Vollbenutzungsstunden, für sie gilt mindestens die rechte Spalte. Bei 1.500 Stunden liegt die Heizlast noch rund 20 % höher. Heizt der Kessel auch das Warmwasser, steckt dieser Anteil bereits im Verbrauch. Die Fachzeitschrift IKZ-Haustechnik rechnet mit 1,45 kWh Warmwasser-Wärme pro Person und Tag. Für 4 Personen sind das rund 2.100 kWh im Jahr.
Der Überschlag ist eine Plausibilitätskontrolle, keine Auslegung. Für Angebot und Förderung braucht Ihr Haus eine raumweise Heizlastberechnung nach DIN EN 12831. Warum diese Rechnung über Effizienz und Lebensdauer entscheidet, erklärt der Beitrag zur Dimensionierung der Wärmepumpe.
Was passiert, wenn die Wärmepumpe zu groß oder zu klein ist?
Eine zu große Wärmepumpe schaltet häufig ein und aus, eine zu kleine Wärmepumpe braucht oft den elektrischen Heizstab. Das häufige Ein- und Ausschalten heißt Takten. Es belastet den Verdichter, das Herzstück der Wärmepumpe. Die Verbraucherzentrale warnt: „Ist sie zu groß dimensioniert, geht sie schneller kaputt.“
Eine zu kleine Anlage deckt an kalten Tagen die Heizlast nicht allein. Dann springt der Heizstab ein. Er macht aus 1 kWh Strom nur 1 kWh Wärme und senkt so die Jahresarbeitszahl. Passend ist eine Wärmepumpe, deren Leistung die berechnete Heizlast deckt, ohne große Reserve.
Schritt 4: Monoblock oder Split – welche Bauform passt?
Ein Monoblock ist einfacher und schneller installiert, ein Split braucht weniger Platz und lässt sich flexibler aufstellen. Ein Monoblock enthält den kompletten Kältekreis in einem Gerät. Heizwasser fließt durch gedämmte Rohre mit rund 10 cm Durchmesser ins Haus. Ein Split trennt Außen- und Inneneinheit. Beide verbindet eine dünne Kältemittelleitung, die nur zertifiziertes Fachpersonal verlegen darf. Bei Effizienz, Preis und Lautstärke unterscheiden sich beide Bauformen laut Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz kaum.
Das Kältemittel wird zum Auswahlkriterium. Die EU-F-Gase-Verordnung 2024/573 verbietet ab dem 01.01.2027, neue Monoblock-Geräte bis 12 kW mit einem Treibhauspotenzial (GWP) ab 150 in Verkehr zu bringen. Dieselbe Frist gilt für Luft-Wasser-Splitgeräte bis 12 kW. Ab dem 01.01.2032 dürfen Monoblock-Geräte bis 12 kW und ab dem 01.01.2035 Splitgeräte bis 12 kW nicht mehr neu in Verkehr kommen, wenn sie fluorierte Treibhausgase enthalten. Ausnahmen gelten nur, wenn Sicherheitsanforderungen am Aufstellort es erfordern. Fragen Sie deshalb nach einem natürlichen Kältemittel wie R290, also Propan.
Der Aufstellort entscheidet über den Schall beim Nachbarn. Die TA Lärm erlaubt nachts zwischen 22 und 6 Uhr am Nachbarfenster:
- 35 dB(A) im reinen Wohngebiet,
- 40 dB(A) im allgemeinen Wohngebiet,
- 45 dB(A) im Mischgebiet.
Für ein Gerät mit 50 dB(A) Schallleistung nennt das Umweltamt Nürnberg als Orientierung 7 m Abstand im allgemeinen Wohngebiet. Im reinen Wohngebiet sind es 13 m. Stellen Sie das Gerät nicht zwischen 2 Hauswände, denn reflektierende Flächen erhöhen den Pegel.
Schritt 5: Wie planen Sie Warmwasser, Kühlung und Photovoltaik ein?
Warmwasser, Kühlung und Photovoltaik beeinflussen vor allem Speichergröße, Wärmequelle und Regelung der Wärmepumpe. Warmwasser braucht einen eigenen Speicher, den der Fachbetrieb nach Personenzahl auslegt. Mit 1,45 kWh pro Person und Tag ist der Bedarf gut planbar.
Kühlen ist mit 2 Verfahren möglich:
- Passive Kühlung nutzt die kühle Sole oder das Grundwasser bei ausgeschaltetem Verdichter.
- Aktive Kühlung kehrt den Kältekreis um und funktioniert auch mit Luft-Wasser-Wärmepumpen, wenn das Gerät dafür ausgelegt ist.
Passive Kühlung senkt die Raumtemperatur laut Baunetz Wissen um etwa 5 K. Fußbodenheizungen eignen sich laut dena gut zum Kühlen, Heizkörper nur begrenzt. Die dena nennt für den Kühlbetrieb 18 bis 20 °C Vorlauf. Diese Temperatur darf den Taupunkt nicht unterschreiten, sonst bildet sich Kondenswasser.
Photovoltaik senkt den Netzstrombezug der Wärmepumpe. Das Fraunhofer ISE hat ein Einfamilienhaus von 1960 in Freiburg gemessen. Dort deckten Solaranlage und Batteriespeicher rund 36 % des Wärmepumpenstroms. Beim Warmwasser waren es 51 %, beim Heizen 28 %.
Seit dem 01.01.2024 müssen neue Wärmepumpen mit mehr als 4,2 kW Anschlussleistung nach § 14a Energiewirtschaftsgesetz steuerbar sein. Der Netzbetreiber darf ihren Strombezug bei Netzengpässen drosseln, muss aber mindestens 4,2 kW zulassen und darf nicht abschalten. Im Gegenzug sinkt das Netzentgelt, etwa pauschal um 110 bis 190 € brutto pro Jahr.
