Nachtspeicherofen ersetzen 2026: Kosten, Förderung und Wärmepumpe
Ein Nachtspeicherofen heizt mit Strom und kostete im Einfamilienhaus laut Heizspiegel 2025 für das Jahr 2024 rund 2.860 Euro, eine Wärmepumpe rund 1.155 Euro. Eine Pflicht zum Austausch gibt es 2026 nicht, die KfW fördert den Umstieg auf eine Wärmepumpe aber mit 30 bis 80 %. Dieser Ratgeber vergleicht die Alternativen mit Kosten und rechnet offen vor, was der Umbau auf ein wassergeführtes System wirklich kostet.
Das Wichtigste in Kürze
- Heizspiegel 2025 (Jahr 2024), Einfamilienhaus: Nachtspeicher rund 2.860 €, Wärmepumpe rund 1.155 € Heizkosten.
- Keine Austauschpflicht: Die EnEV-Außerbetriebnahme wurde 2013 gestrichen, auch das GModG (seit 29.07.2026) verbietet Nachtspeicher nicht.
- Kostentreiber beim Umstieg auf eine Luft-Wasser-Wärmepumpe ist der fehlende Wasserkreislauf mit Rohren und Heizkörpern.
- KfW 458: 30 % Grundförderung, 16 % Klimageschwindigkeitsbonus für funktionstüchtige Nachtspeicher jeden Alters (Selbstnutzende, Antrag bis 31.01.2027).
- Förderobergrenze 70 %, 80 % nur für Selbstnutzende bis 30.000 € zvE (40.000 € mit Kind), auf max. 28.000 € förderfähige Kosten für die 1. Wohneinheit.
- 42watt-Rechenbeispiel: 45.000 € Umbau, Eigenanteil 22.600 bis 32.120 €, rund 1.580 € weniger Heizkosten pro Jahr.
- Infrarot und neue Nachtspeicher werden nicht gefördert und bleiben im Betrieb teuer.
- Asbest vor allem in Geräten bis Mitte der 1970er-Jahre: Ausbau nur durch Fachbetriebe nach TRGS 519.
Welche Alternativen zum Nachtspeicherofen gibt es?
Die gängigen Alternativen sind die Luft-Wasser-Wärmepumpe, die Luft-Luft-Wärmepumpe und die Infrarotheizung, nur die Wärmepumpen senken die Heizkosten deutlich. Ein neuer Nachtspeicherofen ist ebenfalls erlaubt, ändert aber nichts an den Kosten. Die Tabelle zeigt Richtwerte für ein Einfamilienhaus mit 14.300 kWh Heizwärme pro Jahr.
| Alternative | Investition (Einfamilienhaus) | Heizkosten pro Jahr | KfW 458 | Eignung |
|---|---|---|---|---|
| Luft-Wasser-Wärmepumpe mit neuen Heizkörpern | Wärmepumpe Ø 36.000 € plus Heizkörper und Rohrnetz | ca. 1.280 € | ja, 30–80 % auf max. 28.000 € | dauerhaft bewohnte Häuser |
| Luft-Wasser-Wärmepumpe mit Fußbodenheizung | Wärmepumpe plus ca. 11.000–32.500 € für 120 m² Fußbodenheizung | ca. 1.280 €, eher darunter | ja, laut BVF als Umfeldmaßnahme, im Deckel von 28.000 € | bei ohnehin geplanter Bodensanierung |
| Luft-Luft-Wärmepumpe (Multi-Split) | 12.500–17.500 € | ca. 2.120 € (Annahme: Arbeitszahl 2,5) | grundsätzlich ja, je nach Gerät | kompakte Grundrisse, Warmwasser separat |
| Infrarotheizung | einige hundert Euro je Paneel | 2.860–5.290 € | nein | Bad, selten genutzte Räume |
| Neuer Nachtspeicherofen | 650–2.000 € je Gerät | ca. 2.860 € | nein | Übergangslösung |
Kurz eingeordnet: Die Investitionswerte stammen aus einer Auswertung von 160 Wärmepumpen-Angeboten der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz (2024/25), aus Kostenangaben von co2online (Luft-Luft) und vom ADAC (Nachtspeicher). Die Fußbodenheizung ist eine eigene Berechnung aus co2online-Preisen pro m² inklusive neuem Bodenbelag, gerechnet für 120 m² und damit etwas größer als das 110-m²-Haus der übrigen Werte. Die Heizkosten sind eigene Berechnungen mit den Annahmen aus dem 42watt-Rechenbeispiel und dem Abschnitt zu Luft-Luft-Wärmepumpe und Infrarotheizung. Die Luft-Wasser-Wärmepumpe hat die niedrigsten Betriebskosten, aber die höchste Investition. Infrarot und Nachtspeicher sind günstig in der Anschaffung und teuer im Betrieb.