Schritt 6: Woran erkennen Sie ein passendes Angebot?
Ein passendes Angebot enthält eine raumweise Heizlastberechnung, die geplante Vorlauftemperatur und einen hydraulischen Abgleich. Der hydraulische Abgleich stellt die Wassermenge für jeden Heizkörper passend ein. Prüfen Sie das Angebot mit dieser Checkliste:
- Das Angebot nennt die berechnete Heizlast in kW und die Heizleistung des Geräts.
- Das Angebot nennt die Vorlauftemperatur am kältesten Auslegungstag.
- Das Angebot enthält den hydraulischen Abgleich und nötige Heizkörpertausche.
- Das Angebot zeigt Aufstellort, Schallleistung und Abstand zum Nachbarfenster.
- Das Angebot nennt Bauform und Kältemittel des Geräts.
Fachbetriebe planen Wärmepumpenanlagen nach der Richtlinie VDI 4645 für Ein- und Mehrfamilienhäuser. Welche Gerätekennwerte die Effizienz belegen, zeigt der Vergleich der effizientesten Wärmepumpen. Mit welchen Preisen Sie rechnen können, zeigt der Beitrag Was kostet eine Wärmepumpe mit Einbau?.
Die KfW fördert den Heizungstausch seit dem 21.07.2026 im Programm 458 mit 30 % Grundförderung und Boni bis zu 70 % der förderfähigen Kosten, bei niedrigem Einkommen bis zu 80 %. Ab dem 01.02.2027 sinken Klimageschwindigkeitsbonus und förderfähige Kosten schrittweise, Details zeigt der Überblick zur Wärmepumpen-Förderung.
Den Ablauf von der Vor-Ort-Begehung bis zur Inbetriebnahme beschreibt der Leitfaden In 6 Schritten zur Wärmepumpe. Die Eckdaten aus diesen 6 Prüfschritten können Sie direkt in den Wärmepumpen-Konfigurator von 42watt eingeben.
Häufige Fragen zur Wahl der Wärmepumpe
Welche Wärmepumpe brauche ich bei 15.000 kWh Gasverbrauch?
Bei 15.000 kWh Gasverbrauch pro Jahr brauchen Sie überschlägig eine Wärmepumpe mit 6 bis 7 kW Heizleistung. Die Rechnung lautet 15.000 kWh × 0,85 ÷ 2.100 bis 1.800 Stunden. Bei 12.000 kWh ergeben sich 4,9 bis 5,7 kW. Die genaue Größe liefert die Heizlastberechnung.
Welche Wärmepumpe brauche ich bei 30.000 kWh Gasverbrauch?
Bei 30.000 kWh Gasverbrauch ergibt der Überschlag 12 bis 14 kW Heizleistung. Ein so hoher Verbrauch deutet auf ein großes oder schlecht gedämmtes Haus hin. Prüfen Sie deshalb vorher Dämmmaßnahmen. Jede eingesparte Kilowattstunde senkt die nötige Leistung und die Gerätekosten.
Welche Wärmepumpe passt bei 1.500 Litern Heizöl?
Bei 1.500 Litern Heizöl pro Jahr passt überschlägig eine Wärmepumpe mit 6 bis 7 kW Heizleistung. 1.500 Liter entsprechen rund 15.000 kWh. Nach Abzug der Kesselverluste bleiben etwa 12.750 kWh Nutzwärme.
Gibt es eine Wärmepumpe, die für jedes Haus richtig ist?
Nein, die richtige Wärmepumpe hängt von Grundstück, Vorlauftemperatur und Heizlast Ihres Hauses ab. Ein Gerät mit Bestnoten passt nicht automatisch zu jedem Gebäude. Testergebnisse und Geräteempfehlungen bündelt der Beitrag Welche ist die beste Wärmepumpe auf dem Markt?.
Ersetzt die Faustformel die Heizlastberechnung?
Nein, die Faustformel ersetzt die raumweise Heizlastberechnung nach DIN EN 12831 nicht. Sie zeigt nur, ob ein Angebot plausibel ist. Liegt die angebotene Leistung deutlich über dem Überschlag, fragen Sie nach der Begründung.
Bundesverband Wärmepumpe (BWP), Absatzzahlen 2025, Januar 2026; Fraunhofer ISE, Projekt WP-QS im Bestand, November 2025; Fraunhofer ISE, Feldmessung PV-Batterie-Wärmepumpen-System, Solar Energy Advances, 2024; Verbraucherzentrale Bundesverband, Pressemitteilung Wärmepumpe im Altbau, 29.06.2023; Verbraucherzentrale, Wärmepumpe: Alles, was Sie wissen müssen, Stand 14.04.2026; Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz, Monoblock oder Split, 04/2025; VDI 2067 Blatt 2; VDI 4645; DIN EN 12831; IKZ-Haustechnik, Auslegung effizienter Wärmepumpen, Teil 3, Heft 14/2022; dena, Factsheet Sole-Wasser-Wärmepumpe, 01/2024; Verordnung (EU) 2024/573; Bundesberggesetz § 127; Wasserhaushaltsgesetz § 49; BürgerNetzwerkSolar Worms, Wärmepumpe – Praxistipps zur Auslegung, Stand 04/2026; TA Lärm; Umweltamt Nürnberg, Merkblatt Luftwärmepumpen, 2023; Baunetz Wissen, Aktive und passive Kühlung mit Wärmepumpen; Bundesnetzagentur, Festlegung zu § 14a EnWG, 27.11.2023; KfW, Merkblatt 458, Stand 09/2026.