Warum ist der Wasserkreislauf der eigentliche Kostentreiber?
Häuser mit Nachtspeicheröfen haben meist keine Heizungsrohre und keine Heizkörper, beides muss für eine Luft-Wasser-Wärmepumpe neu eingebaut werden. Eine Luft-Wasser-Wärmepumpe erwärmt Wasser, das durch Rohre zu Heizkörpern oder in eine Fußbodenheizung fließt. Beim Wechsel von Gas oder Öl ist dieses Netz schon vorhanden. Beim Nachtspeicher fehlt es.
3 Posten kommen deshalb hinzu:
1. Heizkörper: Laut Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz kostet der Tausch eines Heizkörpers inklusive Montage 326 bis 1.207 Euro, im Mittel 679 Euro. Beim Neueinbau kommen Anschlüsse und Rohre hinzu.
2. Rohrnetz: Die Kosten hängen von der Leitungsführung ab, etwa sichtbar auf der Wand, in Schlitzen oder in Sockelleisten. Belastbare Durchschnittswerte dafür liegen nicht vor.
3. Fußbodenheizung als Alternative: Für 120 m² liegen die Kosten inklusive neuem Bodenbelag bei rund 11.000 bis 32.500 Euro, je nach Fräs- oder Trockensystem.
Wärmepumpen arbeiten mit niedrigen Vorlauftemperaturen. Die Vorlauftemperatur ist die Temperatur des Wassers, das zu den Heizkörpern fließt. Neue Heizkörper sollten deshalb von Anfang an für niedrige Temperaturen ausgelegt sein. Das BAFA zählt Heizkörper mit höchstens 55 °C Vorlauf als Niedertemperatur-Heizkörper. Wie Sie die passende Größe wählen, zeigt der Beitrag Heizkörper für Wärmepumpen. Die Bodenvariante erklärt der Beitrag Fußbodenheizung nachrüsten.
Wie funktioniert ein Nachtspeicherofen?
Ein Nachtspeicherofen erhitzt nachts mit Strom einen Kern aus Speichersteinen und gibt die Wärme tagsüber an den Raum ab. Die Aufladung läuft meist im Niedertarif zwischen 22 und 6 Uhr. Ein Gebläse oder eine Klappe steuert, wie viel Wärme der Ofen später abgibt. Rechtlich zählt der Nachtspeicherofen zu den Stromdirektheizungen. Das Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) definiert sie als Geräte, die Raumwärme über den elektrischen Widerstand erzeugen, „auch in Verbindung mit Wärmespeichern“.
Nachtspeicheröfen beheizten laut BDEW-Studie „Wie heizt Deutschland“ 2023 noch 1,8 % der Wohnungen. Das entspricht rund 750.000 Wohnungen. 2019 lag der Anteil bei 2,6 %.
Wie viel Strom verbraucht eine Nachtspeicherheizung?
Eine Nachtspeicherheizung verbraucht für jede kWh Wärme rund 1 kWh Strom, im Einfamilienhaus mit 110 m² etwa 14.300 kWh pro Jahr. Diesen Wert nennt co2online bei einem Bedarf von 130 kWh pro m². Die Umwandlung von Strom in Wärme ist dabei nahezu verlustfrei. Das Problem ist der Preis jeder kWh, nicht ein angeblicher Wärmeverlust von 70 %.
Eine Wärmepumpe holt zusätzlich Wärme aus der Außenluft. Ihre Jahresarbeitszahl (JAZ) gibt an, wie viel Wärme sie pro kWh Strom liefert. Im Feldtest des Fraunhofer ISE erreichten Luft-Wasser-Wärmepumpen im Mittel 3,4. Eine Direktheizung kommt höchstens auf 1.
Welche Stromtarife gelten für Nachtspeicher?
Für Nachtspeicher gibt es Heizstromtarife mit einem Niedertarif von laut co2online rund 20 Cent pro kWh (2025/26). Den Haushaltsstrom beziffert der BDEW für Neukunden 2026 auf durchschnittlich 37,0 Cent pro kWh. Bei getrennter Messung können Sie den Heizstrom auch bei einem anderen Anbieter beziehen.
Die neuen Regeln für steuerbare Verbrauchseinrichtungen nach § 14a Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) betreffen Nachtspeicher nicht. Die Bundesnetzagentur stellt klar: „Für Nachtspeicherheizungen haben die bislang geltenden Regelungen dauerhaft Bestand.“ Für Wärmepumpen gelten dagegen eigene Tarife und Netzentgeltrabatte. Einen Überblick gibt der Beitrag Wärmepumpen-Stromtarife.
Ist die Nachtspeicherheizung wieder im Kommen?
Nein, auch mit dynamischen Stromtarifen bleibt die Nachtspeicherheizung im Betrieb teurer als eine Wärmepumpe. Seit 2025 müssen alle Stromlieferanten dynamische Tarife anbieten. Der Preis folgt dabei der Strombörse und ändert sich mehrmals am Tag. Voraussetzung ist ein intelligentes Messsystem, das eigene Jahreskosten verursacht.
3 Gründe sprechen gegen ein Comeback:
- Fixe Preisbestandteile: Steuern, Umlagen und Netzentgelte fallen auch in billigen Stunden an.
- Preisrisiko: Die Verbraucherzentrale warnt, die Kosten seien bei dynamischen Tarifen „wenig planbar“. In der Heizperiode können die Börsenpreise an windarmen Tagen hoch sein.
- Zeitpunkt der Überschüsse: Viel günstiger Solarstrom fällt mittags und im Sommer an, der Heizbedarf aber im Winter.
Moderne Nachtspeicher mit digitaler Regelung können billige Stunden besser nutzen. An der Grundrechnung ändert das wenig. Eine Wärmepumpe braucht für dieselbe Wärme rund ein Drittel des Stroms.
Müssen Sie Ihre Nachtspeicherheizung austauschen?
Nein, 2026 gibt es keine Pflicht, eine funktionierende Nachtspeicherheizung auszutauschen. Die Energieeinsparverordnung (EnEV) 2009 hatte eine Außerbetriebnahme vorgesehen. Sie betraf Wohngebäude mit mehr als 5 Wohnungen und Nichtwohngebäude mit mehr als 500 m² so beheizter Nutzfläche. Geräte, die vor 1990 eingebaut wurden, sollten nach dem 31.12.2019 außer Betrieb gehen, neuere nach 30 Jahren. Ausnahmen galten unter anderem für Gebäude mit einem Wärmeschutz mindestens nach der Wärmeschutzverordnung 1995. Der Bundestag strich die Grundlage dafür am 16.05.2013, der Bundesrat stimmte am 07.06.2013 zu. Damit entfiel § 10a EnEV.
Auch das GModG, seit dem 29.07.2026 in Kraft, enthält kein Betriebsverbot für Nachtspeicher. Die frühere 30-Jahre-Austauschregel betraf nur Heizkessel und ist mit dem GModG entfallen.
Dürfen Sie einen alten Nachtspeicher durch einen neuen ersetzen?
Ja, für den Austausch einer bestehenden Einzelraum-Stromdirektheizung gelten die Einbau-Einschränkungen des § 46 GModG nach dessen Absatz 2 nicht. Einschränkungen gelten nur für den erstmaligen Einbau. Dann muss der Wärmeschutz eines Wohngebäudes die gesetzlichen Anforderungen um mindestens 30 % übertreffen. Ausgenommen sind Häuser mit höchstens 2 Wohnungen, von denen Sie 1 selbst bewohnen. Was das GModG sonst beim Heizungstausch regelt, fasst der Beitrag Heizungstausch zusammen.
Was kostet der Umstieg auf eine Wärmepumpe? Das 42watt-Rechenbeispiel
Im 42watt-Rechenbeispiel zahlen Selbstnutzende für den Umbau auf eine Luft-Wasser-Wärmepumpe nach Förderung 22.600 bis 32.120 Euro und sparen rund 1.580 Euro Heizkosten pro Jahr. Die Rechnung macht sichtbar, dass der Förderdeckel einen großen Teil des Umbaus nicht abdeckt.
Annahmen: Einfamilienhaus mit 110 m², 14.300 kWh Heizwärme pro Jahr, Warmwasser nicht eingerechnet. Nachtspeicher mit 20 Cent pro kWh ohne Grundpreis. Wärmepumpe mit JAZ 3,0, also bewusst unter dem Feldtest-Mittel von 3,4, und Wärmepumpentarif mit 24 Cent pro kWh plus 140 Euro Grundpreis (Verbraucherzentrale NRW, 02/2026). Investition: Wärmepumpe 36.000 Euro (Mittelwert der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz), 8 Heizkörper zu je 679 Euro, Rohrnetz und Anpassungen pauschal 3.600 Euro (eigene Annahme). Das ergibt rund 45.000 Euro. Antrag vor dem 01.02.2027.
| Förderfall | Zuschuss | Eigenanteil | Effektive Förderquote | Amortisation ggü. neuen Nachtspeichern |
|---|---|---|---|---|
| 46 % (Grundförderung plus Klimageschwindigkeitsbonus) | 12.880 € | 32.120 € | 28,6 % | ca. 15 Jahre |
| 70 % (mit Einkommensbonus, zvE über 30.000 bis 40.000 €, ohne Kind) | 19.600 € | 25.400 € | 43,6 % | ca. 11 Jahre |
| 80 % (zvE bis 30.000 €, mit Kind bis 40.000 €) | 22.400 € | 22.600 € | 49,8 % | ca. 9 Jahre |
Kurz eingeordnet: Die Wärmepumpe kostet im Betrieb 1.284 Euro statt 2.860 Euro im Jahr. Die KfW fördert höchstens 28.000 Euro Kosten für die 1. Wohneinheit. Liegt das Angebot bei 45.000 Euro, bleiben 17.000 Euro ohne Zuschuss. Deshalb sinkt die effektive Förderquote auf unter 50 %, auch im 80-%-Fall. Die Amortisation vergleicht den Eigenanteil mit 8 neuen Nachtspeichern zu je 1.000 Euro ohne Montage. Preissteigerungen, Zinsen und Wartung sind nicht enthalten. Die 3.600 Euro für das Rohrnetz können deutlich höher ausfallen. Jeder zusätzliche Euro erhöht den Eigenanteil voll, weil der Förderdeckel schon ausgeschöpft ist. Bei 8.000 Euro für das Rohrnetz läge die Amortisation im 46-%-Fall bei rund 18 statt 15 Jahren. Ab 01.02.2027 sinken Bonus und Deckel: Ohne Einkommensbonus gibt es dann 42 % auf 27.250 Euro, also 11.445 Euro statt 12.880 Euro. Für 2027 hat die KfW zudem eine Umstellung der Förderstruktur angekündigt. Prüfen Sie den aktuellen Stand deshalb kurz vor dem Antrag.
Lohnen sich Luft-Luft-Wärmepumpe oder Infrarotheizung?
Die Luft-Luft-Wärmepumpe ist ein Kompromiss mit geringerer Investition, die Infrarotheizung lohnt sich nur für einzelne, selten genutzte Räume. Eine Luft-Luft-Wärmepumpe heizt die Raumluft direkt über Innengeräte, ein Wasserkreislauf ist nicht nötig. Laut co2online kostet eine Multi-Split-Anlage für 5 Räume 12.500 bis 17.500 Euro. Die meisten Modelle bereiten kein Warmwasser. Repräsentative Feldtests zur Effizienz in Deutschland liegen nicht vor. Bei einer angenommenen Arbeitszahl von 2,5 und Haushaltsstrom ergeben sich rund 2.120 Euro im Jahr.
Eine Infrarotheizung ist eine Stromdirektheizung wie der Nachtspeicher. Sie braucht für dieselbe Wärme etwa gleich viel Strom. Je nach Tarif zwischen 20 und 37 Cent pro kWh sind das rund 2.860 bis 5.290 Euro im Jahr. Stiftung Warentest nennt Infrarotheizungen eine Notlösung und warnt: „Heizen mit Strom kann richtig teuer werden.“
Welche Förderung gibt es 2026 für den Austausch?
Die KfW-Heizungsförderung 458 zahlt seit dem 21.07.2026 eine Grundförderung von 30 %, Selbstnutzende erhalten beim Tausch einer funktionstüchtigen Nachtspeicherheizung zusätzlich 16 % Klimageschwindigkeitsbonus. Das Alter der Nachtspeicher spielt dabei keine Rolle. Das KfW-Merkblatt 458 (Stand 09/2026) nennt 4 Bausteine:
- Grundförderung: 30 % der förderfähigen Kosten, auch für Vermietende.
- Klimageschwindigkeitsbonus: 16 % für Selbstnutzende, ab 01.02.2027 halbjährlich 4 Prozentpunkte weniger, bei Antrag ab 01.08.2028 entfällt er.
- Einkommensbonus: 40 %, 30 % oder 10 % bei einem zu versteuernden Haushaltsjahreseinkommen (zvE) bis 30.000, 40.000 oder 50.000 Euro. Mit mindestens 1 kindergeldberechtigten Kind unter 18 Jahren im Haushalt steigen die Grenzen einmalig um 10.000 Euro. Den Bonus erhalten nur Selbstnutzende.
- Obergrenzen: höchstens 70 % Förderung, 80 % nur für Selbstnutzende bis 30.000 Euro zvE bzw. 40.000 Euro mit Kind, auf maximal 28.000 Euro förderfähige Kosten für die 1. Wohneinheit (2. bis 6. Wohneinheit je 15.000 Euro, jede weitere 8.000 Euro). Ab 01.02.2027 sinkt dieser Betrag halbjährlich um 750 Euro.
Gefördert werden nur Wärmepumpen und andere erneuerbare Systeme, keine Nachtspeicher und keine Infrarotheizungen. Ab 01.01.2028 fördert die BEG laut dena nur noch Wärmepumpen mit natürlichem Kältemittel. Neue Heizkörper und Flächenheizungen zählen laut Bundesverband Flächenheizungen und Herstellerangaben als Umfeldmaßnahmen zur geförderten Wärmepumpe, teilen sich aber den Deckel von 28.000 Euro. Stellen Sie den Antrag vor Vorhabenbeginn. Einen Vertrag mit dem Fachbetrieb dürfen Sie vorher nur mit aufschiebender oder auflösender Bedingung zur KfW-Zusage und mit voraussichtlichem Umsetzungsdatum schließen. Ablauf und Unterlagen erklärt der Beitrag KfW-Förderung für Wärmepumpen.
Was ist bei Asbest in alten Nachtspeicheröfen zu beachten?
Alte Nachtspeicheröfen, vor allem Geräte bis Mitte der 1970er-Jahre, können Asbest enthalten und dürfen nur von Fachbetrieben mit Sachkunde nach TRGS 519 ausgebaut werden. Die TRGS 519 ist die Technische Regel für Arbeiten mit Asbest. Das Landratsamt Dachau nennt Geräte vor 1977 als Hauptgruppe. Die Abfallwirtschaft Bodenseekreis schreibt, Asbest könne „etwa bis Baujahr 1984“ enthalten sein. Fast alle Hersteller hätten die Verwendung aber Mitte der 1970er-Jahre beendet.
Auch jüngere Geräte enthalten Schadstoffe. Chromat steckt laut Bodenseekreis in fast allen Speichersteinen. Ältere Geräte können zudem PCB in elektrischen Bauteilen enthalten. 4 Schritte sind deshalb sinnvoll:
1. Typenschild prüfen: Hersteller und Gerätenummer notieren und beim Hersteller oder Energieversorger nach Asbest fragen.
2. Nicht zerlegen: Öfen nicht selbst öffnen oder abbauen.
3. Fachbetrieb beauftragen: Ausbau, staubdichte Verpackung und Transport durch eine Firma nach TRGS 519.
4. Entsorgung klären: Die Kosten liegen laut co2online bei rund 100 bis 230 Euro je Gerät. Manche Kreise nehmen Öfen mit Nachweis kostenfrei an, der Bodenseekreis verlangt ohne Nachweis 195 Euro je Stück.
Ob Ihr Haus für eine Wärmepumpe mit Heizkörpern geeignet ist, zeigt der Beitrag Wärmepumpe im Altbau.
Häufige Fragen zur Nachtspeicherheizung
Gibt es einen Testsieger bei Nachtspeicheröfen?
Einen aktuellen unabhängigen Gerätetest von Nachtspeicheröfen gibt es nicht. Stiftung Warentest vergleicht regelmäßig Heizstromtarife für Wärmepumpen und Nachtspeicher, zuletzt im Oktober 2026. Für die Heizkosten ist der Tarif ohnehin wichtiger als das Gerät.
Lohnt sich ein neuer Nachtspeicherofen?
Ein neuer Nachtspeicherofen lohnt sich nur als Übergang, etwa wenn ein Gerät ausfällt und die Sanierung erst später folgt. Er kostet laut ADAC 650 bis 2.000 Euro je Gerät. Die Heizkosten bleiben auf dem Niveau des alten Ofens.
Bekommen Vermietende den Klimageschwindigkeitsbonus?
Nein, den Klimageschwindigkeitsbonus erhalten nur selbstnutzende Eigentümerinnen und Eigentümer. Vermietende erhalten die Grundförderung von 30 %. Auch der Einkommensbonus gilt nur für Selbstnutzende.
Was kostet die Entsorgung eines Nachtspeicherofens?
Die Entsorgung kostet laut co2online rund 100 bis 230 Euro je Gerät, dazu kommt der Ausbau durch einen Fachbetrieb. Einige Landkreise übernehmen die Entsorgung kostenfrei, wenn Sie einen Ausbaunachweis vorlegen. Fragen Sie vorab bei Ihrer kommunalen Abfallwirtschaft nach.
co2online (Heizspiegel 2025 und Nachtspeicher-Ratgeber, Stand 19.03.2026; Luft-Luft-Wärmepumpe, Stand 23.09.2026; Fußbodenheizung-Kosten, Stand 2026); co2online/Deutscher Mieterbund (Heizspiegel 2026, 22.09.2026); BDEW (Wie heizt Deutschland 2023; Strompreisanalyse 08/2026); Fraunhofer ISE (Feldtest WP-QS, Schlussbericht 25.11.2025); Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz (Auswertung Wärmepumpen-Angebote, 06/2025); Verbraucherzentrale NRW (Marktcheck Wärmepumpen-Stromtarife, 02/2026); Verbraucherzentrale Bundesverband (Dynamische Stromtarife, 06.10.2025); Bundesnetzagentur (Steuerbare Verbrauchseinrichtungen nach § 14a EnWG; Dynamische Stromtarife, Stand 10/2026); Stiftung Warentest (Infrarotheizung, 05.12.2023; Heizstromtarife, 08.10.2026); ADAC (Nachtspeicherheizung, 05.09.2025); Bundesrat (Drucksache 398/1/13, 27.05.2013); Hessisches Umweltministerium (Energiespar-Information Nr. 12, 11/2012); EnergieAgentur.NRW (Informationsblatt EnEV 2009); BAFA (Heizungsoptimierung, Stand 2026); Gebäudemodernisierungsgesetz §§ 3 und 46 (Stand 23.07.2026); KfW (Merkblatt 458, Stand 09/2026; Infografik Heizungsförderung, 21.07.2026); Bundesverband Flächenheizungen (Fördermöglichkeiten, 26.08.2026); Landratsamt Dachau (Entsorgung von Nachtspeicheröfen, 07/2025); Abfallwirtschaftsamt Bodenseekreis (Merkblatt Nachtspeicheröfen, 01/2026).


